erstellt am: 23. Feb. 2007 00:01
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Selbst Schuld, wer so interessante Formulierungen wie Bär steppt ins Bett benutzt
.Die Frage drängt sich dem geneigten Leser ja förmlich auf, warum die verwirrte Menschheit allabendlich in ihr Bett steigt. Üblicherweise legt sich der überwiegende Teil obenauf und bedeckt sich mit irgendwelchen Resten vorzeitig verschiedenen Federgetiers, dass dem sie umhüllenden Baumwoll-, Seiden-........grab nicht schnell genug entkommen konnte. Hat natürlich Einiges an Vorteilen gegenüber den bei der vorzugsweise tagsüber schlafenden und nachts mehr flatternden Zunft beliebten hölzernen Schlafstattabdeckungen zu bieten: Gibt's im Supermarkt für den Gegenwert einer gepflegten Stunde Surfens auf cadde vom Rechner im Büro, die weiche Polsterung kommt in diesem Falle quasi aus sich selbst und die auf dem der Kirche angeschlossenen Gottesacker heimischen Wenig- bis Garnichtfüßler hat man zwar angeblich auch schon in dem einen oder anderen Bett gesichtet, nur liegt die Dichte dieser Berichte imo noch deutlich unter der von Wasserstoff. Ehrlicherweise muss man dem besagten Federvieh zugestehen, dass es doch eher selten bei cadde oder im Supermarkt vorbeischaut, die biologische Federung auch schon im nicht entkernten Zustand bestens und vor allem zum eigenen Vorteil nutzen zu weiß und von Kirchen und Gott vermutlich so viel hält, wie von einem Gameboy im Futternapf.
Irgendwie bin ich jetzt von der Weisheit in die Binsen gekommen, aus den Federn ins Federvieh....
....Nun ja, das Thema ist, wie erwähnt, recht interessant und vielschichtig. Deswegen gibt's auch nur diesen kurzen Abriss. Jeden Aspekt dieses Themas auszuleuchten würde zwangsläufig die Batterie der besten Taschenlampe leeren, die man vorzugsweise als Kind und unter den schon angeführten Bettdecken benutzt hat.
"Ins Bett" ging schon - damals als Kinder hatten wir so ein Bett mit ausziehbarem Rollkasten für einen der jüngeren Bewohner der Heimstatt meiner kindlichen Nächte. Und selbige sind - also es geht jetzt nicht mehr ums Federvieh - wie mancher aus Erfahrung weiß, hin und wieder doch recht nervtötend. So ein Bettkasten kann für eine zwischenkindliche Maßregelung doch schon recht hilfreich sein, zumindest wenn einem das Glück der früheren Geburt hold war.
Der andere wurde einfach samt seinem Bettkasten "ins Bett" geschoben (hm, erinnert mich jetzt an Wingis Körbchensitze im Flur).
So, damit ist das Thema Bett dann eigentlich durch. Der Begriff "ins Bett" kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur von jemandem geprägt worden sein, der ein älteres Geschwisterteil (btw auch eine interessante Wortschöpfung, deren Ursprung man bei Gelegenheit mal untersuchen sollte) als Bruder hatte. Oder breitschultrige Schwester....
Die Formulierung ist mir jetzt eigentlich auch nur ins Auge gefallen (!?), weil mir letztens der freundliche Angestellte in der dritten Etage bei Ikea nicht befriedigend erklären konnte, warum und wie ich mich in einen Sessel setzen solle, bevor er befremdlicherweise das Gebäude durch das nahegelegene Fenster verließ.
Das mit dem steppenden Bär ist etwas schwieriger. Einfachste Erklärung wäre jetzt, dass user21 sich einfach vertippt hat und meinte, "die Bär steppt". Da sich hier im WBF bisher aber niemals ein user mit pelzigem Nick zu Wort meldete, schließen wir diese Möglichkeit vorsichtshalber aus, da man wohl davon ausgehen muss, dass der Blick auf Frau B.s Steppkünste eher dem familiären Umfeld gewährt wird, als uns mit den nicht dem Tierreich nahestehenden Nachnamen.
Der Ansatz im politischen Umfeld zu suchen, ist aber garnicht so schlecht. Dort wo Durchsetzungsvermögen gefragt ist, hat die Bärentaille gegenüber der Moss-Figur deutliche Vorteile: Man wird gesehen und trägt die erdrückenden Argumente immer bei sich.
Damit hätten wir den Bären dann auch erlegt. Der Kohl war die Vorlage. Die Figur stimmt, das Eigene "Ich" öffentlich und unverblümt darzustellen war auch mit oder gerade ohne den Nobbi nie ein Problem und man stelle sich jetzt einen zwei Meter großen, übergewichtigen Bären auf offener Bühne, den Brettern die die Welt bedeuten, bildhaft vor der dazu noch (wo wir gerade bei dem Thema waren) leicht wie eine Feder aus feinstem Federstahl und in annähernd gleicher Größe auf dem unter ihm liegenden Gebälk steppt. Nach den bekannten Gesetzen der Physik müsste die allseits beliebte Gravitation in einem solchen Fall hoffnungslos überlastet sein, dies den Brettern unter sich mitteilen, worauf sich diese unweigerlich zumindest biegen. "Der Bär steppt" könnte also ein Synonym für "...bis sich die Balken biegen" sein. Der Kohl ist hier ja wohl wieder der schlußendliche Beweis in sich selbst.
Manch einer fragt sich jetzt, wer hier wohl im Forum lügen könnte, bis sich die Balken biegen. Ich mich nicht - das war ich. Ich hatte als Kind garkeine Taschenlampe unter der Bettdecke. Die Wandlampe hing ja gleich daneben.
Glaube, irgendwas war im Tee.
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.o.
[Diese Nachricht wurde von ole am 23. Feb. 2007 editiert.]
[Diese Nachricht wurde von ole am 23. Feb. 2007 editiert.]