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Autor Thema:  Gewinde und wie weiter? (3711 mal gelesen)
msch
Mitglied
Entwicklungsingenieur

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Beiträge: 8
Registriert: 03.12.2002

erstellt am: 03. Dez. 2002 15:40    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Hallo zusammen,


ich haben folgende Probleme (symbolische Gewinde):

1:

Ich möchte anhand der Partfamilies diverse Teile erstellen, welche ein Gewinde beinhalten.
Alle Teile sind rotationssymmetrisch.

Nun, das ist noch nicht tragisch, aber die Gewinde sollen unterschiedliche Durchmesser, Steigung und .....
erhalten. Wie kann ich diese Eigenschaften steuern, dass das Gewinde korrekt erscheint.
In den Expression sind zwar ein paar Parameter eingetragen, aber längst nicht alle.

Zugegeben, UG macht die Gewinde, aber leider werden sie nicht dem Bolzendurchmesser angepasst.


2:

Um eine komplexe Gewindebohrung zu erstellen, will ich wieder mit Hilfe der Partfam. Parts erstellen, welche aus einer negativen Innenkontur bestehen.
Die Idee ist folgende, in ein bestehendes Part lade ich die negative Innenkontur und Subtrahiere sie von dem bestehenden Körper, somit erhalte ich ein z.B. Zylinder mit einem Innengewinde.
Es funktioniert einwandfrei, bis auf das Gewinde.

Beim Subtrahieren sollte das Aussengewinde zu einem Innengewinde werden.
Es sieht aber nicht so aus, das Gewinde ist mitten in der Luft.

Nach langem Suchen habe ich festgestellt, dass der Normalvektor des Faces bestimmt ob es sich um ein Innengewinde oder ein Aussengewinde handelt.

Kann ich dem negativen Part ein bewusst falsches Gewinde zuweisen?

Da das importieren des negativen Parts automatisiert wird, macht es Sinn, das Gewinde von symbolisch auf detailliert zu ändern, die boolean Operation durchzuführen und das neue Gewinde wieder in symbolische umzuwandeln?

Haben die Zuweisungen Einfluss auf das CAM?

Soll ich eine Hülse mit dem Gewindedurchmesser und einer Dicke von 0.001 verwenden, mit dem Nachteil der Falschdarstellung im Drafting?

Hat das Gewinde überhaupt ein Einfluss auf das CAM?

=====================================================================
Wenn Sie nun hier angelangt sind, haben Sie sich ein Kaffee verdient!
=====================================================================

Mit freundlichen Grüssen

M. Schmid

Info:
Version: UG 17.0.2.2

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Jean
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Konstruktionsingenieur


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Beiträge: 454
Registriert: 05.11.2001

Teamwork ist die Unterwerfung der Begabten unter die Mittelmässigen!

erstellt am: 03. Dez. 2002 18:04    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für msch 10 Unities + Antwort hilfreich

@M.Schmid,
ich kann Dir leider Deine Fragen nicht direkt beantworten, aber vielleicht ein paar Hinweise.
Soweit ich das Gewindetool von UG kapiert habe setzt es beim Erstellen von Gewinden voraus, dass der Bolzen- bzw. Kernlochdurchmesser korrekt sind, d.h. an einen Zylinder mit 20mm Durchmesser weigert sich UG einfach mal so ein 5-er Gewinde zu schnitzen. Beim Erzeugen muss man allgemein so vorgehen wie an der Werkbank, also Bohrung bzw. Bolzen passend zum Gewinde.
Im allgemeinen ist davon abzuraten das Gewinde ausmodelieren zu lassen, sondern es symbolisch zu erzeugen, da ein ausmodeliertes Gewinde Hard- und Software einiges abverlangt.
Deine Idee bzw. Deinen Wunsch kann ich nachvollziehen, allerdings besteht zwischen Bolzen- und Muttergewinde Spiel, sonst dreht da nix. Das Eine vom Anderen abzuziehen wäre villeicht datentechnisch noch ok, sprich im Rechner, nur im fertigen Teil nicht mehr. Vergl. auch Tabellenbuch Metall Bolzen- und Muttergewinde!!!

------------------

Gruss
Jean

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Jean
Mitglied
Konstruktionsingenieur


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Beiträge: 454
Registriert: 05.11.2001

Teamwork ist die Unterwerfung der Begabten unter die Mittelmässigen!

erstellt am: 03. Dez. 2002 18:49    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für msch 10 Unities + Antwort hilfreich

@M.Schmid,
noch ein Nachtrag, Gewinde ist ja eine eigenständige Operation in UG.
Nach einem Substract hat das entandene Teil aber kein Gewinde sondern eine Oberfläche, zufällig in Form eines Gewindes(wenn UG das überhaupt macht). Ein Umwandlung dieser Oberfläche in ein symbolisches Gewinde halte ich für ausgeschlossen.
Für CAM dürfte es eigentlich keine Rolle spielen ob das Gewinde detailliert oder symbolisch ist, es sei denn dass die Schnittstelle das part unparametrisch macht, dann bleibt von einem symbolischen Gewinde nur ein Loch/Bolzen und eine Kurve.
Für Deinen Wunsch das Muttergewinde mittels Substract eines Bolzengewindes zu erzeugen hat das Problem, das UG schon beim Anwählen der Fläche und der Auswahl des Gewindes zwischen Bolzen-und Muttergewinde unterscheidet -> Nenndurchmesser und Kernlochdurchmesser.
Besser meiner Meinung nach z.B. Kreis->Extrude->Gewinde für Bolzen.
Im zweiten Teil Kreis linken->Offset(Da Lochdurchmesser kleiner als Bolzendurchmesser)->Gewinde über Expressions verknüpft.

