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Thema: Ist 3D wirklich schneller? Wenn ja, wieviel? Gibt es Studien? (3453 mal gelesen)
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rheumatismus Mitglied Konstrukteur
 Beiträge: 5 Registriert: 20.03.2003
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erstellt am: 20. Mrz. 2003 21:21 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
In der Firma fragen wir uns ständig ob und wieviel 3D schneller als 2D ist. Wir arbeiten mit Logocad, was im 3D einfach schlecht ist. Also, wagen wir den Umstieg nicht so richtig: Die meisten zeichnen also weiterhin 2D. Und wir warten auf die neue Version. Nur ob die das Heil bringt, bezweifle ich sehr. Wo finde ich Vergleiche von 2D/3D-konstruktion. Und wo finde ich Vergleiche von 3D-Programmen? Und gibt es für diese Fragen ein geeigneteres Forum? Gruß
------------------ Kanno Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Franz Hiemstra Mitglied Diplom-Ingenieur
  
 Beiträge: 527 Registriert: 09.03.2001 SWX 96, ..., SWX 2019-64bit (prod) SWX Plastics VisiCad 18 (prod) Win 10 - 64 bit HP Zbook, HP-Z$ Nividia-GraKa
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erstellt am: 20. Mrz. 2003 22:14 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo Kanno, meine Antwort darauf mag dich vielleicht überraschen: 3D ist anders. Es kommt m.E. nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf Qualität an. 3D-Arbeit hat eine andere Qualität, eine andere Aussagefähigkeit. Das bedeutet, die Aussagefähigkeit ist höher und erlaubt es leichter, Fehler zu vermeiden. Da du im Solidworks-Forum fragst noch eine SWX  -bezogene Aussage: Wenn die 3D-Konstruktion richtig ausgeführt wird, sparst du dir wahnsinnig viel Zeit bei der Zeichnungserstellung, die du, wie ich vermute auf jeden Fall noch brauchst. Wir kommen in gewissem Prozentsatz durch konsequentes 3D-Arbeiten bereits ohne Papier aus. Ansonsten lege ich dir die SUCHEN-Funktion für deine Fragen ans Herz Gruß Franz Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Gandalf64 Mitglied Konstrukteur - CAD-Admin
  
 Beiträge: 583 Registriert: 29.01.2003
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 08:18 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo Kanno Also es gibt bestimmt Dinge, die in 2D schneller gehen. Aber prinzipiell sehe ich in 3D gerade bei größeren Baugruppen schon zum Teil enorme Zeitersparnisse, da ich ja gerade bei komplizierten Schnitten und Details nicht alles wie in 2D herleiten muß sondern einfach mehr oder weniger nur auf einen Knopf drücken muß. Und der Änderungsaufwand ist allemal geringer als in 2D. Desweiteren kann ich mich Franz nur anschließen. In der Regel ist die Fehlerquote in 3D wesentlich geringer und gerade für Kunden sind 3D-Baugruppen wesentlich anschaulicher. Wir schicken den Kunden sehr häufig neben den Zeichnungen auch 3D-Bilder. Gruß Michael Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
StefanBerlitz Guter-Geist-Moderator IT Admin (CAx)

 Beiträge: 8756 Registriert: 02.03.2000 SunZu sagt: Analysiere die Vorteile, die du aus meinem Ratschlag ziehst. Dann gliedere deine Kräfte entsprechend und mache dir außergewöhnliche Taktiken zunutze.
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 09:03 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo Kanno, und herzlich willkommen im SolidWorks-Forum. Wie meine Vorredner schon gesagt haben ist die Frage "um wie viel bin ich mit 3D schneller" nur schwierig zu beantworten (höchstens mit Radio Eriwan: es kommt darauf an). Der eigentliche Vorteil stellt sich auch nicht (nur) durch die Geschwindigkeit ein; im Gegenteil kann gerade am Anfang sogar Zeit liegenbleiben, weil noch kein Datenbestand vorhanden, ungeschickte (weil unerfahrene) Modellierierungen gemacht wurden, die besser noch mal gemacht werden sollten, unwilligen oder ungeschulte (!) Anwender ihrem "alten" Werkzeug hinterhertrauern usw. Ich hab dir unten mal eine Liste mit interessanten Beiträgen (auch Vergleiche) zusammengestellt, ist zwar viel zu lesen, aber das Wochenende steht ja vor der Tür, am Besten ausdrucken und in die Sonne setzen und an was anderes als Weltpolitik denken > Und wir warten auf die neue Version. Nur ob die das Heil bringt, bezweifle ich sehr Da stimme ich dir vollkommen zu, dass solltet ihr auf keinen Fall machen, sonst wartet ihr immer auf die nächste Version. Überprüft eure Anforderungen an vorhandenen, lauffähigen Versionen und werdet sehr vorsichtig, wenn irgendjemand euch verspricht, dass es "in der nächsten Version kommt"  Hier noch die Liste mit den Beiträge:
Ciao, Stefan ------------------ Inoffizielle deutsche SolidWorks Hilfeseite http://solidworks.cad.de Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Ulrike S Mitglied Supportingenieurin
 
