Zitat:
Original erstellt von Mathe:
... , dass man in Skizzen z.B. Linien bemaßen soll und nicht deren Endpunkte. Dadurch würden gleich Abhängigkeiten erstellt, die aber nicht als solche angezeigt werden. ...
Man muss hier unterscheiden:
Wählt man zum Bemaßen nur eine Linie aus und setzt dann das Maß ab, gibt es keinen Unterschied zum Bemaßen der beiden Endpunkte der Linie. Man erkennt das auch am identischen Cursorsymbol und es stehen auch die selben Optionen (Ausgerichtet, Horizontal, Vertikal) zur Verfügung. Nur eine Linie anzuklicken ist also nur ein Shortcut für das Anklicken der beiden Endpunkt.
Wählt man zum Bemaßen zwei parallele Linie aus, wird ein anderer Maßtyp erzeugt, was man auch am anderen Cursorsymbol erkennen kann. Dieser Maßtyp impliziert tatsächlich eine Parallel-Abhängigkeit. Versucht man dann zusätzlich noch nachträglich eine Parallel-Abhängigkeit zu vergeben, wird das als Überbestimmung abgelehnt. In der anderen Reihenfolge (erst Parallel-Abhängigkeit und dann Parallel-Bemaßung) wird aber nicht verweigert und erzeugt tatsächlich eine überbestimmte Skizze. Das hat auch schon bei späteren Änderungen sehr oft zu Problemem geführt und ist oft die Ursache für scheinbar falsch angezeigte Skizzenbestimmung (Freiheitsgrade). Änlich sieht es bei der Bemaßung des Abstandes zwischen einem Punkt und eine Linie aus. Auch hier sieht amn wieder das selbe Cursorsymbol.
Fazit: Es ist grundsätzlich eher besser, die Endpunkte zu bemaßen. In der Praxis wäre es aber oft sehr umständlich und unübersichtlich, das Bemaßen der Linien völlig zu unterbinden. Auf die Verwendung der Option "Linearer Durchmesser" müsste zudem völlig verzichtet werden.
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Michael Puschner
Autodesk Inventor Certified Expert
Mensch und Maschine Scholle GmbH
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