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  Dynamische Simulation und Objektvereinzelung - kann die das?

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Autor Thema:  Dynamische Simulation und Objektvereinzelung - kann die das? (1136 mal gelesen)
Doc Snyder
Moderator
Dr.-Ing. Maschinenbau, Entwicklung & Konstruktion von Spezialmaschinen




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Beiträge: 13435
Registriert: 02.04.2004

IV 2024

erstellt am: 12. Nov. 2010 02:23    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Moin!

Ehe ich lange herumprobiere, frage ich lieber, und da das von allgemeinem Interesse ist, frage ich hier im Forum.

Es geht um die klassische und oft so problematische Vereinzelung in z.B. Verpackungsmaschinen: Es stehen viele runde Objekte (alle gleich) ungeordnet (aber alle aufrecht) auf einem breiten Zuführband und werden im Stau (gleitende Reibung an der Aufstandsfläche) in eine enger werdende Gasse gefördert. Am Ende der Gasse nimmt dann z.B. ein Zahnrad oder eine Schnecke immer ein Objekt seitlich mit. Typische Störungen dabei sind, dass die Objekte sich gegen die enger werdenden Seitenwände verkeilen und eine "Brücke", also eine Verstopfung bilden oder dass an dem Mitnehmer ein Objekt eingeklemmt oder weggeschoben anstatt mitgenommen wird oder dass zwei Objekte gleichzeitg mitgenommen werden "wollen", dann aber gar keines richtig erfasst wird. Problematisch dabei sind immer die Winkel und Abstände der verschiedenen Führungselemente, und ausschlaggebend ist immer die Reibung. Dynamik gibt dabei es wenig, Bewegungen gibt es viele, und es spielen auch alle möglichen verschiedenen Reibungsfaktoren mit, und es sind eine große Menge beteiligter Objekte und ein große Menge Kontaktstellen zu berechnen.

Kann die Dynamischen Simulation das, oder ist das eine Nummer zu groß?

------------------
Roland  
www.Das-Entwicklungsbuero.de

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Michael Puschner
Moderator
Rentner




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Beiträge: 13007
Registriert: 29.08.2003

Toshiba Encore mit MS Office

Ein Programm sollte nicht nur Hand und Fuß, sondern auch Herz und Hirn haben.
(Michael Anton)

erstellt am: 13. Nov. 2010 10:26    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Doc Snyder 10 Unities + Antwort hilfreich

Zitat:
Original erstellt von Doc Snyder:
... Kann die Dynamischen Simulation das, oder ist das eine Nummer zu groß?

Hallo, hier spricht Radio Eriwan:

Im Prinzip ja. Aber ...

Der Aufbau solch eines Simulationsmodells verlangt ein sehr feinfühliges Justieren der Kontaktbedingungen, in Bezug auf Steifigkeit, Dämfung und Reibung, damit sich die Kontakte realitätsnah verhalten. Das verlangt etwas Erfahrung, vor allem mit der realen Situation, was bei dir aber sicherlich gegeben ist.

Die zwiete Hürde hast du auch schon richtig erkannt. Das Mengengerüst macht hier nicht nur die Vergabe der Kontakte zu einem Ausdauersport in Sachen Klicken, sondern treibt auch die Rechenzeiten extem in die Höhe. Das wiederum macht die eben genannte Justage der Kontaktparameter zum Geduldsspiel. Man sollte hier sparen, wo man nur kann und Kontakte nur dort vergeben, wo sich wirklich etwas begegnen kann.

Eventuell muss auch der Solver noch etwas getrimmt werden, was aber in IV2010 möglich ist.

Solche Simulationen sind immer ein Herausforderung, egal mit welcher Software. Und immer ist es viel einfacher eine real bekannte Situaltion nachzubilden, als eine unbekannte vorherzusagen. Wenn aber die reale Problematik bekannt ist und sich simulativ nachstellen lässt, wirken sich konstuktive Änderungen auch in der Regel realistisch auf die Simulation aus.


------------------
Michael Puschner
Autodesk Inventor Certified Expert
Mensch und Maschine Scholle GmbH

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lbcad
Ehrenmitglied V.I.P. h.c.
Dipl.-Ing. Maschinenbau und CAD-Trainer



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Beiträge: 3835
Registriert: 15.02.2001

DELL Precision 7520 Win10Pro-64
Inventor mit Vault Professional 2024
---------------------
Während man es aufschiebt,
verrinnt das Leben.
Lucius Annaeus Seneca
(ca. 4 v. Chr - 65 n. Chr.)

erstellt am: 13. Nov. 2010 18:17    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Doc Snyder 10 Unities + Antwort hilfreich

Zitat:
Original erstellt von Doc Snyder:
...
Kann die Dynamischen Simulation das, oder ist das eine Nummer zu groß?


ohne darauf direkt eingehen zu wollen: Wofür willst Du das machen? Der Aufwand scheint doch sehr groß und die Rückschlüsse auf die Realität scheinen sehr fragwürdig.

Denken wir doch mal gemeinsam nach:

Eine solche Brücke entsteht nicht immer und nicht in regelmäßigen Abständen, sondern ist eher ein Zufallsergebnis. Es ist aber immer wie im richtigen Leben: Eine richtige Brücke benötigt einen stabilen Stand. Die Pfeiler sollten abgestützt werden und der Brückenbogen stabilisiert. Dies entsteht bei Vereinzelungsvorgängen immer sehr unregelmäßig. Regelmäßig geht man dann hin und stört dieses Gleichgewicht. Dann stürzt die Brücke ein und der Vereinzelungsvorgang geht weiter.

Was wir daraus lernen können, ist, dass, wenn der Grund, auf dem eine solche Brücke entsteht, wackelt, dann kann so eine Brücke nicht aufgebaut werden.

Vereinzelungseinrichtungen sind übrigens immer sehr interessant. Ich habe mich schon im Studium damit beschäftigt. Damals ging es um die Vereinzelung von Fahrradspeichen. Später habe ich dann auch noch einmal eine Einrichtung zum Vereinzelnen von Ringspinnhülsen gebaut. Das war immer aufwändiger, als man es sich anfangs geträumt hat.

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Gruß Lothar

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