 Beiträge: 256 Registriert: 25.02.2003
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 10:05 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Beim Bemaßen und Beschriften von 2D-Zeichnungen, die man ja für die Fertigung und Montage meist trotzdem noch braucht, wird man durch 3D nicht schneller. Diese Arbeit ist nach wie vor dieselbe, kann zwar erleichtert werden durch automatisch Übernahme von Maßen aus dem 3D-Modell, aber auch die muß man meistens doch wieder von Hand umsortieren. Beim Erstellen der Geometrie allerdings schätze ich - vorsichtig! - einen Zeitgewinn von mindestens 20%, wahrscheinlich aber höher. Weil man die Geometrie in der Zeichnung nicht für jede Ansicht neu erzeugen oder zusammenkopieren muß, sondern die Ansichten "auf Knopfdruck" entstehen. Man modelliert in 3D einmal, und hat dadurch schon alle Zeichenansichten, die man braucht, definiert - man muß sie nur noch ableiten, und das macht das System. Bis hierher ist es noch fast egal, welches 3D-System das ist! Nochmal - wieder vorsichtig geschätzt - rund 5-10% Zeitersparnis ergeben sich dann, wenn man ein 3D-System wählt, das intuitiv zu bedienen ist und eine gute Benutzerführung hat. Dann muß man nämlich auch für Funktionen, die man selten benutzt, nicht dauernd das Handbuch wälzen oder die Online-Hilfe durchstöbern. Ein System wie Solid Works, das dem Benutzer über Cursordarstellung, Statuszeile, kontextbezogene Menüs etc. ständig Hinweise gibt, ist da sicher besser als eines, das immer nur "mööp" macht, wenn man irgendwo klickt, wo gerade keine Funktion ausführbar ist. Und was auch viele unterschätzen - die Zeit, die für Rückfragen aus Fertigung und Montage draufgeht, läßt sich durch 3D minimieren, weil 1. die Iso- und Explosionsdarstellungen meist selbsterklärend sind und 2. z.B. Kollisionsprobleme schon während der Konstruktion in 3D erkannt werden können und nicht erst, wenn die Maschine "in echt" zusammengebaut wird. Fatal ist allerdings, wenn ein eingefleischter 2D-Konstrukteur seine gewohnte Arbeitsweise mit 3D beibehält. Ich habe schon Leute gesehen, die aktualisieren nach jedem Arbeitsschritt die Zeichnungsableitung, nur um zu sehen, ob sie richtig modelliert haben! Und dann beschweren sie sich, mit 3D ginge alles langsamer... Es ist also nicht nur eine Frage des Werkzeugs, sondern vielmehr eine Frage der Arbeitsmethodik. Und die wird in den Schulungen vermittelt - das ist IMHO ein Bereich, in dem man nicht sparen sollte. Denn das, was wirklich Geld kostet, sind nicht Schulung und Support, sondern Verluste durch ineffiziente Arbeitsweise, die einfach nicht sein müßten! Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Ex-Mitglied
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 11:10 <-- editieren / zitieren -->
Hallo kann Ulrike und Stefan nur zustimmen. Was ich in den letzten Jahren so hören durfte: "3D CAD ist teurer." "Warum machen sie alles in Cad? Machen sie doch Handskizzen oder ändern sie Zeichnungen mit Tipp Ex ab." "Seid wir AutoCAD haben geht alles langsamer, es ist ein Klotz am Bein." "Warum nehmen sie nicht ein Lineal und messen das Maß am Bildschirm ab." "Den Entwurf machte ich zuerst am 2D und dann übertrug ich es in 3D" "Was meinen sie damit, dass sie die Zeichnung vom Modell ableiten müßen?" "3D CAD ist langsam." "Entwurf machen wir in 3D und die Zeichnungen werden in ME10 erstellt, dazu haben wir ein ordentliches Konverterprogramm." Hoffentlich ärgert sich darüber niemand zu sehr. Muß etwas Luft ablassen und wünsche allen ein sehr schönes Wochenende ------------------ Viele Grüße wera [Diese Nachricht wurde von WERA am 27. März 2003 editiert.] |
m_hahn Mitglied Dipl.-Ing.

