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AMB 2018: Messe überzeugt erneut


Die AMB 2018 war erneut eine Messe der Superlative: 120.000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche, 1.550 Aussteller und 91.000 Besucher. Das gab's noch nie. Mit dabei waren wichtige CAM-Hersteller, diesmal untergebracht in und vor der Halle 2, die ihre neuesten NC-Programmier-Möglichkeiten zeigten.

Stuttgart ist das Zentrum der deutschen Metallbearbeitung, behauptet die Stuttgarter Messegesellschaft. Das stimmt ganz offensichtlich, wie auch die AMB 2018 wieder deutlich werden ließ: Erster Messetag, eine Stunde nach Messebeginn und in der Halle 1 (Werkzeuge)war kaum noch ein Durchkommen. Das ist ungewöhnlich und zeigt das hohe Interesse der "Zerspaner" an Maschinen, Werkzeugen, Handlingssystemen und Software. und der Besuchersturm blieb bis zuletzt: Über 90.000 Fachleute haben sich informiert.
Es kamen aber nicht nur Interessenten aus Deutschland, insgesamt kamen 18% der Besucher aus nicht weniger als 83 Ländern!

Die Besucherqualität überzeugt auf hohem Niveau. Rund Dreiviertel gaben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein und 78% kamen mit konkreten Kauf- und Investitionsabsichten zur Messe. Mit 36% machte der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus. Danach folgten die metallbe- und verarbeitende Industrie 27%, Automobilindustrie/Fahrzeugbau 18%, Werkzeug- und Formenbau 12% und Metallbaubetriebe 10%. Mehr als ein Drittel der Besucher gaben an, nur die AMB und sonst keine andere Messe zu besuchen. Mehr als die Hälfte ist sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen wird.


Erster Messetag 9:00 Uhr, in kürzester Zeit war das Stuttgarter Messegelände voll.

Weiterempfehlen würden die AMB 88% der Besucher.

CAM als wichtiger Teil der Prozesskette

CAM ist heute ein wichtiger Teil des Prozesses vom Entwurf (CAD) über die Berechnung, die NC-Programmierung, bis zur Maschine.

CAM ist aber nicht nur ein regulärer Punkt in der Prozesskette, sondern zunehmend integriert in das "Spiel" Werkzeug, Maschine und Software.

Fortschrittliche Anwender holen bei "kniffligen" Teilen Fachleute vom CAM-Hersteller und vom Werkzeughersteller sowie die eigenen Zerspanungsspezialisten zusammen, um gemeinsam die bestmögliche Lösung zu erarbeiten. Dann wird auch bei schwierigen Teilen noch Geld verdient! Manche sehen darin sogar die einzige Chance, um von Deutschland aus weiter wettbewerbsfähig zu sein: Den "billigen" Teilen aus dem Ausland das geballte Fachwissen entgegen zu setzen. Darum mag man sich nicht wundern, wenn in diesem Bericht auch der eine oder andere Hinweis auf konkrete Werkzeuge zu finden ist.

Mehr Power für komplexe Teile

Wie in Solidworks sorgt jetzt auch in Solidcam ein Task-Fensterbereich für mehr Übersicht und CAM-Produktivität. Aus Vorlagen-Gruppen können Standardbearbeitungen nun einfach per Drag & Drop auf das CAD-Modell gezogen werden. Somit lassen sich beispielsweise alle M6-Gewinde am Werkstück mit einer einzigen Mausbewegung komplett programmieren.

Die neue Rückzugsoptimierung beim Bohren berechnet anhand des stets aktuellen Rohmaterials die minimal notwendige Z-Rückzugsebene bis zur nächsten Position. SolidCAM 2018 reduziert damit die Z-Verfahrwege und infolge die Bearbeitungszeit deutlich. Um Kollisionen zu vermeiden, werden, wie auch bei 2.5D Taschen- und Profiljobs, vorhandene Spannmittel sicher umfahren.


Die Maschinensimulation in Solidcam zeigt die vollständige Kinematik
aller Bearbeitungsachsen und verfügt über eine zuverlässige Kollisionskontrolle.


Drei Werkzeuge in einer einzigen Bearbeitung, ermöglicht das neue Feature-Multi-Werkzeug- in den iMachining 2D und 3D-Modulen. Waren für Schruppen, Grobschlichten und Schlichten mit verschiedenen Werkzeugdurchmessern bislang drei separate Jobs notwendig, gelingt das Anlegen der hocheffizienten iMachining-Jobs in SolidCAM 2018 jetzt noch schneller.

Hohe Zeiteinsparungen bei der Berechnung von 3D-Bearbeitungen verspricht Solidcam mit Turbo-3D-HSM. Die Berechnungsengine des neuen 3D High-Speed-Machining-Moduls mit echter 64-Bit-Architektur, soll alle vorhandenen CPU-Kerne des PCs nutzen und sorgt bei der Werkzeugbahnberechnung, sowie der Neuberechnung geänderter Jobs für 10- 20-fach schnellere Rechenzeiten. Damit verfügt Solidcam Turbo-HSM, so der Hersteller, über die schnellste 3D-Werkzeugbahnberechnung auf dem Markt, wie der Hersteller sagt.
www.solidcam.de

Hybrides CAM
Mit Camworks Additive bringt Camworks das einzige Hybridfertigungssystem (additiv und abtragend) für Solidworks. Bei automatischer Generierung von Stützstrukturen mit den neuesten additiven Technologien von Materialise, erstellt Camworks die Fertigungsoperationen, entfernt die Stützstrukturen und programmiert die Bearbeitungsfeatures automatisch. Auf die ersten Praxiseinsätze darf man gespannt sein.
www.camworks.com

Immer mehr Performance
Höchstleistungen in der Zerspanung sind immer das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels mehrerer Komponenten, wie das CAM-System, die Werkzeugmaschine und das Werkzeug, wie gesagt. Dies gilt in besonderem Maße für das Performance-Paket Hypermill Maxx Machining. Das Modul der CAD/CAM-Suite Hypermill bietet spezielle Bearbeitungsstrategien, um die Möglichkeiten der Bearbeitungszentren und ihrer Werkzeuge maximal auszuschöpfen. Zugleich sind die ausgeklügelten Bearbeitungsmethoden äußerst werkzeugschonend.


Highperformance Bearbeitung mit Hypermill Maxx.

Beim Schruppen bietet das Paket leistungsstarke 2D, 3D und 5-Achs-High-performance-Cutting-Strategien (HPC). Entlang trochoidaler Werkzeugbahnen wird im Gleichlauf gearbeitet, Vollschnitte und abrupte Richtungswechsel werden vermieden - das macht die Bearbeitung sehr werkzeugschonend.

Es werden ferner keine teuren Spezial- oder Sonderwerkzeuge benötigt. Mit handelsüblichen Schaft-, Radius- und Wendeplattenfräsern erreicht man ein hohes Spanvolumen bei zugleich langen Standzeiten. In der Anwendung des 5-Achs-helikalen Bohrens können auch nicht über Mitte schneidende Fräser zum Öffnen großer Kavitäten ohne Vorbohren verwendet werden. Sogar harte Werkstoffe wie Edelstähle, Titan oder Bauteile aus Nickelbasislegierungen können mit dieser Methode mit Standardwerkzeugen schnell und effektiv bearbeitet werden.
www.openmind-tech.com

Weltweit erstes Standard-Fräserprogramm für Hybrid Additive Manufacturing
Der Werkzeughersteller, Franken, stellt das weltweit erste Standard-Fräserprogramm für Hybrid Additive Manufacturing vor, welches eine Fräsbearbeitung im Prozess des additiven Aufbaus einer Bauteilgeometrie ermöglicht.


Das Franken Fräserprogramm "Hybrid Additive Manufacturing" wurde speziell für dieses Fertigungsverfahren entwickelt.
Es umfasst Kugelfräser und Schaft-Radiusfräser aus dem Programm Franken Expert,
die in ihrer Halsausführung, dem Schneidenbereich und der Beschichtung auf die
Anforderungen der hybriden additiven Fertigung ausgelegt sind.


Das "Hybrid Additive Manufacturing" ist ein Verfahren, bei dem das selektive Laserschmelzen im Pulverbett mit dem subtraktiven 3-Achs-Hochgeschwindigkeitsfräsen in einer Maschine kombiniert wird. Dadurch werden einerseits deutlich höhere Genauigkeiten und Oberflächengüten erreicht, als es durch das konventionelle Laserschmelzen im Pulverbett möglich ist. Andererseits schafft die Nullpunkt-Definition durch maschinenintegrierte Spindelkoordinatensysteme die Möglichkeit, hochpräzise Referenz- und Spannflächen für die nachgelagerte Prozesskette zu erzeugen. Daraus resultieren insbesondere für den Werkzeug- und Formenbau, Rapid Prototyping oder Kleinserienfertigung eine Minimierung der nachgeordneten Arbeiten, sowie völlig neue Gestaltungsspielräume bezüglich Design, Strukturen oder Materialeigenschaften.
www.emuge-Franken.com

- Karl Obermann -

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