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Autor Thema:  Bauteil basierend auf Basisbauteil erstellen (326 / mal gelesen)
Torus
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Beiträge: 3
Registriert: 12.01.2026

erstellt am: 12. Jan. 2026 20:31    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Als nur gelegentlicher Anwender von Inventor habe ich die Frage, ob sich folgende Aufgabe eleganter lösen lässt:
Ich konstruiere mehrere ähnliche Bauteile: sagen wir beispielsweise und vereinfachend Quader, die also drei Parameter besitzten: Höhe, Breite, Tiefe. Breite und Tiefe sollen für alle gleich sein, aber die Höhe variiert.
Nachdem ich in einer (Basis-)Bauteildatei den Quader mit den gewünschten Maßen erstellt habe, erstelle ich unter Verwalten > iPart Einträge für die benötigten Varianten für die Höhe.

Jetzt möchte ich Zeichenblätter für alle Varianten erstellen. Die Aufgabe ist:
(1) Wenn Breite und Tiefe der Quader nachträglich verändert werden sollen, dann soll diese Änderung nur einmal durchgeführt werden müssen.
(2) Wenn ich die Zeichnungen nachträglich anpassen möchte (z.B. eine Detailansicht erstellen), dann soll diese Änderung ebenfalls nur einmal durchgeführt werden müssen.

Ich hatte ursprünglich angenommen, dass Problem (1) durch das Ableiten eines Bauteils gelöst werden könnte, da bin ich aber nicht weitergekommen: wenn ich eine neue Bauteildatei erstelle und darin durch Verwalten > Ableiten das Basis-Bauteil ableite, dann kann ich dabei zwar auch den Parameter für die Höhe mit ableiten, dieser ist dann aber schreibgeschützt. D.h. ich kann gar keine Variante mit anderer Höhe erstellen. Offenbar ist das Ableiten von Parametern ausschließlich dafür nützlich, wenn der Parameter in der neuen Bauteildatei für weitere parametrische Berechnungen benötigt wird.

Ich habe mir dann so beholfen, dass ich stattdessen für die übrigen Varianten Baugruppen erstellt habe: dort kann ich beim Platzieren des Basis-Bauteils die jeweiligen Varianten auswählen.
Das scheint mir aber eine umständliche Lösung zu sein (eine Baugruppe erstellen, obwohl ich dort nur eine Komponente platziere). Lässt sich das anders lösen?

Für Problem (2) habe ich gar keine Idee wie das zu lösen ist. Wenn ich zunächst eine Zeichnungsdatei erstelle, und dann für jede Variante eine Kopie erstelle und dort die Referenz ändere (Verwalten > Modellreferenz ersetzen), dann habe ich initial nur einmal die Zeichnung erstellen müssen. Jede Änderung müsste ich dann aber in allen Zeichnungsdateien gleichermaßen durchführen. Gibt es auch hierfür einen besseren Weg?

Danke und Gruß

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Lothar Boekels
Ehrenmitglied V.I.P. h.c.
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erstellt am: 13. Jan. 2026 08:57    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo Torus,

deine Aufgabe läßt sich ganz leicht über die iParts lösen. Das hast du schon richtig angefangen.
Für die Zeichnung erstellst du eine Familienzeichnung. Dort sind die variablen Abmessungen nur mit Kennungen in den Ansichten dargestellt. Auf der Zeichnung selber erstellst du eine Variantentabelle. Dort ist für jede Variante die Bauteilnummer mit den dazugehörigen Variantenabmessungen aufgelistet.
Damit sich in der Zeichnung nicht dauernd etwas ändert, fügst du eine Variante hinzu, die ausschließlich für die Zeichnungserstellung da ist. Die darf auch Abmessungsvarianten haben, die so gewählt sind, dass sich das Modell auf der Zeichnung auch platzsparend darstellen läßt. Günstigerweise benennst du diese Variante so, dass man es direkt erkennt.

