Hallo Ralph,
dein Export ist mit Sicherheit nicht zerlegt, wenn du Step, Parasolid, Acis etc. als Schnittstelle nutzt.
Was deine Baugruppe zerstückelt ist das empangende CAD-System. Wie Christian schon schreibt, es gibt zwei Theorien, wo das Teil seinen Nullpunkt haben soll.
In der Fahrzeugtechnik z.b. hat jedes Teil seinen Nullpunkt auf der Mitte der Vorderachse. Das hat den Vorteil, daß unbekannte Teile wahnsinnig schnell einbaubar sind, und das Modell keinerlei Rechenzeit für Bauteilplazierung benötigt. Die Nachteile sind, daß Mehrfach verwendete Teil nie passen (z.B. LED im Bremslicht), eine Verknüpfung über Ebenen nicht möglich ist (die Plazierung einer Feder bei Zweitverwendung wird zum Kunststück), die Koordinatensysteme schief liegen (bei der Antenne, obwohl ein Rotationskörper passt nichts aus dem Koordinatensystem zur Antenne), und du beim Verschieben des Bremslichts um 0,1mm unmöglich alle Spalte der Anbauteile findest.
Bei SWX
werden die Teile so verknüpft, wie sie eingebaut werden. Das hat den Vorteil daß Mehrfachverwendungen sehr einfach sind, die Teile sinnvoll im Koordinatensystem liegen und damit leicht verknüpft werden können und du dich bei Bauteiländerungen nicht Tagelang mit Neupositionierung beschäftigen musst. Der Nachteil ist natürlich, daß das ganze Rechenpower benötigt, und du bei sehr großen Baugruppen schnell am Limit bist.
Eine Zwischenlösung ist die Skeleton Technik. Hier ist das erste Bauteil einer Baugruppe nur eine Punktewolke, wo die einzelnen Bauteile Ihre Nullpunkte haben. An dieses Skelett werden dann die Bauteile deckungsgleich zum Ursprung an der jeweiligen Stelle eingefügt. Ob das sinnvoll ist ist Geschmackssache, bei sehr großen Baugruppe sicher zugunsten von Rechenleistung.
HTH
Michael
Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP