|
Autor
|
Thema: Zukunft der Atomkraft ? (124670 mal gelesen)
|
metz Plauderprofi V.I.P. h.c. Techniker Maschinenbau Datenbank Knecht
     
 Beiträge: 2358 Registriert: 16.02.2009 z.Z. SWX 2010 SP4.0 Win7 Professional Intel Xeon 2,8GHz 6 GB RAM NVIDIA Quadro FX 580
|
erstellt am: 12. Mai. 2011 08:37 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Canadabear:
da kommt aber meist nur fossiler brennstoff zum einsatz,
Ich habe letzte Woche das Ende eines Berichts gesehen, wo es auch um die dezentrale Stromerzeugung ging. Da wurde von einer Gemeinde im Osten der Republik berichtet (leider hab ich es nicht genau mitbekommen wo)die ihren Klärschlamm im Blockkraftheizwerk verbrennen und ihr Stromnetz von dem großen Versorger zurückgekauft haben und somit auch keine Durchleitungsgebühren zahlen müssen. Von solch Gemeinden sollte es viel mehr geben und solche Aktionen sollten auch von den Ländern und dem Bund gefördert werden. Es darf nicht sein, dass wir uns von 3 oder 4 Versorgern, die das Stromnetz gleichmäßig untereinander aufgeteilt haben abhängig sind. Die Konzerne nehmen ein Schweinemoos für die Durchleitung mit der Argumentation, dass sie das Netz ja auch in Stand halten müssen und tun es dann doch nicht, wie man vor kurzem in NRW gesehen hat als die Strommasten unter der Schneelast auf Grund von Überalterung umgeknickt sind! Sicherlich muss man für Notfälle und Spitzenzeiten wenn man mit den Dezentralen nicht mehr auskommt auch noch wenige Zentrale Kraftwerke haben. Ganz ohne geht es nicht, dass ist mir klar. ------------------ Gruß Harald ____________________ Ama et fac quod vis! Wenn du Schmetterlinge im Bauch haben willst, musst du dir Raupen in den Hintern schieben!  Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Leo Laimer Ehrenmitglied V.I.P. h.c. CAD-Dienstleister

 Beiträge: 2556 Registriert: 24.11.2002 nachdenken umdenken abschalten abwracken ruhig schlafen
|
erstellt am: 12. Mai. 2011 06:31 <-- editieren / zitieren -->
Momentan PV und Wasserkraft.Und weils grad in den Medien ist, das muss man sich mal wirklich durch den Kopf gehen lassen: Atomstrom ist unbezahlbar: http://www.heise.de/tp/blogs/2/149825 ------------------ mfg - Leo [Diese Nachricht wurde von Leo Laimer am 12. Mai. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Canadabear Mitglied Konstrukteur
 
 Beiträge: 158 Registriert: 30.06.2010 Inventor 2009 / 2011
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 22:48 <-- editieren / zitieren -->
@Leo an was fuer projekten arbeitet ihr denn, welche art der stromerzeugung wollt ihr nutzen?
Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Leo Laimer Ehrenmitglied V.I.P. h.c. CAD-Dienstleister

 Beiträge: 2556 Registriert: 24.11.2002 nachdenken umdenken abschalten abwracken ruhig schlafen
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 21:50 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Canadabear: ...da seh ich dann eher die loesung in richtung blockheizkraftwerk wo man dann auch das kabelnetz nicht angewiesen ist...
Wie kommst Du darauf? Ein BHKW zeichnet sich vor Allem dadurch aus, dass es die bei jedem Strom"erzeugungs"prozess anfallende Abwärme zum Heizen verwendet. Im einfachsten Fall, ein Gasmotor, der über einen Generator mit ca. 30% Wirkungsgrad Strom erzeugt, und dessen Abwärme aus Abgas und Kühlwasser weitgehend per Wärmetauscher in ein Fernwärmenetz eingespeist wird, wodurch sich ein Gesamtwirkungsgrad von über 80% ergibt - wenn Wärme und Strom gleichzeitig voll verbraucht werden. Ein BHKW könnte im Inselbetrieb laufen, aber Sinn macht das nur auf einer "Insel" (Berghütte o.Ä.). Mitten in der Zivilisation wird man sich hüten eine Insel aufzubauen, das kostet nur Unmengen Geld und drückt den Wirkungsgrad. ------------------ mfg - Leo Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Canadabear Mitglied Konstrukteur
 