 Beiträge: 18 Registriert: 18.10.2001
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 18:37 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
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GEBO Mitglied Dipl.Ing. Maschinenbau
 
 Beiträge: 318 Registriert: 07.03.2001 MDT6 (IV Serie10)
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 19:36 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
also das sind alles Wünsche, ich persönlich brauche für 3D Konstruieren mehr Zeit als 2D, ca 20-30% mehr Aufwand. Trotz dem mit 2D möchte ich nichts mehr zu tun haben. Wo liegen die Vorteile und Ersparnisse. Teilweise ist schon beschrieben, also Fehler; bassere Darstellung, Änderungen, Nachkonstruieren, mehrfache Teilanbindung usw. Ein Teil zu Konstruieren Bedarf schon deswegen Mehraufawnd da es soll/muss vollparametrisiert werden, dann Anbindungen in der Baugruppe festlegen, ev. Tabellengesteuert und am Ende eine 2D-Ableitung erstellen Bemassen usw. Vorteil je mehr Aufwand am Anfang desto schneller und sicherer bei Abletungen, besonderes bei Serienfertigungen mit mehreren ähnlichen Produkten, desweiteren CAM bekommt fwertiges Produkt, was bedeutet der Programmierer braucht nicht nachkostruieren (zB. Zeichnungsbemekung "nach CAD-Modell 3D-Fräsen"). Mit der Zeit, wenn immer mehr Dateien/Teilen/Konstruktionen zur Verfügung stehen, ist die Zeit für die Konstruktion kürzer. Bei z.B. Sondermaschinen- oder Werkzeugbau ist der Aufwand immer gleich geringfügig durch Normteile beieinflust (aber das war auch mit 2D so). Noch eins, Schnittdarstellung mit 2D kann die Darstellung verfälscht gezeichnet werden, im 3D muß man mehr Ansichten/Zeichnungen erstellen. Ich konstruiere seit 5 Jahren 3D und vorher 15 Jahre 2D-CAD, Werkzeugbau und Sondermaschinenbau deswegen weiss ich was ich schreibe. Georg
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rheumatismus Mitglied Konstrukteur
 Beiträge: 5 Registriert: 20.03.2003
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 22:41 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Wir machen Montagemaschinen. Der Grundaufbau ist mit vielen Werksnormteilen realisiert, sodaß in einer Konstruktion, die jetzt ein konstrukteur macht, mehr Werksnormteile als neu konstruierte Teile sind. Ich zeichne übrigens 3D und kenne auch einige andere 3D-Programme, nur wie überzeuge ich den Chef? Ich selbst bin überzeugt, daß 3D besser ist, nur fehlen mir die stichhaltigen Argumente. Wenn ich Fakten auf den Tisch legen könnte, würde sich sicher was bewegen lassen. Aber wenn ich nur sage, "3D ist besser!", reicht das eben nicht. Gruß ------------------ Kanno Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
rheumatismus Mitglied Konstrukteur
 Beiträge: 5 Registriert: 20.03.2003
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 22:44 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Danke für die schöne Sätze-Sammlung. Übrigens, ich selbst zeichne 3D mit Logocad und kenne auch andere 3D-Programme, nur brauche ich stichhaltige Argumente und Fakten, um den Chef zu überzeugen. Gruß ------------------ Kanno Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
s.giehl Mitglied Ingenieur Maschinenbau/Fahrzeugtechnik
  
 Beiträge: 698 Registriert: 10.07.2002 THINK DEEP
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 23:07 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo Kanno, Vorschlag Überzeugungsansatz Nr. 1: Teste ein gutes 3D-Programm, mache eine gute Analyse, wieviel Dein Chef vorraussichtlich im Monat mehr verdient. Verdient er nach Deiner Analyse weniger, brauchst Du ihm die Analyse ja nicht zu zeigen. Vorschlag Überzeugungsansatz Nr. 2: Laß die Überzeugungsarbeit von Deiner Verkaufsabteilung übernehmen. Die sind darin sowieso besser. Du brauchst denen nur zu verdeutlichen wie schön doch die Produkte, die noch gar nicht existieren jetzt schon aussehen. Dann laß Dich dazu breit schlagen (mit entsprechender Gehaltserhöhung) ins 3D-Abenteuer einzusteigen. Ich selbst bin manchmal schneller mit 3D und manchmal langsamer. Wenn sich die Konstruktionen in Regeln fassen lassen (Varianten), und wenn die Konstruktionen geometrisch komplex sind, bin ich mit 3D viel schneller. siehe auch: http://ww3.cad.de/foren/ubb/Forum2/HTML/002197.shtml ------------------ Stefan Giehl TDG Technische Dienstverlening Giehl
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HarryD Mitglied Dipl.-Ing. Maschinenbau
  
 Beiträge: 597 Registriert: 01.12.2000
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erstellt am: 21. Mrz. 2003 23:10 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo zusammen, leider kann ich nicht sagen, daß mit 3D alles schneller ist. Meinen Erfahrungen nach brauchen gleichgute Konstrukteure am Brett und in 3D gleichlange für eine mittelkomplexe NEU-Konstruktion, bei der ich auf nichts vorhandenes zurückgreifen kann. Wenn konzentriert ohne Änderungen die Konstruktion durchgeführt werden kann, ist Brett sogar schneller (ist ja oft eine "reduzierte" Darstellung). Erst wenn am Ende der Konstruktion größere Änderungen anfallen (der Kunde ist schließlich König) und die Tusche schon trocken ist, ist jegliches CAD im Vorteil. Meinen Vorschreibern möchte ich zustimmen, daß die Qualität bzw. die Fehlerarmut der Zeichungen steigt. Vorausgesetzt die Fertigung macht was auf der Zeichnung steht, gibt es kaum noch Sachen die nicht zusammenpassen. Ein weiterer Vorteil ist die Erstellung von Blechteilen mit ihren zugehörigen Abwicklungen (gerade mal wieder bei Abdeckungen von Kettenumlenkungen durchexerziert), geht sehr schnell gerade auch wenn's überall sehr eng ist. Auch die Datenweitergabe an Lohnfertiger ist nicht zu unterschätzen, da ein Großteil der Programmierkosten entfällt, gerade bei Einzelteilen und Miniserien. Visualisierung ist auch sehr gut. Auch Einkäufer (Nicht-Techniker) sind in der Lage, sich die Konstruktion anhand eines räumlichen Bildes vorzustellen (Sogar meine Frau konnte unser Haus am Bildschirm wiedererkennen bzw sich besser vorstellen, wie es denn mal werden sollte) (Steht grad neben mir und guckt kritisch  ). Die Eigentliche Erstellung der Papierzeichnungen geht sehr schnell, wenn die Konstruktion nicht im Kontext erfolgt und gemäß dem Fertigungs verfahren erfolgt. Dann können fast alle Maße automatisch übernommen werden, sortieren muß man aber selber. Mehr fällt mir nicht ein. (Außerdem will mein Schatz noch spielen) ------------------ Gruß Harry Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
stahly Mitglied CAX-Koordinator
   
