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Thema: Zukunft der Atomkraft ? (124626 mal gelesen)
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brainseks Mitglied Konstrukteur / Entwicklung
   
 Beiträge: 1011 Registriert: 26.07.2002 Core2Duo E8400@4GHz, Asus P5Q, 4GB DDR2-1066, Intel X25-M G2 80GB System, WD-2500AAJS Daten, Geforce GTX460 1GB, Windoof 7 home Premium 64bit (privat)<P>Samsung R540 i3-380M JA05 /Intel Core i3-380M 2x 2,53GHz / 320GB HDD, 4096MB DDR3 Ram / Intel® HD Graphics / Webcam u. int. Mikro, DVD Brenner / Windows 7 Home Premium 64 Bit (Notebook privat)
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 16:17 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Arne Peters:
1. Reaktoren runterfahren und normal kühlen. 2. Kühlung durch Notstromaggregate falls die Stromversorgung ausfällt. 3. Zeitweilige Kühlung durch Batterien, falls Notstromaggregate ausfallen. 4. Anschließen mobiler Notstromaggregate, die vor Ort sind, um Kühlung fortzusetzen. Einige Systeme für sich sind schon redundant vorhanden. Jedes System kann evtl. instandgesetz werden. Eines wird man wohl immer am laufen haben. Ich sehe da kein Problem. Mit scheint die Atomkraft sicher zu sein.
zu 1. hat stattgefunden in Japan zu 2. Schlug fehl zu 3. Batterien waren schnell alle, hält nur für Stunden zu 4. Schlug fehl zumindest zeitweise, da wie ich gelesen hab keine passenden Kabel zum Anschluss der Aggregate vorhanden waren ------------------ Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das, was die Dummen wollen. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
ralficad Plauderprofi V.I.P. h.c. Konstrukteur

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erstellt am: 15. Mrz. 2011 15:59 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Arne Peters: Blicken wir einige Tage zurück. Was passiert im Notfall?1. Reaktoren runterfahren und normal kühlen. 2. Kühlung durch Notstromaggregate falls die Stromversorgung ausfällt. 3. Zeitweilige Kühlung durch Batterien, falls Notstromaggregate ausfallen. 4. Anschließen mobiler Notstromaggregate, die vor Ort sind, um Kühlung fortzusetzen. Einige Systeme für sich sind schon redundant vorhanden. Jedes System kann evtl. instandgesetz werden. Eines wird man wohl immer am laufen haben. Ich sehe da kein Problem. Mit scheint die Atomkraft sicher zu sein.
Das hat dir jeder japanische Kernenergieexperte am Donnerstag auch noch unterschrieben, das ist ja das Problem. Man kann eben nur von Dingen ausgehen, die irgendwie schon mal da waren, und diese als "worst case" annehmen, nochmal x-Prozent Sicherheit obendrauf und danach auslegen. Passiert der Fall, dass die Sicherheit x durch eine Verkettung völlig unmöglicher Umstände grade so mal eben nicht ausreicht, dann hat's gehupt... ------------------ ralfi Selbes Getränk, neue Flasche. Gardaseetippssuche Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Arne Peters Mitglied CAD Dokumentation / Training / Programmierung / Datenbanken
 
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 15:53 <-- editieren / zitieren -->
Blicken wir einige Tage zurück. Was passiert im Notfall?1. Reaktoren runterfahren und normal kühlen. 2. Kühlung durch Notstromaggregate falls die Stromversorgung ausfällt. 3. Zeitweilige Kühlung durch Batterien, falls Notstromaggregate ausfallen. 4. Anschließen mobiler Notstromaggregate, die vor Ort sind, um Kühlung fortzusetzen. Einige Systeme für sich sind schon redundant vorhanden. Jedes System kann evtl. instandgesetz werden. Eines wird man wohl immer am laufen haben. Ich sehe da kein Problem. Mit scheint die Atomkraft sicher zu sein. ------------------ Arne Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
brainseks Mitglied Konstrukteur / Entwicklung
   
 Beiträge: 1011 Registriert: 26.07.2002 Core2Duo E8400@4GHz, Asus P5Q, 4GB DDR2-1066, Intel X25-M G2 80GB System, WD-2500AAJS Daten, Geforce GTX460 1GB, Windoof 7 home Premium 64bit (privat)<P>Samsung R540 i3-380M JA05 /Intel Core i3-380M 2x 2,53GHz / 320GB HDD, 4096MB DDR3 Ram / Intel® HD Graphics / Webcam u. int. Mikro, DVD Brenner / Windows 7 Home Premium 64 Bit (Notebook privat)
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 15:14 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von robroy55: Das beste Konzept für mich ist Solarenergie aus der Sahara welches man in "relativ kurzer Zeit" hinbekommen würde. Energieübertragung auf lange Strecken ist kein Thema mehr (siehe China 800kV DC über 2-3000km). Ein Problem ist natürlich die politische Stabilität, aber das hat man ja in Sachen Erdöl auch hinbekommen.
Eine Nation muss seine grundlegenden Bedarfe selbst decken, eine so tiefgreifende Abhängigkeit ist nicht sinnvoll, eine Teilmenge von aussen dazukaufen ok, aber alles nach aussen verlagern ist fatal. Solarparks in Afrika gut und schön für Terroristen alles schön an einem Platz zentralisiert, ein kleines Bömbchen gesetzt und Europa hat keinen Strom mehr, tolle Idee.------------------ Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das, was die Dummen wollen. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
robroy55 Mitglied Selbständig

