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Autor Thema:   CE-Kennzeichnung von der Rolle (524 mal gelesen)
Abmaler
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Büro CAD-Zeichentechnik, Entwicklung u. Konstruktion


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erstellt am: 26. Feb. 2020 19:05    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Gerade erfahren: es gibt das CE-Zeichen, selbstklebend, auf der Rolle, 100 Stück.
Für die Firmen, die nur das CE-zeichen anbringen und sich das Geld für das ganze Prozedere rund um MRL,
Risikobeurteilung und Betriebsanleitung aus finanziellen Gründen sparen wollen, die Lösung. So erzählte es
mir ein Kollege, der einen Betriebsleiter besucht hat, der gerade eine Maschine zum Verpacken fertig machen ließ. Wortwörtlich: "Für so einen Quatsch haben wir weder Geld noch Zeit übrig. Schließlich muss ja jede Maschine ein CE-Zeichen haben" Nur Mut, das ruft doch zum Nachahmen auf, zumindest diejenigen, die keine Angst vor Knast oder Geldstrafen haben.

[Diese Nachricht wurde von Abmaler am 26. Feb. 2020 editiert.]

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murphy
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erstellt am: 26. Feb. 2020 22:40    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

Und wenn der Verantwortliche schon im Knaste sitzt?

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ibgross
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freiberuflicher Ingenieur


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CAD 2D: Autocad
CAD 3D: Pro/E, Creo/Parametrics
FEM: Pro/M Structure, Creo/Simulate
MKS: Pro/M Motion, Creo/ASE

erstellt am: 26. Feb. 2020 22:53    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo;

ich hoffe das ist und bleibt die große Ausnahme.

Ich kann aus meinem Kundenkreis nur berichten, dass man die CE-Kennzeichnung sehr ernst nimmt und eigene Mitarbeiter / Abteilungen damit beschäftigt.
Sollten keine internen Kapazitäten hierfür zur Verfügung stehen, bedient man sich i.d.R. externer Beratungsdienstleistugen.
Aus meiner Erfahrung klappt das sehr gut und alle Beteiligten können sehr gut damit / davon leben.
Auch wenn es Geld kostet; Alternativen gibt es m.E. nicht.

Ich denke, dass mit der nächsten Ausgabe der DIN EN ISO 19011 sich solche wie von Abmaler beschriebenen Verfahrensweisen erledigt haben.
Hier soll reguliert werden, wer die Standards (z.B. gem DIN ISO 9001) erfüllt, selbst ein CE-Kennzeichen zu vergeben, oder eine benannte Stelle dafür beauftragen muss - und das ist auch gut so.

Kürzlich habe ich einen solchen Prozess für einen Ausgleichsbehälter für Heizungsssteme im Photovoltaik-Bereich begleiten dürfen.
Die Kosten für CE-Kennzeichnung inkl. Engineering, Bemessung und Abnahme durch benannte Stelle bewegten sich im niedrigen dreistelligen Euro-Bereich.
Die Behälter werden nun in alle Welt verkauft.
Jeder der diese Prozedur ignoriert, handelt m.E. grob fahrlässig, oder ist einfach nur dumm und auf der Stelle eines Betriebsleiters eine Fehlbesetzung.

Es mag ja CE-Kennzeichen von der Rolle geben; diese zu erwerben und zu verwenden wird (demnächst) empfindliche rechtliche Konsequenzen haben.

Für jeden den dieses Thema betrifft, stelle ich gern meine Expertise zur Verfügung.
Und damit meine ich keine Aufträge - Let's held "Made in Europe/Germany" great.

Danke an Abmaler dieses Thema zu sensibilisieren - ganz wichtig.

Beste Grüße
Michael

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Roland Schröder
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erstellt am: 27. Feb. 2020 09:42    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

Zitat:
Original erstellt von ibgross:
Es mag ja CE-Kennzeichen von der Rolle geben; diese zu erwerben und zu verwenden wird (demnächst) empfindliche rechtliche Konsequenzen haben.
Aha. Und das CE-Zeichen nach Vorschrift auf das Maschinenschild gravieren zu lassen ist dann besser, oder wie?