 Beiträge: 1016 Registriert: 29.07.2002 ...
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erstellt am: 22. Mrz. 2003 10:37 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Zitat: Original erstellt von HarryD: Hallo zusammen, ...Meinen Erfahrungen nach brauchen gleichgute Konstrukteure am Brett und in 3D gleichlange für eine mittelkomplexe NEU-Konstruktion, bei der ich auf nichts vorhandenes zurückgreifen kann. ...
hallo! man sollte schon bei einer NEU-konstruktion so viele normteile wie möglich benutzen (alleine schon wegen der kosten...) und schon ist man durch den einsatz von normteilbibliotheken am pc klar im vorteil! wenn diese noch "voll parametrisch" sind - wie bei vielen 3D-programmen (SWX ) - ist es kein problem mal größere bzw. kleinere komponenten mit wenigen mausklicks einzusetzen. bis dahin... stahly Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Dieter Scholz Mitglied Ambitionierter Konstrukteur
  
 Beiträge: 823 Registriert: 15.01.2001
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erstellt am: 22. Mrz. 2003 13:54 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Zitat: Original erstellt von rheumatismus: ... ob und wieviel 3D schneller als 2D ist.
@Kanno: dein chef hat Recht. Es ist nicht so das ihr mehrere produktiv arbeitende CAD-Leute mit einem Schalter von 2D auf 3D umswitchen könnt und schon stellt sich eine höhere Effizienz ein mit dem Erfolg das ihr eure Aufträge in noch kürzerer Zeit abarbeiten könnt. Nein, vielmehr kommt zuerst ein Effizienzloch das je nach 3D-Bereitschaft der Betroffenen und Schulungen (Grundkurs, Aufbaukurs, Variantenschulung, evt. Zusatzmodule (Blechumgebung, Schweißen, Flächen.....etc) Zeit beansprucht. Hier ist vieles dazu schon erklärt und gelinkt worden, aber man sollte sich den 2ten Beitrag von Franz nochmal anschauen. Der Mehrwert ist zunächstmal nicht die Geschwindigkeit, sondern der Mehrwert liegt in der Qualität der CAD-Daten. Zitat: Wo finde ich Vergleiche von 2D/3D-konstruktion.
Das könnte evt. nicht gerade verkaufsfördernd sein, egal für welche Applikation ihr euch entscheidet. Die CAD-Anwendungen haben alle ihre Fußangeln und Bugs, sie sind nur unterschiedlich verteilt. Ich glaube der Schlüssel liegt darin, das man anfangs aus einer produktiv arbeitenden Truppe nur wenige Leute (Pios) mit 3D in Kontakt bringt. Der Produktivitätsfaktor geht zunächst bei denen in den Keller. Schulung, Lernphase, Projekte und Baugruppen richtig strukturieren, ein Gefühl dafür entwickeln wieviele Teile ich in eine Baugruppe packe damit ich mir nicht selbst einen Klotz ans Bein binde, welche Funktionen ich möglichst (aus Performancegründen) umschiffen sollte. Einen Großteil der firmenspezifischen Wiederholteile modellieren, eine gute Ordnerstruktur ausarbeiten. Erfahrungen im Zusammenspiel zwischen SW und HW sammeln und sich supporten lassen (z.B.hier) Zwischendurch dem Vertrieb mal einige farbige Details von einem Volumenmodell mailen, damit der das an euren Kunden weiterleiten kann... Erst wenn hier einige wenige "CAD-Pioniere" in den Bereich kommen wo ihnen die Arbeit flüssig von der Hand geht, sollte man die nächste Gruppe in die Umstellung schicken. Viele Fragen wiederholen sich, der oder die CAD-Pios können helfen, typische Anfängerfehler werden gleich im Entstehen korregiert (falsches Einrichten von Projekten, Ablegen von Wiederholteilen wo sie keiner findet (ohne Ordnungssystem) Nur die Pios spielen neue Treiber oder SP's ein und arbeiten damit eine Weile.... Man könnte noch ganze Romane schreiben, aber hier im Forum steht schon alles, man braucht nur ein bischen schlechtes Wetter um hier zu schnüffeln.... Eins aber ist sehr wichtig: erhalte der CAD-Abteilung sein produktives Umfeld und schmeiß denen nicht einfach ein neues Werkzeug vor die Füße mit denen die dann mindestens genau so schnell arbeiten sollen wie bisher schon Euer Chef hätte dafür wenig Verständnis p.s.: Bin zwar kein SWX Anwender, aber ich habe deine Frage applikationsunabhängig verstanden. Gruß ------------------ CADworkerDieter ebenfalls einer der letzten mit der Schaufel - ohne Schneewittchen
[Diese Nachricht wurde von Dieter Scholz am 22. März 2003 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
wismail Mitglied Konstrukteur
 
