Gut zu Wissen: CAD.de NX #4 - Customer Defaults in Siemens NXKurzfassung
Eine allgemein gültige Liste „sinnvoller“ Customer Defaults für Siemens NX gibt es praktisch nicht. Die passenden Einstellungen hängen stark davon ab, wie NX im jeweiligen Unternehmen eingesetzt wird.
Warum es keine universelle Best-Liste gibt
- NX kann nativ oder mit PLM-System genutzt werden.
- Firmen haben unterschiedliche Konstruktionsrichtlinien.
- Bestandsdaten, Altsysteme und Kundenanforderungen beeinflussen die Einstellungen.
- Arbeitsweisen unterscheiden sich: Zeichnung, PMI, alter/neuer Skizzierer, eigene Standards usw.
- Was in Firma A sinnvoll ist, kann in Firma B störend oder falsch sein.
Empfehlung
Statt eine fremde Customer-Defaults-Liste zu übernehmen, sollte man die Einstellungen systematisch an den eigenen NX-Prozess anpassen.
- Zuerst interne Arbeitsweise klären: nativ oder Teamcenter/PLM, Zeichnung oder PMI, Normen, Templates, Skizzierer, Datenstruktur.
- Dann relevante Bereiche in den Customer Defaults prüfen.
- Änderungen dokumentieren.
- Nach Möglichkeit eine gesicherte Defaults-Datei bzw. ein Backup der NX-Konfiguration ablegen.
- Änderungen vor dem produktiven Einsatz mit typischen Bauteilen, Baugruppen und Zeichnungen testen.
Deutschsprachige Hilfe zu englischen Customer Defaults
Eine vollständige offizielle deutsche Übersetzung aller Customer Defaults ist in der Praxis schwer zu finden bzw. nicht als einfache Gesamtliste bekannt. Sinnvoller ist meist:
- Siemens NX-Dokumentation bzw. NX Help gezielt nach dem englischen Begriff durchsuchen.
- Im Customer-Defaults-Dialog die Beschreibung/Hilfe zur jeweiligen Option verwenden.
- Interne Übersetzungsliste für häufig genutzte Einstellungen anlegen.
- Änderungen mit Zweck, Datum und Verantwortlichem dokumentieren.
Fazit
Customer Defaults sind keine allgemeine Empfehlungsliste, sondern ein unternehmensspezifischer NX-Standard. Die beste Lösung ist eine eigene, dokumentierte Konfiguration, die zur vorhandenen Arbeitsweise passt.