------------------

Gruss
Jean

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DEngert
Mitglied
Sysadmin


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Beiträge: 50
Registriert: 25.01.2002

WinXP SP2 / UG NX2.0.6.2 / UG NX5.0.2.2

erstellt am: 04. Dez. 2002 09:02    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für msch 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo M. Schmid

zu Frage 1:
Normalerweise steuert das Gewinde das zugehörige Element (soll heißen die zugehörige Kernlochbohrung bzw. den zugehörigen Schaft).
Bsp.: In einer Platte ist eine Bohrung Ø5. Wenn jetzt ein Gewinde auf die Bohrung aufgesetzt wird schlägt UG einen Gewinde-Ø von M6 vor. Es ist möglich, diese Vorgabe über "Manuelle Eingabe" oder "Aus Tabelle auswählen" noch verändern. Wählt man z.B. M8 wird nach Erzeugung des Gewindes der Bohrungs-Ø auf 6,8 geändert. Und genau so ist das beim Schaft.
Für die Gewindeerstellung sind nur die Parameter notwendig, die in der Expressionlist auch drinnen stehen. Die restlichen Informationen, die über das Dialogfeld angeboten werden, sind meines Wissens derzeit nicht auswertbar.

zu Frage 2:
Ich würde mal den Ansatz über User Define Features (UDF)versuchen. Bei uns werden hierüber Standardeinbauräume (z.B. für ein best. Ventil alle notwendigen Bohrungen, Gewinde, Fasen usw.) erstellt. Ich denke da kommst du eher zum Ziel.

Ich hoffe das ganze hilft etwas.

MfG

D. Engert

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chrislee
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Gruppenleiter CAD


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Beiträge: 48
Registriert: 29.06.2002

UGNX2.0.4.2
TCE9.1.2.0
VisView5
WXP

erstellt am: 05. Dez. 2002 20:06    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für msch 10 Unities + Antwort hilfreich


gl_partfamily01.gif

 
Hallo zusammen!

Baut man Teile, deren Varianten veränderliche Gewindegrößen haben, als Teilefamilie auf, gibt es mehrere Möglichkeiten, das Gewinde zu steuern:

Variante 1: Modellierung jeder Gewindegröße
Diese Variante eignet sich vor allem bei wenigen Gewindegrößen.
Hierzu muß für jede Gewindegröße ein eigenes HOLE und THREAD modelliert werden. Dann werden all diese Feature in das Spreadsheet der Part Family aufgenommen und dort entsprechend mit "YES/NO" ein- bzw. ausgeblendet.


Variante 2: Steuerung eines Gewinde-Features über die Steuerung der Parameter im Spreadsheet
Diese Variante eignet sich vor allem bei einer überschaubaren Anzahl von Gewindegrößen. Diese Variante ist in der Regel zu wählen.
Die Parameter müssen aus der Gewindetabelle ermittelt und in das Spreadsheet der Teilefamilie übertragen werden. Das Beispiel zeigt die Steuerung eines Gewindes mit den Größen M3, M4 und M5 und den zugehörigen Parametern (TAppDrill, Pitch, MinorDia). Der Flankenwinkel wurde nicht aufgenommen, da er immer gleich bleibt.


Variante 3: Steuerung eines Gewinde-Features über Berechnung der Parameter
Diese Variante eignet sich vor allem bei sehr vielen Gewindegrößen und wird z.B. bei Teilefamilien von Schrauben eingesetzt.
Ein Gewinde ist mit dem Gewindeaußendurchmesser, der Steigung und die Gewindelänge eindeutig festgelegt. UG legt für ein Gewinde noch zusätzliche Parameter an. Die für die Erstellung noch benötigten Parameter werden in einer Formel in den Expressions angegeben.
thread length p1= (Wert aus UG Gewindetabelle als if/else-Anweisung oder in Spreadsheet)
thread pitch  p2= (UG Gewindetabelle ...)
thread angle  p3= 60 (default)
major diameter p4= (UG Gewindetabelle ...)
minor diameter p5= p4 -1.22687 * p2
tapped drill size p6= p4 - p2

Diese Formeln sind für alle gängigen Gewinde einsetzbar. Es muß dann nur noch in der Teilefamilie der jeweilige Gewindenenndurchmesser, die Steigung und eventuell die Gewindelänge angegeben werden. Diese Möglichkeit kann für Außen- und Innengewinde eingesetzt werden.

Gruß
Christian Lisiecki

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