------------------
Roland  
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Abmaler
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erstellt am: 27. Feb. 2020 11:05    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Es geht ja auch nicht um die Frage, wie das CE-Zeichen am Produkt angebracht wird, sondern um die Fragwürdigkeit des Verfahrens, bevor das CE-Zeichen überhaupt angebracht werden darf. Diese Verfahren werden in den entsprechenden Richtlinien ganz klar beschrieben und es gibt immer noch schwarze Schafe, die sich einen feuchten Kehricht drum kümmern.
Und es ist kein Einzelfall. Insbesondere einige KMU leisten sich nicht den "Luxus" weder eigenes Personal zur Schulung zu schicken noch einen Externen zu beauftragen.
Dass die Umsetzung der EU-Richtlinien (von Anhang IV-Maschinen abgesehen) in eigener Verantwortung geschieht sehen sie nicht als Vorteil. Es ist schon seit einiger Zeit im Gespräch, dass diese Eigenverantwortlichkeit gekippt wird und künftig alles durch benannte Stellen zertifiziert wird. Dann werden sich die Hersteller sehr schnell an die höheren Kosten und den größeren Zeitaufwand gewöhnen müssen.

[Diese Nachricht wurde von Abmaler am 27. Feb. 2020 editiert.]

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Roland Schröder
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erstellt am: 27. Feb. 2020 11:11    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

So ist es, aber woher das grafische Zeichen stammt und auf welche Weise es auf das Produkt kommt, ist doch völlig egal, oder?

------------------
Roland  
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Abmaler
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erstellt am: 27. Feb. 2020 11:13    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Zitat:
Original erstellt von murphy:
Und wenn der Verantwortliche schon im Knaste sitzt?


Ich glaube mal, dass einige Unterzeichner der Konformitätserklärung gar nicht wissen,
was sie da unterschreiben. Wenn sie es wüßten ???

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TC17pro
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Rechner 1, alt mit W7
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Rechner 2, neu mit W10
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Hallo,

Zitat:
...woher das grafische Zeichen stammt...

Woher wohl. 

------------------
Freundliche Grüße
TC17pro

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen, Danke.
Meine Version TurboCAD V 17.2.77.1 Professional
Für die erstellten Beiträge ist die Haftung, Garantie und Gewährleistung ausgeschlossen.
Nettiquette-----Sys-Info-----Richtig fragen
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So sagt man Dankeschön - Unities

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Abmaler
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erstellt am: 27. Feb. 2020 11:24    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Zitat:
Original erstellt von Roland Schröder:
So ist es, aber woher das grafische Zeichen stammt und auf welche Weise es auf das Produkt kommt, ist doch völlig egal, oder?


Es muss dem Muster entsprechen: Mindestgröße, "Schriftart",
nicht zu verwechseln mit CE für China-Export, und verliersicher.
Darf auch bei Reinigungsarbeiten nicht verwischen oder abfallen.
Ob es auf dem Typenschild integriert ist oder getrennt davon (aber in der Nähe vom
Typenschild gut erkennbar, ist meines (etwas veraltetem) Wissen egal.
Ich habe es früher, als ich noch tätig war,
immer ins Typenschild integriert. In die Nähe der Seriennummer.
Das Typenschild fotografiert und in die (interne) Doku geheftet.
Steht aber alles irgendwo in den Richtlinien.
Oder im Beuth: Die neue EG-Maschinenrichtlinie 2006.

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Abmaler
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erstellt am: 27. Feb. 2020 14:41    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

[QUOTE]Original erstellt von ibgross:
Hallo;
Sollten keine internen Kapazitäten hierfür zur Verfügung stehen, bedient man sich i.d.R. externer Beratungsdienstleistugen.

Wenn es noch solche in vernünftiger Distanz gibt, hier fast niemand mehr.

Aus meiner Erfahrung klappt das sehr gut und alle Beteiligten können sehr gut damit / davon leben.
Auch wenn es Geld kostet; Alternativen gibt es m.E. nicht.

Es klappt nicht gut, denn es wird erwartet, dass diese Dienstleistung für umme ist. Dass die EN-Sicherheitsnormen und die SW für eine vernünftige Risikobeurteilung richtig Geld kosten ist doch egal.
Und gerade hier in meinem Umfeld kann man nicht davon existieren.

Ich denke, dass mit der nächsten Ausgabe der DIN EN ISO 19011 sich solche wie von Abmaler beschriebenen Verfahrensweisen erledigt haben.
Hier soll reguliert werden, wer die Standards (z.B. gem DIN ISO 9001) erfüllt, selbst ein CE-Kennzeichen zu vergeben, oder eine benannte Stelle dafür beauftragen muss - und das ist auch gut so.

Dann gewöhnen sich die Hersteller auch an die Preise und den Zeitbedarf, wenn das CE-Prozedere nicht mehr
in Eigenverantwortung liegt, sondern benannte Stellen den Preis festlegen.

Jeder der diese Prozedur ignoriert, handelt m.E. grob fahrlässig,
So ist es. Beispiele könnte ich ausreichend aufführen. "Bei uns ist ja noch nie was vorgekommen".
Klar: bis hierher gings gut.

Es mag ja CE-Kennzeichen von der Rolle geben; diese zu erwerben und zu verwenden wird (demnächst) empfindliche rechtliche Konsequenzen haben.
Nicht verboten, solange diese dem Muster entsprechen und die Vorarbeiten durchgeführt sind.

Für jeden den dieses Thema betrifft, stelle ich gern meine Expertise zur Verfügung.
Und damit meine ich keine Aufträge - Let's held "Made in Europe/Germany" great.

Meine Expertise stelle ich nicht zur Verfügung. Weder kostenlos noch gegen Bezahlung.
Da gegen Dummheit kein Kraut gewachsen ist und ich es leid bin, mich mit "Kunden"
über die Erfordernisse zur CE-Kennzeichnung auszudiskutieren lasse ich das gerne andere
machen und hoffe, dass sie erfolgreicher sind.

[Diese Nachricht wurde von Abmaler am 27. Feb. 2020 editiert.]

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murphy
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erstellt am: 28. Feb. 2020 08:19    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

Hm, mein Eindruck als Land- und Forstwirt ist, daß der CE-Papper wichtig ist, nicht aber Funktion und Lebensdauer.

Ein Gerät (made in Germany) ist dermaßen vollgepflastet mit Sicherheitspappern, wer das alles geprüft hat, daß kaum Platz für den Lack bleibt. Nur eines haben die alle sicher nicht gemacht - sich das Ding (mit 5kW Antrieb) mal in echt angeschaut geschweigedenn eingeschaltet.

Krasses Gegenteil, meine Sägewerksmaschinen, allesamt 80-100 Jahre alt. Da ist eigentlich nie was passiert, trotz offen laufender Mechanik (vor allem Gattersäge). Die schlimmeren Sachen passierten allesamt an "sicheren" Geräten. Eine Kreissäge pfiff derart elend, daß mir schon am zweiten Tag passierte, was passieren mußte.


Also - meine Meinung zu dem Ganzen eher etwas durchwachsen. Ungefähr wie bei der DSGVO.


Und nun ein konkretes Beispiel, meine mittelgroße, mehrmotorige Wohnzimmer-Hochleistungsinfluenzmaschine, Bauart Wimshurst. Die ist 50 Jahre alt und hat keine CE, ein unhaltbarer Zustand.

Wer sie nicht kennt - das ist sowas:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wimshurstmaschine

Welche Risiken gehen von so einer Maschine aus? Sie macht rund 100kV. 

Wie ermittelt man die Grenzen der Maschine, also auch maximale Spannung (120kV?) und wie misst man dabei die nachgelieferte Ladungsmenge? Das sind wichtige und charakterisierende Größen.

Wie ermittelt man eine realistische Risikokennziffer?


Wem die Maschine nicht langt, es gibt sie auch in Ausführungen mit mehr Scheibenpaaren (mehr als 4 bringen aber nichts mehr) und auch ohne die Metallsektoren aussen auf den Scheiben ("Bonetti-Bauweise"), die macht dann rund 250kV. Scheibendurchmesser bis ca. 1.50m.

Was schreiben wir in die Bedienungsanleitung. Was ist der Zweck der Maschine (ungebetenen Gästen eine Gesalzne pfeffern?) und wie formuliert man das in der Bedienungsanleitung?

Meine Idee zu dem Ganzen war dann etwas unkonventionell.


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Abmaler
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erstellt am: 28. Feb. 2020 08:51    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Ich vergleiche das gerne mit der Verpflichtung, dass man mit seinem PKW alle 2 Jahre zur HU fahren muss. Man bräuchte es doch gar nicht, wenn jeder Autohalter genügend Sachverstand hätte, den Zustand seines Autos zu beurteilen und rechtzeitig selbst zu handeln oder zu einer hoffentlich qualifizierten Werkstatt, die ordentliche Arbeit leistet. Trotzdem sind immer noch genügend Gurken unterwegs: es ist ja noch nie was passiert.
Es hat ja auch grundlegend mal nicht mit dem EU-Recht zu tun. früher gab es die Vorgaben der Berufsgenossenschaften und dann das GPSG, Vorläufer des PSG (Produktsicherheitsgesetz). Und schon damals war einhellig die Aussage: Produkte müssen sicher sein. Allerdings sind nicht alle (Staaten) gleicher Meinung gewesen, was unter Sicherheit zu verstehen ist. Zudem sind Produkte (Maschinen) immer komplexer geworden, selbstanlaufend, mit Steuerungen versehen, mit anderen verkettet, höhere Geschwindigkeiten, Kräfte. Und das Bedienungspersonal? Hat das immer mit der Entwicklung Schritt gehalten? Häufig Angelernte ohne Gespür für Gefährdungen.
Und wie hat sich die Häufigkeit der Unfälle ( mit oder ohne tödliche) seitdem entwickelt? Es werden ja immer noch zu viele verursacht.
Die Einhaltung der EU-Richtlinien ist zwingend, weil sie Gesetzescharakter haben. Wer sich eingehend damit beschäftigt hat erkennt, dass sie zwar einen zusätzlichen Arbeits aufwand darstellen, aber gleichzeitig für die Hersteller und Betreiber und Bediener eine gewisse Rechtssicherheit darstellen. Wer die Vorgaben außer acht lässt handelt grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich.
Der Vergleich mit Produkten aus grauer Vorzeit hinkt. Auch der Hinweis, dass trotz CE-Kennzeichnung Produkte unsicher sind, ist nur Beleg dafür, dass der Hersteller in keinster Weise Richtlinien und Sicherheits-Normen umgesetzt hat. Eher darf man annehmen, dass dass hier der Hersteller der Meinung war, dass sein Produkt durch die CE-Kennzeichnung sicher geworden ist. Das hilft genauso wenig wie das Auflegen eines getrockneten Hühnerbeines.
Ähnliche Regelungen existieren doch auch im Fahrzeugbau. Hat sich schon mal jemand beschwert, dass für die Abbremsung eines PKW Mindestwerte vorgeschrieben sind? Werden nachweislich diese Werte nicht erreicht gibt es keine Betriebserlaubnis. Stellen sich im Nachhinein Mängel heraus, droht Produktrückruf. Gleiches für andre Produkte. Nur die meisten bekommen es nicht mit. Kann man sich aber anschauen: BAUA, Produktrückrufe oder in der RAPEX-Liste. Als Hersteller eines Produktes möchte ich möglichst nicht in einer solchen Liste aufgeführt sein.
CE-Kennzeichnung ist keineswegs ein Prüfzeichen und hat mit der eigentlichen Funktion, Qualität oder der zu erwartenden Lebensdauer oder Haltbarkeit überhaupt nix zu tun. Die CE-kennzeichnung erfolgt in Eigenverantwortung des Herstellers oder Bereitstellers im europäischen Markt und darf nur angebracht werden, wenn es eine entsprechende EU-Richtlinie gibt, die auch die Vorgehensweise und Vorarbeiten vor der CE-Kennzeichnung genau beschreibt. Der Hersteller eines gekennzeichneten Produktes erklärt damit, dass er die EU-Richtlinien bezüglich Produktsicherheit umgesetzt hat. Ob es der Fall ist oder nicht wird im Schadensfall (z.B. bei einem meldepflichtigen Unfall) ein Gutachter der UV oder BG feststellen können.
Ein Großteil der Unternehmen strebt heute an, für ihre Maschinen einheitliche Bedientableaus einzusetzen. Und auch sonstige Verrichtungen sollen immer mehr vereinheitlicht werden, damit der Anlernaufwand neuer Mitarbeiter minimiert wird. Was soll jetzt daran schlecht sein, wenn Maschinen auch einheitlichen Sicherheitsstandards entsprechen sollen?

[Diese Nachricht wurde von Abmaler am 28. Feb. 2020 editiert.]

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murphy
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erstellt am: 28. Feb. 2020 09:57    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Abmaler 10 Unities + Antwort hilfreich

Mit dem Lesen der Änderungen warte ich noch ein wenig, bis Ihre Antwort sich stabilisiert hat.

Bis dahin was zum Anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=gmSybRdNVko

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Abmaler
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erstellt am: 28. Feb. 2020 10:35    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Danke Murphy
Nettes Filmchen.
Wer arbeitet dort im Sägewerk?
Das sind doch keine Spackos, die zu blöd sind ein Loch in den Schnee zu pinkeln.
Du musst heute deine Maschinen so sicher bauen (und auch die Betriebsanleitung so erstellen), dass sie von 8-jährigen bedient werden könnten (wenn es zulässig wäre), weil über dieses Reifestadium und Verantwortungsbewußtsein sind viele nicht drüber raus. Wieviele haben Leseschwäche oder verstehen den Text nicht?
Ganz ehrlich Herr Murphy: würden Sie Mitarbeiter ohne Aufsicht, die eventl. zwangsverpflichtet sind vom AA oder jede Gelegenheit nutzen könnten, einen gelben Urlaubsschein vom Arzt zu bekommen, wenn man sich an einer Kante einen blauen Fleck geholt hat, an einer solchen Säge arbeiten lassen? Wenn Sie es selbst machen ist es ihre eigene Verantwortung.
Unfälle passieren nicht, sondern werden verursacht. Und das ureigenste Interesse derjenigen, die geschädigt wurden, ist es, den Verursacher zu ermitteln, weil der dann den Geldbeutel öffnen muss. Klar: weder die Berufsgenossenschaften, die Krankenversicherungen oder die Unfallversicherung verursachen Unfälle (i.d.R.) Also warum wollen die zahlen müssen.
Kommt es zu einem meldepflichtigen Unfall: zuerst werden die Papiere gesichtet, dann der Ort. Ob es Sinn macht so oder nicht ist belanglos, weil es nun mal so ist und wir es nicht beeinflussen können. Wird schon in der Techn.Dokumentation Nachlässigkeit entdeckt, die Risikobeurteilung ist nicht vollständig, bewährte Sicherheitsnormen werden nicht beachtet ist der Schuldige schon halb gefunden.
Ansonsten ist es doch egal. Kaum jemand beachtet das Verkehrszeichen" Verkehrsberuhigte Straße" vor einem Kindergarten, vielleicht noch, wenn eigene Kinder dort sind.
Und am lautesten schreien diejenigen nach Entschädigung, die sich den Finger quetschen an einer Vorrichtung, die den Sinn von Sicherheitsnormen nie im Leben verstehen.

[Diese Nachricht wurde von Abmaler am 28. Feb. 2020 editiert.]

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murphy
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Ok, das alles akzeptiert. Nur bin ich derjenige, der Maschinen baut und in Verkehr bringt.

Gattersäge das erste Mal allein bedient habe ich mit 13yo, damals waren die Haare lang und die Klamotten ultraeng. Damals brauchte man nur auf dem Gehsteig zu gehen und schon krachte es im Verkehr nebenan auf der Straße.

Ok, die große Gattersäge ist zu gefährlich. Was ist dann mit der hier, zweifelsfrei auch eine mit Motor angetrieben.

https://www.youtube.com/watch?v=L-CW8OGkUMs

Welche Gefahren gehen von ihr aus? Zweifelsfrei greift hier die MRL.


Nun baue ich für den Kunden auch eine Bonetti-Influenzmaschine, 4 Scheibenpaare zu je 1.60m - und mache eine Kurbel dran...

Klar, da brauch ich eine Absperrung, will man sich da auf die Normarmlänge von 850mm verlassen? Und - man kann drübersteigen oder mehr noch, die Maschine betreiben, wenn jemand drin ist.

Und wer nach dem Abstellen der Maschine die Konduktoren nicht kurzschließt, hat nach einer Stunde noch 50kV drauf.

Werkstatt, hier ist eine relativ moderne, der Typ redet nur zuviel, im hinteren Drittel gibt's dann meist Action:

https://www.youtube.com/watch?v=9WXHNBMLZZM&list=PLplNLurUszqkoQbeOnC2T4ZkoNM_1MovF

Klar, da muß der TÜV ran, der Dampfkessel wird mit mehr als 3 bar betrieben.

Mir als Konstrukteur eine "Fahrlässigkeit" nachzuweisen, das dürfte relativ leicht sein. Im Grunde geht's primär darum, daß gewisse Kreise Geld einnehmen können, aber nicht ausgeben müssen.

Selbst möchte ich - wenn ich an einer Eigenkonstruktion arbeite - abends auch noch vollständig und unbeschädigt sein.

Würde ich also meine besagte Maschine made_in_Germany exakt 1:1 so selbst bauen, würden alle die Hände über den Kopf zusammenschlagen. So aber stammt sie aus renommiertem Hause, da ist das was anderes - bis was passiert.


Es gab im Mittelalter eine sehr wirksame Methode, daß die Leute haltbar bauten. Wenn das Gerüst unter dem Bau wegkam, mußte sich der Baumeister drunterstellen. Daher dauerten viele Gebäude ja auch so lang. Der Bauherr des Regensburger Doms war sich so sicher, daß der Dom einstürzen würde, daß er sich tags zuvor von einem der Seitentürme stürzte.

Mehr gern heute abend, jetzt muß ich eine Risikoanalyse machen.... Sehr gefährliche Konstruktion....Oder - doch nicht?

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Abmaler
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