Zitat:
Original erstellt von Ford P.:
... und kein Grund jemanden ans Zeichenbrett zurück zuschicken. ...

Doch wohl anders herum, oder?
Zitat:
Original erstellt von Ford P.:
... Und ein Maß ist dann schnell in ein Referenzmaß umgewandelt. ...
Nein, nicht schnell, sondern nur sorglos. Dagegen gibt es das meines Wissens nach durch keine Konfigoption abschaltbare Fenster "Skizze lösen". Hier wird auch nicht durch versehentliches Klicken der mittleren Maustaste ein Referenzmaß angelegt, sondern nur durch aktives Betätigen von "Bem > Ref" oder aktives Anwählen eines anderen Maßes und Löschen.
Wer sämtliche Warnungen und Hinweise mißachtet sollte sich hinterher nicht über das Resultat beschweren.
Zitat:
Original erstellt von Ford P.:
... Wenn man dann nach dem man den Sketcher verlassen hat plötzlich bemerkt das das Maß auf der Zeichnung angezogen war, mit Toleranzen (eventuell auch Form und Lage) ausgestattet war, eventuell eine Beziehung gesteuert hat ...
Die Skizzen und deren Bemaßung sind die maßgeblichen Grundlagen der 3D-Konstruktion. Es muß daher
immer davon ausgegangen werden, dass diese Maße auch zur Zeichnungsableitung verwendet wurden. Wenn ich eine Skizze eines Teiles mit Zeichnungsableitung umdefiniere, prüfe ich immer zuerst, was da dran hängt. Sie lösen doch auch nicht das Zugseil eines Aufzugs bevor Sie sichergestellt haben, dass der Aufzug im Keller festverankert steht.
Zitat:
Original erstellt von Ford P.:
... oder gibts da ne Warnung in Sketcher?...
Das wäre jetzt wirklich einmal ein sinnvoller Verbesserungsvorschlag.
Zitat:
Original erstellt von Ford P.:
...Bei Teilen mit deutlich über 1000 KEs hab ich nicht mehr jedes Zeichnungsmaß im Kopf. Besonders bei einer Änderung 3 Jahre nach der Ersterstellung. Und das hat mit "einmal richtig" eher wenig zutun...
Gerade das hat mit "einmal richtig" sehr viel zu tun, denn insbesondere bei komplexen Teilen, mit denen unter Umständen viel später andere Kollegen weiter arbeiten müssen ist der systematische Modellaufbau von aller größter Bedeutung.
Dazu müssen Regeln definiert, eingehalten und geprüft werden, wie z. B. dass Beziehungen bei komplexen Modellen nicht auf die Teilebene, sondern ins KE gehören, dass der Modellaufbau in logischen Gruppen (Grundgeometrie, Funktionsgeometrie, Detailgeometrie, Kosmetik) zu erfolgen hat, dass solche Gruppen auch als solche in Pro/E zusammenzufassen und benennen sind, dass in der Zeichnung erstellte Maße auf eigene Folien gehören, dass Toleranzen über Toleranztabellen und nicht als Maßtextmoifikation zu definieren sind, dass Rundungen in möglichst wenigen Rundungs-KEs mit mehreren Sätze zu definieren sind, usw.
Wer das nicht macht, kann genauso gut ein 5000-Teile-Wald-Puzzel in die Konstruktion kippen und vom Kollegen verlangen, dass bei dem 17-ten Blatt am 2-ten Ast unten rechts des 6-ten Ahorns in der 8-ten Reihe die Farbe auf Herbstrot zu ändern sei.
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"Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist." (Stanislaw Jerzy Lec)
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