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Autor Thema:  Schwindung und Toleranzen für Spritzteil festlegen (2763 mal gelesen)
ugsi
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Beiträge: 591
Registriert: 01.11.2003

NX10
NX12
NX1899

erstellt am: 02. Dez. 2003 18:01    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Hallo Formkonstrukteure,

ich steh vor einem Problem und hab keine Idee wie ich es lösen könnte, vielleicht habt ihr einige Tipps.

Ich hab die 2D-Kundenzeichnung und das 3D-Modell eines sehr komplexen Bauteiles.

Es sind ca.90% der Maße mit +/- 0,15 bemaßt es befinden sich auf der Zeichnung auch Maße mit nur Minustoleranzen von -0,3- 0,4 . aber auch welche mit Plustoleranzen z.B.+0.3 mm

Würde ich die Schwindung komplett mit 0,6% über das ganze Modell rechnen besteht die Gefahr, dass ich bei den Minus und Plustoleranzen beim Spritzteil aus dem Toleranzbereich bin.

Zum besseren Verständnis an einem Würfel mit der Länge 120 mm

• Kunden 3D Modell ist 120mm
• Kundenmaß in Teilzeichnung mit Toleranzangabe ist 120mm -0,4
• Geforderte Schwindung 0,6% auf 120mm =120,76
• Um auf die sichere Seite und auch noch Möglichkeit der Nacharbeit zu bekommen sollte das Maß im Werkzeug höchstens 120,30 sein.
• Das wiederum bedeutet der Kunde hätte sein Modell maximal 119,67 konstruieren dürfen

Wie kann ich nun die Toleranzen soweit nachträglich in das Kundenmodell einpflegen

Bei einem Maß kann ich mir helfen aber nicht bei 100

Wie geht ihr bei so was logisch vor

Besten Dank für jeden Tipp

Gruß

------------------
ugsi

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Thermoflasche
Ehrenmitglied
Konstrukteur


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Beiträge: 1733
Registriert: 08.10.2003

Unigraphics NX 2.0.5.2 / NX 4.0.4.2
Solidworks 2007
Moldflow Part Advisor 8.0

erstellt am: 03. Dez. 2003 07:09    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für ugsi 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo UGSI,
ich würde wie folgt vorgehen :
-vorhandenes Teil nehmen mit der vorgeschriebenden Schwindung
-Formbildenden Teile hiermit erzeugen
-Auf den kritischen Flächen ein positives offset anbringen

Bei engen Tolerancen müßtest Du doch eh so vorgehen, um das
Fertigmaß sicher zu stellen. Eine andere möglichkeit wäre den offset
auf die Elektrode anzubringen.
In der Praxis fertigt doch niemand die Form für technische Teile auf Fertigmaß für das Erstmuster.

Gruß Thermoflasche

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ugteufel
Mitglied
Dipl.-Ing. für Feinwerktechnik


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Beiträge: 181
Registriert: 10.10.2003

erstellt am: 03. Dez. 2003 10:11    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für ugsi 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo ugsi!

Da haben wir wieder unsere drei Probleme. Über Schwindung kannst Du voll vergessen. Schwindung ist ein Faktor und der hat bekanntlich bei kleinen Massen eine ganz andere Wirkung als bei grossen Massen. Da wird wohl nichts helfen. Du wirst die Arbeit für einem der Vater und Mutter erschlagen hat auf Dich nehmen müssen und jedes Mass einzeln entsprechend der Toleranz bearbeiten. Im 3-D-Modell mit Fremddaten kannst Du dann über "offset" bzw. "Direkte Konstruktion" in Deine Toleranzen kommen.

Gruss von

------------------
thomas schwarze
fa. modelltechnik

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ugsi
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Beiträge: 591
Registriert: 01.11.2003

NX10
NX12
NX1899

erstellt am: 03. Dez. 2003 16:48    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Danke Leute Ihr macht mir Mut

bisher hab ich auch über das kompl Teil die Schwindung gelegt war bisher auch immer OK.
Bei meinem jetzigen Bauteil ist das etwas komplexer vor allem Fremddaten, die Aussenmaße über alles sind mit -0,4 toleriert im Bauteil sind ca.30 Bohrungen und Kerne hier sind einige mit +0,2 toleriert.
Mit Offset aussen klappt es nicht ohne weiteres hier bekomme ich Fehlermeldung Edges nicht gefunden nachdem hier alles mit Radien versehen ist.

Es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben wie folgt zu verfahren.

Wenn ich mit Offset arbeiten will bzw. muss werde ich nicht umhin kommen erst sämtliche Radien mit Simplyfy zu entfernen dann den Minusoffset danach alle Radien wieder anbringen.
Bei den Bohrungen ebenso alle aus dem Bauteil entfernen und dann in den entsprechenden Toleranzen wieder anbringen.

Übrigens Bauteilgröße 220x180x140 die Teilzeichnung besteht aus 3 Stck. A1 Einzelblättern 20 Schnitten mit ca.250 oder mehr Maßen

Super Arbeit kann sich nur um Tage handeln sollte jemand noch einen anderen Vorschlag haben immer her damit

besten Dank einstweilen 

------------------
ugsi

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Andreas
Mitglied
Konstrukteur


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Beiträge: 270
Registriert: 16.10.2000

erstellt am: 03. Dez. 2003 21:00    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für ugsi 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo UGSI,

ist vielleicht nur ein schwacher Trost,
aber versuche Deinen Auftraggeber zur "Mitte Toleranz Konstruktion" für die Zukunft zu bringen.
Außerdem hat er vielleicht die Möglichkeit Dir ein Modell ohne Radien erstellen zu können. Würde die Arbeit extrem erleichtern.

Ansonsten, kann ich Dir nicht viel Hoffnungen machen.
Bis denn, Andreas

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