HTH

------------------
mit freundlichem Gruß
aus der Burggemeinde Brüggen
Lothar Boekels

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KraBBy
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erstellt am: 13. Jan. 2026 09:27    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich

Moin,

erstmal grundsätzliches: Du erstellst also ein "Norm-iPart"
So erstellen Sie Norm-iParts
Das funktioniert am Besten, wenn bei der Erstellung schon klar ist, welche Varianten es geben soll, wie bei Schrauben oder anderen Normteilen. Es steht zu Beginn fest, wie viele Varianten es gibt und welche Parameter diese haben. Ein Gegenbeispiel wäre, wenn man sich eine langsam wachsende Tabelle wünscht. Am (hier blöden) Beispiel Schraube: Heute brauche ich eine M6x12 und M8x16, also iPart nur mit diesen beiden Varianten. Nächsten Monat kommt M8x20 dazu und in einem Jahr M10x50. Kann man machen, ist aber z.B. bezgl. Freigabe mindestens unschön, weil bei jeder Änderung vom Mutterteil alle Kinder aktualisiert werden wollen.
[Zumindest habe ich das so aus einer Schulung in Erinnerung]

Bei der Zeichnung zu iParts kenne ich das so, dass es nur eine Zeichnung für alle Varianten gibt. Man stellt eine Variante bzw. das Mutterteil dar, malt die tabellengesteuerten Maße mit einem Platzhalter hin und fügt eine Tabelle mit den Werten ein.
So erstellen Sie eine Konfigurationstabelle

Falls man sich etwas anderes vorstellt, gäbe es noch "benutzerdefinierte iParts". siehe Zusammenfassung der Unterschiede zwischen Norm- und benutzerdefinierten iPart-Varianten
Klassisches Beispiel dafür wäre ein Profil das als Meterware verwaltet wird. iPart einfügen in Baugruppe und Länge eingeben, in der Stückliste kann man sich die Länge anzeigen lassen. Eine Zg. für solche Teile ist aber mE nicht sinnvoll zu machen (bzw. man braucht zusätzlich die Information aus der Baugruppe).

------------------
Gruß KraBBy

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Torus
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erstellt am: 13. Jan. 2026 15:29    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Vielen Dank für die ausführlichen Tipps! Die geeignete Lösung für (2) ist also: es muss nur eine Zeichnung bearbeitet werden, weil es nur eine Zeichnung gibt. Und es gibt auch nur eine ipt-Datei, in der alle Varianten enthalten sind. Das passt für mich. Die Varianten stehen auch schon fest, so dass die Norm-iPart-Varianten ausreichen.

Ich habe allerdings noch einen anderen relevanten Anwendungsfall, den ich nicht aufgeführt hatte, da ich naiverweise annahm, dessen Lösung würde automatisch mit abfallen. Wie gehe ich vor, wenn auf Grundlage des Basis-Bauteils weitere Anpassungen durchgeführt werden müssen? Z.B. auf die Variante mit 1 cm Höhe soll eine Pyramide aufgesetzt werden, auf die Variante mit 2 cm Höhe ein 'Spitzdach'. Auch hier sollen Breite und Tiefe des Basis-Bauteils nachträglich noch verändert werden können. Durch 'Ableiten' des Basis-Bauteils komme ich hier nicht weiter, da ich beim Ableiten den Parameter für die Höhe nicht anpassen kann.

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KraBBy
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Maschinenbau-Ingenieur


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erstellt am: 14. Jan. 2026 08:45    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich

Zitat:
Original erstellt von Torus:
... Wie gehe ich vor, wenn auf Grundlage des Basis-Bauteils weitere Anpassungen durchgeführt werden müssen? Z.B. auf die Variante mit 1 cm Höhe soll eine Pyramide aufgesetzt werden, auf die Variante mit 2 cm Höhe ein 'Spitzdach'. Auch hier sollen Breite und Tiefe des Basis-Bauteils nachträglich noch verändert werden können.

Du könntest Dir dazu Modellzustände anschauen und ausprobieren. Da ist auch sehr viel möglich. Man muss aufpassen, welchen Zustand man gerade bearbeitet. Außerdem muss man sich darüber Gedanken machen, wie die Datenverwaltung damit funktioniert. z.B. welche Informationen in Stücklisten angezeigt werden, wie TeileNr zugeordnet werden - gut, das Thema gibt es bei iParts auch...