 Beiträge: 158 Registriert: 30.06.2010 Inventor 2009 / 2011
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 21:24 <-- editieren / zitieren -->
und da liegt das problem, die EVU'sdie haben das kabelnetz, wenn also immer mehr kleinerzeuger hinzukommen liefern die immer weniger strom selber, also werden sie versuchen noch weniger fuer die einspeisung zu zahlen mit der begruendung: die kleinerzeuger sind ja auf die kabel der EVU angewiesen. da gehts dann nur noch durch gesetze der regierung die den EVU verpfichtet ihr kabelnetz zur verfuehgung zu stellen. da seh ich dann eher die loesung in richtung blockheizkraftwerk wo man dann auch das kabelnetz nicht angewiesen ist. da kommt aber meist nur fossiler brennstoff zum einsatz, oder photovoltaik, auf dem lande ist auch noch windenergie moeglich. nur da gibs ja die angesprochenen themen, wenn mein nachbar es nicht will das ich mir eine windanlage aufstelle kann ich nichts machen. [Diese Nachricht wurde von Canadabear am 11. Mai. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Leo Laimer Ehrenmitglied V.I.P. h.c. CAD-Dienstleister

 Beiträge: 2556 Registriert: 24.11.2002 nachdenken umdenken abschalten abwracken ruhig schlafen
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 21:11 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Canadabear: also das mit dem localen erzeugen der energie klingt in der ersten sekunde gut aber ist auch an der realitaet meilenweit vorbei...
Genau umgekehrt ist es: Die lokale Erzeugung klappte sowas von leicht und einfach, wenn man nur will und etwas Phantasie mitbringt. Wir sind grad dabei eine Handvoll Projekte auszuarbeiten für unsere Gegend hier, und man kommt aus dem Staunen nicht raus was da möglich ist. Der ganz grosse Hemmschuh ist natürlich der Preis: Wenn man beim EVU einkauft, zahlt man grob 0,2 pro kWh. Wenn man einspeist bekommt man 0,1 (ohne jegliche Förderung). Wenn man nur für den Eigenverbrauch produzierte, also mit ersparten 0,2 rechnen kann, liegt die Parität für PV in Reichweite (Amortisationszeit 15-20 Jahre). Wenn man ungefördert einspeist liegt sie weit jenseits der Lebensdauer der PV-Anlage. Dabei ist es unrichtig, dass das EVU "für das Netz" 0,1 für sich behält: Eigentlich ersparen sich die EVU den Netzausbau wenn Viele lokal erzeugen. Also, ehrlicherweise müsste man für den lokal erzeugten Strom mehr als 0,2 bekommen. Ehrlicherweise. Aber die EVU's sind halt schlau, die behaupten ständig man müsse genau für die Alternativen das Netz ausbauen. Wirklich brauchen tun sie das Netz aber in Wirklichkeit für den transkontinentalen Stromschacher. ------------------ mfg - Leo Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Thomas Harmening Plauderprofi V.I.P. h.c. Arbeiter ;-)
     
 Beiträge: 2099 Registriert: 06.07.2001 |ænn| We work in the dark. We do what we can. We give what we have. Our doubt is our passion and our passion is our task. The rest is the madness of art.
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 21:11 <-- editieren / zitieren -->
@tvd, danke war zu faul ,-) PI()*112*17,7*0,06@Canadabear, Feldheim, & kleine Gemeinden die kein Geld haben... Eine Gemeinde besteht ja nicht nur aus den Leuten die im Rathaus sitzen mit dem richtigen Konzept ist vieles möglich. Werde dein eigener Stromerzeuger. Wenn du sie nicht mit der ökologischen Argumentation erreichst, dann vielleicht mit der merkantilen Argumentation. Die Kosten für ein Flusskraftwerk, das bei uns letzten Monat fertiggestellt worden ist, betragen ca. 3MIO€, davon 800.000€ vom Staat bezuschusst. Es werden damit ca. 400 Haushalte mit Strom versorgt - umgerechnet 8000€ je Haushalt. In solche Projekte investieren ist u.U. billiger als eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bauen lassen? Das Flusskraftwerk dient nur als Bsp. [Diese Nachricht wurde von Thomas Harmening am 11. Mai. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Krümmel Mitglied Dreher Produktentwicklung Prototypenbau