 Beiträge: 119 Registriert: 22.02.2001 SWX 2015 SPI-Modul
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erstellt am: 24. Mrz. 2003 10:00 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo, ich arbeite seit gut 2 Jahren mit SXW, vorher und bei Änderungen in alten Projekten auf ME10. Hautsächlich Blechkonstruktionen, kam Normteile verwendbar. Gerade bei einfachen Konstruktionen (rechtwinklig) die durch 3 Ansichten eindeutig definierbar sind, war ich im 2D schneller, gerade auch Änderungen sind oft im 2D schneller realisiert. Im 3D mußt Du erst das Modell ändern und dann die Zeichnung neu ableiten, im 2D machst Du die Änderung in der Zeichnung und fertig. Trotzdem möchte ich nicht auf 3D verzichten, gerade im Vorfeld hat man schnell mal ein Modell gemacht, das man dem Kunden bzw. den eigenen Verkäufern bzw. Entscheidungsträgen vorlegen kann. Im 2D kamen gravierende Designänderungen oft erts nach dem Bau des Prototyps. Frank Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Gandalf64 Mitglied Konstrukteur - CAD-Admin
  
 Beiträge: 583 Registriert: 29.01.2003
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erstellt am: 24. Mrz. 2003 10:10 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Hallo zusammen! Ich für meinen Teil muß sagen, dass wir in 3D deutlich schneller sind als in 2D. Wir setzen zu 80% standardisierte Teile ein, die halt immer wieder in neuen Kombinationen auftreten können. So brauchen wir des öfteren nur alte Baugruppenzeichnungen aufzurufen, neu abzuspeichern und die sich ändernden Teile auszutauschen. Das geht oft schon in 30 min über die Bühne. In 2D müßte ich ja alle Ansichten einzeln ändern und würde locker 2 Stunden brauchen. In 3D macht der Rechner das ja automatisch für mich... Naja, zumindest zu 90%... Was wir konstruieren? Rühr- und Begasungssystem für den Abwasserbereich. Sonderkonstruktionen im Stahl- und Anlagenbau. Natürlich ist der Einstieg auch recht zeitaufwendig und bringt zuerst einmal einen Rückschritt... Aber dann.... *lächel* Gruß Michael [Diese Nachricht wurde von Gandalf64 am 24. März 2003 editiert.] [Diese Nachricht wurde von Gandalf64 am 24. März 2003 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |

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Dieter Scholz Mitglied Ambitionierter Konstrukteur
  
 Beiträge: 823 Registriert: 15.01.2001
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erstellt am: 25. Mrz. 2003 23:08 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für rheumatismus
Schön, das bei cad.de nichts wirklich verloren geht... Zitat: Original von Markus Brunner Ein wichtiger Punkt ist aus meiner Sicht die Steigerung der Änderungsbereitschaft des Konstrukteurs. Das heisst wenn ich während, oder gar nach Abschluss des Konstruktionsprozesses eine bessere Idee für eine Detaillösung habe, kann ich im 3D diese Änderung viel einfacher einfliessen lassen. Beim 2D lass ich es in Anbetracht des grossen Aufwandes oft lieber bleiben. Das Optimum wird also nicht erreicht. Ein sehr wichtiger Punkt ist der "Spassfaktor"! Es macht Spass mit SWX zu arbeiten, und wer Spass an (nicht bei) der Arbeit hat, leistet mehr! Gruss Markus
Der komplette thread guckst du da: http://ww3.cad.de/foren/ubb/Forum2/HTML/001336.shtml Anmerkung: was u.clemens dazu gepostet hat, ist wie ein Robin Hood-Schuß auf 90mtr.  Das oben zitierte gilt natürlich nicht nur für SWX!!! Gruß ------------------ CADworkerDieter ebenfalls einer der letzten mit der Schaufel - ohne Schneewittchen Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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