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Thema: Zukunft der Atomkraft ? (124665 mal gelesen)
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reflow Mitglied Dipl. Ing. Maschinenbau

 Beiträge: 83 Registriert: 27.10.2005 SWX 2011 SP 3.0 mit SolidWorks Flow Simulation, TopsWorks, SPI SheetmetalWorks, Vista 64 Bit Intel Q9400, 8GB RAM
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 17:49 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Clinton: Technisch ja, aber wie? Die Finnen wollen es in einem Granitberg lagern, in Deutschland will man es in einem Salzstock machen: In Asse hat es nicht ganz so gut geklappt, die Bergung der Abfälle wird den Steuerzahler Milliarden kosten. Wie es sicher geborgen werden kann, weiß noch niemand...Clinton [Diese Nachricht wurde von Clinton am 13. Mrz. 2011 editiert.]
Asse II ist - leider - der schlagende Beweis dafür, wie man auch noch das beste Konzept durch eine hinreichend lausige Umsetzung in sein Gegenteil verkehren kan. Warum? Ganz einfach: Salzstöcke beweisen schon alleine durch ihre Existenz, daß sie über geologische Zeiträume hinweg keinen Kontakt zu wasserführenden Schichten oder gar zur Biosphäre hatten. Dadurch - und dort einige weitere vorteilhafte Eigenschaften des Steinsalzes drängt sich ein Salzstock als Endlager geradezu auf. Streng genommen gilt das natürlich nur bis zu seinem bergmännischen Aufschluß; irgendwie muß der Bergmann ja reinkommen. Und auf seinem Weg nach unten muß der Bergmann zwangsläufig wasserführende Schichten durchteufen. Und auch wie weit der Salzstock genau reicht, das weiß man auch erst dann genau, wenn man andere Gesteinsformationen erreicht hat. Die Asse II wurde zunächst als gewöhnliches Bergwerk zur bergmännischen Ausbeutung eines Salzstockes aufgefahren. Die Förderung mußte aber nach kurzer Betriebsdauer aufgegeben werden - wegen unkontrollierbarer Wasserzuflüsse. Es gibt nun in Deutschland wirklich keinen Mangel an Salzstöcken. Gerade diese Salzgrube dann als Endlagerstätte heranzuziehen... auf diese Idee muß man erst mal kommen. In eine solche Lagerstätte radioakives Material mit dann Absicht und gezielt noch so einzubringen, daß es eben gerade nicht mehr rückholbar sein soll - wie in der Asse geschehen - das steht dann schon jedem gesunden Menschenverstand diametral gegenüber. Mich verwundert da eher, daß es unter diesen Voraussetzungen so lange gutgegangen ist. Und noch bis vor gar nicht langer Zeit hat kein zuständiger deutscher Minister die Nutzung der Asse ernsthaft in Frage gestellt - auch kein grüner. Die passenden Schlüsse daraus bezüglich Kernkraft und auch aller anderen Technikfolgen mag jeder für sich selber ziehen. Gruß
Ron
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myca Mitglied Konstrukteur

 Beiträge: 30 Registriert: 15.06.2007 SW 2007 SW 2008 SW 2009 2,67 GHz,2 GB, ATI FIRE GL V5200, XP 64
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 17:45 <-- editieren / zitieren -->
Hallo Mike, jetzt bin ich aber traurig...
Zitat: Solarenergie: Wer will sein Hausdach mit Solarzellen bestücken welche in ihrer Lebensdauer gerade mal etwas mehr Energie produzieren wie sie für die Herstellung, Transport, Montage, etc. benötigt haben?
Neulich gabs ja einen Bericht über Sonne, Sonnenenergie, Wüsten, Energieerzeugung... Fest steht - Technologie ist da, "Anbaufläche" ist da und die Sonne auch... Bloß wer hätte ein Interesse daran es umzusetzen? Doch nicht die A..., die aus Profitgier CO2 in die luft pumpen, als Errungenschaft die Verschmutzungszertifikate anpreisem, Atomreaktoren ohne azsreichende Sicherheit in Betrieb nehmen und halten.. So lange wie die Kumpels von der Börse regieren, wird sich nichts ändern! Eins noch (hab nicht gewusst, daß es so viele waren) - bei Tschernobyl sachickte man 800.000 Leute in den mehr oder weniger sicheren Tod. WER IST BEREIT ES FREIWILLIG IN JAPAN ODER DEUTSCHLAND ZU TUN ??? Gehe von aus keiner - also laß es zu einem "Chinasyndrom" eskalieren. G. thomas ------------------ Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Leo Laimer Ehrenmitglied V.I.P. h.c. CAD-Dienstleister

 Beiträge: 2556 Registriert: 24.11.2002 nachdenken umdenken abschalten abwracken ruhig schlafen
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 17:38 <-- editieren / zitieren -->
Ich wuerde sagen, Jeder der nun noch immer nicht vollkommen GEGEN ATOMKRAFT ist soll schleunigst nach Japan fahren und solange drueben bleiben bis er seine Lebenseinstellung uberdacht hat. Atomkraft ist eine Technik, die nicht beherrscht wird. Raus, aber schnell. Das risendicke Ende mit der ungloesten Endlagerfrage kommt eh noch und da muessen wir uns eh noch die Zaehne ausbeissen. Muessen wir, unsere Nachkommen und die gesamte Menschheit fuer mehrere hunderttausend Jahre.------------------ mfg - Leo Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Oberli Mike Plauderprofi V.I.P. h.c. Maschinen Ing. und CAD - Admin

 Beiträge: 6189 Registriert: 29.09.2004 Wie Heiss ist das Eisen wirklich?
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 17:12 <-- editieren / zitieren -->
[Edit][Diese Nachricht wurde von Oberli Mike am 14. Mrz. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Arne Peters Mitglied CAD Dokumentation / Training / Programmierung / Datenbanken
 
 Beiträge: 463 Registriert: 24.05.2002 -
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 16:44 <-- editieren / zitieren -->
Recht hoher Puls für einen langen Trainingslauf. Aber evtl. bist Du noch jünger. Wie lange willst Du denn brauchen? ------------------ Arne [Diese Nachricht wurde von Arne Peters am 13. Mrz. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Clinton Mitglied Dipl.-Ing. Ma_Lu_Ra
  
 Beiträge: 702 Registriert: 11.11.2003 HP xw4600, Core2Quad Q9550 2,83GHz, 8GB, FX1800, HP LP2475w, Win7 Pro64, HP nx6325,Turion64X2,4GB, ATI Radeon Xpress 1150, Win XP32, CATIA V5 R19,18, SWX Premium 2011x64, SP4, VARICAD2011-1.10, DraftSight, OpenOffice 3.2, Bleistift und Papier
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 16:42 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Oberli Mike: Technisch ist die Endlagerung gelöst, es ist nur noch ein politikum.
Technisch ja, aber wie? Die Finnen wollen es in einem Granitberg lagern, in Deutschland will man es in einem Salzstock machen: In Asse hat es nicht ganz so gut geklappt, die Bergung der Abfälle wird den Steuerzahler Milliarden kosten. Wie es sicher geborgen werden kann, weiß noch niemand...
Clinton [Diese Nachricht wurde von Clinton am 13. Mrz. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Oberli Mike Plauderprofi V.I.P. h.c. Maschinen Ing. und CAD - Admin

 Beiträge: 6189 Registriert: 29.09.2004 Wie Heiss ist das Eisen wirklich?
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 16:38 <-- editieren / zitieren -->
[Edit][Diese Nachricht wurde von Oberli Mike am 14. Mrz. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Ex-Mitglied
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 16:17 <-- editieren / zitieren -->
Malzeit Es ist nicht das Problem, dass bei uns alles kaputt diskutiert wird, nicht nur im Zusammenhang mit neuen Technologien. Vielmehr muss man erkennen, wie die Meinungsbildung bei der breiten Volksmasse von sogenannten und teilweise selbsternannten "Experten" manipuliert wird. Da spielt es keine Rolle, was gut oder schlecht, umweltverträglich oder umweltschädlich ist. Nur die Gewinnmaximierungsstrategie wird verfolgt oder eine Handlungsweise nach einer vorschnell gefassten Meinung. Auch wenn ein paar Menschen auf der Stecke bleiben und die Umwelt zum Teufel geht. Hat man aus Tschernobyl gelernt? Im Zusammenhang mit Kernenergie von Sicherheit zu sprechen ist genau so Selbstverarschung wie man annehmen könnte, dass Technik beherrschbar ist. Aber wenn schon Kernkraftwerke, dann doch nicht die Bauart Siedewasserreaktor in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet wie Japan. Von der Sorte "Siedewasser" haben wir in unserer High-Tec-Republik auch 8 in Betrieb. Sind halt billiger als andere Bauarten, aber haben ein höheres Gefährdungspotential. Die vielen betroffenen Menschen in Japan verdienen unser Mitleid und Anteilnahme. |
nightsta1k3r Plauderprofi V.I.P. h.c. Ich weiß, wo der Hammer hängt

 Beiträge: 6496 Registriert: 25.02.2004 Hier könnte ihre Werbung stehen!
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 15:35 <-- editieren / zitieren -->
Zitat: Original erstellt von Krümmel: Hochtechnologie-land Deutschland baut den Transrapid und der potentielle Kunde kann sich den in China anschaun
und schon wird wir alles nach Bedarf irgendwie zusammengeworfen .Die Transrapidstrecke in Shanghai (ich war schon zweimal dort) ist ein deutsches Prestigeobjekt. Die eigentliche Teststrecke für Kunden ist in D, mit unrühmlichem Unfall vor ein paar Jahren. Das Prestigeprojekt in Shanghai wurde unter größtmöglichem Verlust für alle Seiten verwirklicht. Der Transrapid dort wird nie schwarze Zahlen schreiben, aber von China aus Prestigegründen halt weiter betrieben, z.B. voriges Jahr wegen der Expo. Wieviel die deutsche Industrie weiterhin da reinstecken darf, weiß ich nicht. Tante Edit hat Tippfehler gefunden.
[Diese Nachricht wurde von nightsta1k3r am 13. Mrz. 2011 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Gerhard Deeg Moderator Konstrukteur aus Leidenschaft
 
 Beiträge: 438 Registriert: 17.12.2000 CREO - OSD - OSM HP XW4400 - XW4600 HP NW8240 NVIDIA QUADRO FX1500 NVIDIA Quadro FX1800 HP Mini 210 2002sg
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erstellt am: 13. Mrz. 2011 15:31 <-- editieren / zitieren -->
Hallo Andreas,wir bauen Windkrafträder und tragen den Strom über Batterien zu den Verbrauchern. Wir bauen ICE's und fahren mit 200 wenn's kalt ist. Und wenns warm wird, fallen die Menschen um wie Fliegen. In Berlin haben wir genug Wasser, pumpen es aber nicht ab, sondern den Häuslebauern drückt es in die Keller. Wenn noch jemand was weiß einfach anhängen. Gruss Gerhard
------------------ Jeder erfüllte Wunsch ist ein Traum weniger Träume sind die Sonnenstunden der Hoffnung Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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