 Beiträge: 71 Registriert: 14.09.2008 Was mit SWX so alles geht ;-)
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 21:02 <-- editieren / zitieren -->
Hallo,geht doch viel simpler Einfach eine Flugverbotszone einrichten Grüße Andreas ------------------ Stillstand ist Rückschritt Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Torsten Niemeier Mitglied Maschinenbau Ingenieur
 
 Beiträge: 302 Registriert: 21.06.2001 "ZUSE I.36", 8 BIT, 32 Lämpchen, Service-Ölkännchen "ESSO-Super", Software: AO auf Kuhlmann-Parallelogramm-Plattform ** CSWP 04/2011 ** ** CSWE 08/2011 **
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 20:51 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von tvd: [QUOTE]Mal bissle klugsch...: Bei nem V112-3.0 MW Offshore mit nem 112m Rotor bei max. 17,7 rpm ergibt sich eine Geschwindigkeit von ca. 373 km/h an den Blattenden.
Dann sollten sie die Dinger vielleicht dreimal so schnell laufen lassen. Der Mach'sche Kegel würde die Vögel anständig vorwarnen... [Diese Nachricht wurde von Torsten Niemeier am 11. Mai. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Canadabear Mitglied Konstrukteur
 
 Beiträge: 158 Registriert: 30.06.2010 Inventor 2009 / 2011
|
erstellt am: 11. Mai. 2011 20:43 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Thomas Harmening: Auf die 7% Stromerzzeug kann man gut verzichten wenn 7 Reaktoren vom Netz gehen -Panik-Abschaltung hin oder her  Alternativen? Schaue die mal die Entwicklung der Stromerzeugung in D, KAN, USA an und vergleiche - Was möglich wäre, wenn es politisch gewollt ist. Argumente >Gegen< finden sich immer - es gilt hier auch das St. Florian Prinzip - bitte verschont mich. IMHO sollte jede Gemeinde Lokal ihren eigenen Strom produzieren... Vogelhäcksler ;-) auf was für Ideen die Leute kommen - so ein 60m Propeller, dreht sich wie schnell? Monokulturen - nicht erst seit gestern vorhanden Vernichtet Nahrungsmittel - würde in der EU noch weiter der Nahrungsmittelanbau forciert werden, wären die Preise für Lebensmittel noch weiter im Keller, so ist nicht unwillkommen weniger Lebensmittel anzubauen und dafür 'Energiepflanzen' - es wird doch immer mehr nur das angebaut/gehalten was am meisten( samt Subv.) bringt und nicht für den Nahrungs-Bedarf ;-) Nebenbei ist die Eu immer noch Top im Nahrungmittel Export... Ob wir jetzt E5 habe oder E10 ist erstmal egal, die zusätzlichen 5% brauche ich nicht in E10 haben. Die nicht beigemischten Margen sich vielleicht in einem Blockraftwerk besser verwerten - das im Gegenzug 0% fossile Rohstoffe verbraucht?
also das mit dem localen erzeugen der energie klingt in der ersten sekunde gut aber ist auch an der realitaet meilenweit vorbei. zum einen muesste dann jede gemeinde ein kraftwerk haben, da eine kleine gemeinde wenig geld hat und sich kein kraftwerk leisten kann muessen alle ohne strom auskommen. die argumente die ich da aufgezaehlt habe sind argumente der gegner der sachen, 90% der argumente sind kompletter bloedsinn. zu den narungsmitteln: das mit der nutzung der rohstoffe zur enegiegewinnung finde ich persoenlich gut, da so die moeglichkeit besteht fuer die landwirte mehr fuer ihre produkte zu bekommen als wenn sie sie als nahrungsmittel verkaufen. denn wenn man sieht was die bauern fuer ihre produkte bekommen koennte man k...en. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |