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Autor
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Thema: Maßeinheit inch / feet auf Zoll / Fuß ändern ? (7220 mal gelesen)
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abacus Mitglied Zivilingenieur
 Beiträge: 4 Registriert: 17.04.2009
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erstellt am: 17. Apr. 2009 23:36 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Lassen sich die englischen/amerikanischen Maßeinheiten von AutoCAD auf historische Einheiten in Europa, z.B. Zoll und Fuß ändern ? Das wäre im Denkmalpflegebereich sehr sinnvoll, historische Pläne könnten so rasch eingegeben werden und man könnte dann metrisch weiter arbeiten, etc. etc. Die in Österreich bis 1871 gebräuchlichen Maßeinheiten waren - 1 Zoll / 1" = 2,63401 cm - 1 Fuss / 1' = 31,60807 cm die Umrechnungsparameter waren unter Berücksichtigung aller Stellen genau. Gibt es für dieses Problem eine Lösung abacus
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cadffm Moderator 良い精神
       

 Beiträge: 22275 Registriert: 03.06.2002 System: F1 und Google
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erstellt am: 17. Apr. 2009 23:54 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für abacus
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abacus Mitglied Zivilingenieur
 Beiträge: 4 Registriert: 17.04.2009
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erstellt am: 18. Apr. 2009 08:54 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von cadffm: Du kannst doch auch denken das "1" = ein Froschschenkel ist, Acad ist das egal und hinterher kannst du das Teil skalieren auf ein "ordentliches" Maß bzw. MaßstabWo ist das Problem ?
Ich möchte das ohne "Skalieren" durchführen, bei mehrfachem Wechsel im Zuge der Entwicklung verlagert sich die Rundungsungenauigkeit in einen nicht mehr so angenehmen Bereich.
Konkret Fassade von ~1775, historischer Plan vorhanden (unvorstellbar genau gezeichnet, maximale Abweichung < 2,5 cm gegenüber Ausführung !!!), wurde als hochaufge- löste Vorlage unter die Zeichnung gelegt und in AutoCAD vermessen, das metrische Maß wurde rechnerisch konvertiert, das nächstpassende Zollmaß für die Bauaus- führung gewählt, dieses wiederum rückwärts konvertiert und numerisch eingegeben. Zu meinem großen Erstaunen passten die so ermittelten "merkwürdigen" Maße des Plans höchst präzise mit dem dann eingerüsteten und zugänglichen Bauwerk über- ein. Inzwischen, zwei derartige Bauwerke weiter, die Konvertiererei und numerische Eingabe kostet enorm viel Zeit (wird nicht bezahlt) und es sollte auch mit der Umstellung der Parameter für inch/feet gehen, so auf diese Parameter zugegriffen werden kann. Das Problem stellt sich im Denkmalpflegebereich öfter. (die Umrechnung ist exakt, siehe Festlegung 1871 für Metermaß und Kilogramm in Österreich-Ungarn) Bei der Kotierung kann man sich helfen, damit man z.B. zu - 3° 5' 3" - kommt. Anbei der Link als Information http://members.aon.at/mm-meistermaler/neues/schloss_b_v/schloss_voeslau.pdf (ist aus meinem Text für die Vorbereitung eiens Sanierungsberichtes ohne Quellenangabe und verkürzt übernommen worden) Es geht darum, dass unter der klassizierenden Fassade noch eine barocke sowie eine aus der Renaissance verborgen ist, die in den freigelegten Bereichen ver- messen wurde und Layer für Layer eingearbeitet werden soll, so dass man die Fassade durch "Blättern" im File rückwärts entwickeln können soll ... Bei zu vielen Skalierungen wird das nichts, daher meine Frage. abacus
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Dig15 Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl.-Ing. für Markscheidewesen und Geodäsie

 Beiträge: 5833 Registriert: 27.02.2003 DWG TrueView 2014
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erstellt am: 18. Apr. 2009 09:40 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für abacus
Hallo abacus, Du stehst mit Deinem "Problem" nicht alleine da. Obwohl ich es nicht als Problem sehe. Wir arbeiten mit alten Bergbauplänen (17.Jhd. bis 20.Jhd). Dabei gibt es je nach Region verschiedene Längenangaben. Allein im Freiberger Raum (Sachsen) gibt es drei verschiedene Lachter-Längen. Ganz abgesehen von preußischen, rheinländischen oder bayrischen Gebieten. Ich gehe davon aus, dass auf Deinen Plänen irgendeine Art von Maßstab (Transversalmaßstab, etc.), definierten Längen oder Gitterkreuzen vorhanden ist. Diese definierten Längen (z.B. 50 Lachter) rechnen wir in Meter um (50x1,9583=97,69m) und skalieren die alten Unterlagen entsprechend. Somit kann ich in dem alten Plan in Metern messen. Das ist ja eigentlich auch für Dich sinnvoll. Du wirst dem Architekten/Steinmetz... doch auch sage, der Fenstersims soll 1,25 m lang werden und nicht 3 Fuß 16 Zoll. ------------------ Viele Grüße Lutz Glück Auf! Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
abacus Mitglied Zivilingenieur
 Beiträge: 4 Registriert: 17.04.2009
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erstellt am: 18. Apr. 2009 18:54 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von Dig15: Hallo abacus, Du stehst mit Deinem "Problem" nicht alleine da. Obwohl ich es nicht als Problem sehe. Wir arbeiten mit alten Bergbauplänen (17.Jhd. bis 20.Jhd). Dabei gibt es je nach Region verschiedene Längenangaben. Allein im Freiberger Raum (Sachsen) gibt es drei verschiedene Lachter-Längen. Ganz abgesehen von preußischen, rheinländischen oder bayrischen Gebieten. Ich gehe davon aus, dass auf Deinen Plänen irgendeine Art von Maßstab (Transversalmaßstab, etc.), definierten Längen oder Gitterkreuzen vorhanden ist. Diese definierten Längen (z.B. 50 Lachter) rechnen wir in Meter um (50x1,9583=97,69m) und skalieren die alten Unterlagen entsprechend. Somit kann ich in dem alten Plan in Metern messen. Das ist ja eigentlich auch für Dich sinnvoll. Du wirst dem Architekten/Steinmetz... doch auch sage, der Fenstersims soll 1,25 m lang werden und nicht 3 Fuß 16 Zoll.
Danke für die Antwort, wurde übrigens bei der ZT-Prüfung mit dem Montanwesen gequält, Grubenmaß und Überschar, wer vermisst straßentunnel, Bahntunnel etc., Abgrenzung Markscheidewesen / Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen ... In A schlüpfen alle (erfolgreich) nachgewiesenen Betätigungen in den Umfang der Befugnis ein und so kam ich über die Extrarunden im Montanbereich zu diesen netten Themen.
Konkret, Basis war ein höchstwertiges Repro des Planes von 1775 und nach einer präzisen Einmessung des Bauwerkes, der Fassadenfront und Auswertung des Maß- stabes (kein numerisch wirklich konkreter Maßstab) und einer Fehlerausgleichs- berechnung kam ich zur Skalierung des Planes auf das metrische System. Der nächste Schritt war dann das Arbeiten im historischen Maßsystem und die Ausgabe als metrisierte Plandarstellung. Gearbeitet wurde bei der Maßfindung der historischen Details jedoch im Zoll/Fuß/Klaftersystem, da derartige Maße bei Dachstuhl etc. auch definitiv vorliegen, Fenster(um)rahmungen etc. In vielen Dingen habe ich durchaus Gefallen an dem anthroprometrischen Maßsys- temen gefunden. So nebenbei verfüge ich noch über Werkzeuge aus dieser Zeit, wie Polarplanimeter, Theos etc. Klar, die Ausführungsangaben erfolgen im metrischen System, dahinter steht je- doch das alte Maßsystem. So sind ja die alten Straßenbreiten in historischen Stadtgebieten auch gleich geblieben, z.B. bleiben 6° auch weiterhin 6° ... Bei mir werden also nicht nur die alten Angaben umgesetzt, sondern es erfolgt auch die maßliche Analyse so. Die Pläne sind ja dürftigst wenn überhaupt kotiert. Die Ermittlung erfolgte traditionell über den Zirkelabstich und den Bauleuten war damals automatisch klar, welche Maße gemeint waren. Dieses Wissen ist mit der Generation vor der Maßsystemkonvertierung mehr oder weniger erloschen. Meine rekonstruierten Steingewände etc. stehen trotz metrischer Angabe jedoch voll auch im alten Maßsystem. Auch die scheinbar nicht in die Modulordnung passenden Abmaße von Baustoffen wie Ziegel etc. passen mit den Bautoleranzen dann wieder exakt in das alte System. Bei einigen Bauwerken der Gründerzeit konnte ich extreme Genauigkeit fest- stellen, Anweichungen von den Sollmaßen um nur wenige Millimeter ! War z.B. das Ergebnis des Arbeitens mit metallenen und klappbar ausgeführten Meßstangen. Ich dachte immer die Angaben alter Pläne, das wird nur annähernd stimmen, dem ist bei qualitativen Plänen nicht so. So nebenbei, mich faszinieren alte Gruben-Theos, erstaunlich was da geleistet wurde. abacus
[Diese Nachricht wurde von abacus am 18. Apr. 2009 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Ingenieur Studio HOLLAUS Mitglied CAD / CAFM / GIS Beratung-Programmierung-Schulung
   
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erstellt am: 19. Apr. 2009 10:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für abacus
Also die Variante mit den meitsten Möglichkeiten bietet Dir X-Ref. Du kannst ein X-Ref (in Meter gezeichnet) oder auch mehrere in dem Masstab einfügen in dem früher gezeichnet wurde. Daher ergibt sich DU arbeitest ein der eigentlichen Zeichnung in m, und in der wo DU eingefügt hast in den früheren Einheiten. Wichtig dafür ist zu wissen wie mann Elemente "rein" und "raus" bekommt. Siehe dazu X-Ref an der Stelle bearbeiten
Zitat: Original erstellt von abacus: Lassen sich die englischen/amerikanischen Maßeinheiten von AutoCAD auf historische Einheiten in Europa, z.B. Zoll und Fuß ändern ?Das wäre im Denkmalpflegebereich sehr sinnvoll, historische Pläne könnten so rasch eingegeben werden und man könnte dann metrisch weiter arbeiten, etc. etc. Die in Österreich bis 1871 gebräuchlichen Maßeinheiten waren - 1 Zoll / 1" = 2,63401 cm - 1 Fuss / 1' = 31,60807 cm die Umrechnungsparameter waren unter Berücksichtigung aller Stellen genau. Gibt es für dieses Problem eine Lösung abacus
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abacus Mitglied Zivilingenieur
 Beiträge: 4 Registriert: 17.04.2009
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erstellt am: 19. Apr. 2009 11:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von Ingenieur Studio HOLLAUS: Also die Variante mit den meitsten Möglichkeiten bietet Dir X-Ref. Du kannst ein X-Ref (in Meter gezeichnet) oder auch mehrere in dem Masstab einfügen in dem früher gezeichnet wurde. Daher ergibt sich DU arbeitest ein der eigentlichen Zeichnung in m, und in der wo DU eingefügt hast in den früheren Einheiten. Wichtig dafür ist zu wissen wie mann Elemente "rein" und "raus" bekommt. Siehe dazu X-Ref an der Stelle bearbeiten
Bedeutet aber, dass 2 überlagerte Zeichnungen vorliegen (= doppelte Arbeit), aber sicher ein Weg, gut, dass man durchgreifen kann. Bedeutet aber z.B. unterste Lage Scan, darüber historischer Maßstab, darüber metrischer Plan.
Beim Rekonstruieren, zuerst messen, dann im historischen Maßstab auftragen und weiter im metrischen. Wäre es nur einmal zu übertragen, dann könnte man ja eine Zeichnung kopieren und 1 x skalieren, das entspricht aber nicht dem Workflow. Guter Hinweis, aber eben doppelte Zeichenarbeit bzw. laufende Konventiererei und erneutes (metrisches) Bemaßen ... abacus
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Ingenieur Studio HOLLAUS Mitglied CAD / CAFM / GIS Beratung-Programmierung-Schulung
   
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erstellt am: 20. Apr. 2009 07:56 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für abacus
Ich seh die doppelte Arbeit nicht Du arbeitest in dem System in dem Du arbeiten möchtest metrisch direkt in der Zeichnung und alter Massstab in der skalierten. Einzige Arbeit die "dazukommt" ist das übernehmen der entstandenen Daten in die XRef rein. Wir verwenden diese Technick wenn sich unsere Kunden abweichende EInheiten von m wünschen. und es funktioniert sehr gut. Der eleganteste Weg wäre natürlcih Autocad MAP zu verwenden und dort Koordinatensysteme zu definieren. Das wird aber ein ziemlicher mathematischer Aufwand und würde ich daher für mich nicht machen.
------------------ www.hollaus.at www.cars4fun.at Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
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