 Beiträge: 49 Registriert: 13.07.2005 Elcad V5/V7 Eplan V5.50/V5.70/P8 Sigraph-ET V5/V8 Wscad V4/V5 Autocad V2007
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 15:07 <-- editieren / zitieren -->
Also so wie ich das sehe ist im Moment in Japan die Kernschmelze in vollem Gange. Brennstäbe ohne Kühlung heißt für mich genau das. Die versuchte Kühlung mit Meerwasser kann das vielleicht verzögern, aber nicht verhindern. Die Explosionen tun ein übriges dazu. Ich fürchte, dass ein großer Teil im Norden von Japan unbewohnbar wird.Kernkraft in Deutschland ist ein wirklich schwieriges Thema. Die KKWs in Deutschland können derzeit nicht vollständig ersetzt werden, außer durch Importe aus französichen KKWs oder anderen Ländern. D. h. wir verschieben das Problem nur. Da fällt mir nur das Floriansprinzip ein, das wir Deutsche gerne benutzen. Kraftwerke sind hässlich, Windräder auch, aber auf den durch Strom erreichten Komfort will keiner verzichten. Nur mal so als Vergleich: Ein KKW-Block hat eine Leistung von etwa 1300MW. Ein Windrad kommt auf ca. 3MW, ein größerer Solarpark auf vielleicht 15MW. Wenn wir jetzt davon ausgehen das ein KKW einen Wirkungsgrad von vielleicht 80-90% hat (die werden alle paar Jahre für Revisionen 2-3 Monate abgeschaltet) und die erneuerbaren Energien von schätzungsweise 50-60% (was ich für viel halte) kann sich jeder selbst ausrechnen wieviele wir brauchen um auf den gleichen Stand zu kommen. Das beste Konzept für mich ist Solarenergie aus der Sahara welches man in "relativ kurzer Zeit" hinbekommen würde. Energieübertragung auf lange Strecken ist kein Thema mehr (siehe China 800kV DC über 2-3000km). Ein Problem ist natürlich die politische Stabilität, aber das hat man ja in Sachen Erdöl auch hinbekommen. Wie gesagt ein schwieriges Thema, welches aber in kurzer Zeit nicht zu lösen ist! ------------------ Grüße aus Frangn Rob Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Also: Je mehr Käse, desto weniger Käse! ODER? (Aristoteles) Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
ralficad Plauderprofi V.I.P. h.c. Konstrukteur

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erstellt am: 15. Mrz. 2011 14:24 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Arne Peters: ....Wer kommt für den Schaden auf? ...
vllt. ist ja dann keiner mehr da .... ein Risikofaktor ist immer noch der Mensch, in zweierlei Hinsicht:
1. der Mensch, der diese Anlage bedient, siehe Japan, Pumpe pumpt kein Kühlwasser über zwei Stunden und der Bediener merkt es nicht, weil er eben mal grad nicht da war ... Es kann eben immer mal passieren, dass die Anlage "von Hand" gefahren werden muß ... 2. der Mensch, der das AKW als "Waffe" benutzt. Was ist, wenn die Kollegen Amateurflugzeugflieger, die so zielsicher das WTC getroffen haben, es beim nächsten mal auf ein AKW älterer Baureihe absehen, welches eben nicht Flugzeugabsturzresistent ist. Oder ein durchgeknallter, liebesirrer, alle Menschen hassender Privatflugzeugbesitzer. Herr Rust hat es auch bis zum Roten Platz geschafft, da wird man`s doch auch von Fulsbüttel bis nach Krümmel schaffen... ------------------ ralfi Selbes Getränk, neue Flasche. Gardaseetippssuche Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Marita Mitglied
   
 Beiträge: 1320 Registriert: 29.12.2005 Hans Dampf in allen Gassen
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 14:16 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von ford.prefect: Hallo, ich finde die Diskussion über die Kernkraft zum jetzigen Zeitpunkt schon etwas scheinheilig, ...
Warum? Was könnte im Wahljahr denn wichtiger sein, als die Bürger, die jetzt natürlich um ihre eigene Sicherheit besorgt sind zu "beruhigen" ------------------ Liebe Grüsse, Marita "Leben ist nicht genug. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." --H.C. Andersen-- Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Arne Peters Mitglied CAD Dokumentation / Training / Programmierung / Datenbanken
 
 Beiträge: 463 Registriert: 24.05.2002 -
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 13:49 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Fyodor: [...]Das Müllproblem haben wir schon, auf ein paar Tonnen kommt es ehrlich nicht mehr an [...]
Tja, so geht es immer. Warum nicht Waffen in Krisenregionen liefern. Die anderen machens ja auch. u.s.w. Zitat: Original erstellt von Fyodor: [...]Und nicht nur, wie es die Müslitaliban gerne machen, [...]
Mit dümmlich beleidigend disqualifiziert man sich nur selber.
Zitat: Original erstellt von Fyodor: [...]Menschenketten bilden die laut "dagegen" schreien. [...]
Wer guckt hin, wenn nicht Aufmerksamkeit erregt wird? Wofür man ist, ist auch genug gesagt, und es gibt auch keinen Grund, allen Demonstranten die Qualifikation abzusprechen. Und Demonstration gehört übrigens auch in die Rubrik Zivilcourage. Vielleicht ist es aber nur gesunder Menschenverstand. Wenn ein Rohr in 1500m Wassertiefe platzt, kann man eben nicht mal schnell eine Stöpsel draufstecken. Wenn ein Supertanker in scherer See havariert, guckt man zu. Wenn Techniken größerer Dimensionen außer Kontrolle geraten, guckt man schnell einfach nur noch zu, wie hier wohl auch der Fall. Es scheint doch eher ein Rückzugsgefecht zu sein. Bisher war jeder Bericht ein Zustandbericht, der innerhalb weniger Stunden überholt war. Man will es nicht hoffen, aber auch das Erreichen einer kritischen Masse in einer Kernschmelze wird ja nicht mehr augeschlossen. Es ist ganz klar: Nicht abwägbare Risiken, profitorientiertes Handeln und menschliches Versagen bilden die Summe. Auch ein sehr unwahrscheinliches Ereignis kann morgen eintreten. Eine klare Ansage wäre: "Wir nehmen das Risiko eines schweren Unfalls mit Austritt und Verteilung des radioaktiven Materials in Deutschland in Kauf, da wir es für sehr sehr gering und die Folgen für vertretbar halten." Aber dieses Risiko abzustreiten ist Unsinn. Selbst, wenn hier nicht dasselbe Szenario vorkommen kann, so ist ein Beispiel für das Versagen des Gesamtsystems. Die Frage ist, was ist ein abstraktes Risiko und was ist reales Risiko. Wie wird es wahrgenommen. Welches nehmen wir in Kauf und welches nicht. Und evtl. spielt die Größe der möglichen Kathastrophe eine Rolle dabei, was man in Kauf nehmen möchte und was nicht. Nimmt man das Risiko in Kauf? Wer kommt für den Schaden auf? Wie sehen die Alternative und ihre Risiken aus? ------------------ Arne Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Fyodor Mitglied Dipl.-Ing.(FH) Maschinenbau
  
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erstellt am: 15. Mrz. 2011 12:52 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Clinton: Die Welt wird danach nicht mehr die gleiche sein.
Du kennst die Menschheit scheinbar nicht gut genug... die Welt WIRD die gleiche sein. Die Japaner werden weitere Kernkraftwerke bauen, weil sie sie brauchen und noch immer wollen (Tatsächlich, ja!). Hier in Europa wird die Betroffenheitsindustrie noch ein paar Wochen oder Monate heftig arbeiten, und spätestens Mitte des Jahres ist wieder Ruhe im Wasserglas. Ja, das Ereignis ist schlimm, und ja, man muß einen Weg finden von der Kernkraft (Nicht Atomkraft, ich kann das nicht mehr hören, wann lernen die ganzen Schmierfinken das endlich!) los zu kommen, so früh wie möglich. Aber "so früh wie möglich" bedeutet eben nicht "früher als möglich". Das Müllproblem haben wir schon, auf ein paar Tonnen kommt es ehrlich nicht mehr an, und zumindest vor einem Tsunami sind wir in Mitteleuropa sicher. Wir müssen jetzt konstruktiv und gemeinsam daran arbeiten, tragfähige Alternativen zur Kernkraft zu finden. Und nicht nur, wie es die Müslitaliban gerne machen, Menschenketten bilden die laut "dagegen" schreien. Wir brauchen kein "gegen" etwas altes, sondern ein "für" etwas neues, das auch funktioniert und tragfähig ist. ------------------ Cheers, Jochen Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
ugu_hro01 Mitglied Konstrukteur

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erstellt am: 15. Mrz. 2011 12:35 <-- editieren / zitieren -->
Hi,hier mal ein paar (weitere) Informationen… Allerdings sind gute Englischkenntnisse notwendig. http://www.iaea.org/Publications/Reports/ntr2010.pdf -> ab S.7 "wer hat wieviele AKW" und ab S.115 "Welches AKW ist von welchem Typ" zu finden auf: http://www.iaea.org/ unter: http://www.iaea.org/Publications/Reports/index.html Gruß Ulf Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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