Zitat:
Durch 'Ableiten' des Basis-Bauteils komme ich hier nicht weiter, da ich beim Ableiten den Parameter für die Höhe nicht anpassen kann.
Du könntest aber vmtl. durch weitere Features zur gewünschten Geometrie kommen. Etwas "anstücken" oder mit Direktbearbeitung Flächen verschieben und so weiter. Es könnte ein Vorteil sein, mehr oder weniger unabhängige ipts zu haben, wenn z.B. eine Datenverwaltung mit rein spielt und TeileNr. automatisiert sind oder ähnliches. Die Verbindung über Ableiten kann später unterdrückt oder auch gelöst werden.

Aus meiner Sicht hängt die Entscheidung über den "richtigen" Weg davon ab, von wievielen Varianten wir sprechen und wie das "drumherum" wohl am besten zu handhaben ist.

------------------
Gruß KraBBy

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Lothar Boekels
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erstellt am: 14. Jan. 2026 11:55    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich

Um noch einmal mit den Begriffen aufzuräumen:
- iParts
  sind Teile, die Variantenteile eines Grundmodells sind. Diese Teile haben alle eine
  eigene Bauteilnummer sind aber bis auf die Herkunft alle unabhängig

- Modellzustände
  sind - wie der Name schon sagt - Zustände eines einzelnen Teils. Das können Teile sein
  mit den Zuständen "Gussrohteil" - "Fertigteil"
  oder Blechteil "reines Laser-Biegeteil" - "Nachgearbeitet" (Bohrungen mit Passung, Senkung,...)
  also bezieht sich das immer auf das gleiche Fertigteil.
  Diese Teilezustände können auch mit unterschiedlichen Bauteilnummern versehen werden, wie das in der Praxis auf oft angewendet wird.


Das heißt nicht, dass man diese Inventor-Funktionalitäten nicht auch anders anwenden kann - aber das ist eben nicht die Entwicklungsabsicht. Daraus folgt, dass bei anderer Verwendung man auch leicht in eine Sackgasse laufen kann. Aber das muss eben jeder für sich entscheiden.

------------------
mit freundlichem Gruß
aus der Burggemeinde Brüggen
Lothar Boekels

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Roland Schröder
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Dr.-Ing. Maschinenbau, Entwicklung & Konstruktion von Spezialmaschinen




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IV 2025.3.1

erstellt am: 14. Jan. 2026 13:09    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich

Moin!

Zu iPart vs. Modellzustand:

Ich habe mich von iPart komplett abgewandt, weil es damit eben genau nicht oder nur äußerst umständlich möglich ist, die iProperties und auch alle anderen Eigenschaften der Varianten zu pflegen, d. h. zu verändern, oder neue Varianten anzulegen.

Stattdessen benutze ich jetzt Modellzustände, auch um z. B. verschiedene Materialien und Oberflächenbeschichtungen von Normteilen* zu unterscheiden, die dann natürlich auch verschiedene Bauteilnummern bekommen. Mit Modellzuständen ist das alles viel einfacher zu verwalten.

Wo soll die Sackgasse sein? Auch die planbasierte Konstruktion ("Skelettmethode", "Mastermodelling",...) war nicht Entwicklungsabsicht bei der Funktion Abgeleiteten Komponente, auf der sie ganz wesentlich beruht.

(*Normteile sind bei mir alles ganz normale, selbst erzeugte Bauteile. Das Content-Center benutze ich schon seit noch viel längerer Zeit nicht mehr, weil ich es ebenfalls viel zu umständlich und unbeweglich finde.)

------------------
Roland  
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Torus
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erstellt am: 14. Jan. 2026 21:56    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Dann werde ich mir die Modellzustände genauer anschauen und prüfen, ob die Funktionalität geeigneter ist. Vielen Dank für die Hinweise!

Ich wundere mich nur, dass es Inventor nicht ermöglicht, in abgeleiteten Bauteilen die Parameter zu verändern. Das würde den Anwendungsfall so elegant lösen.

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Lothar Boekels
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erstellt am: 15. Jan. 2026 08:46    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Torus 10 Unities + Antwort hilfreich


Ipart_Quader.ipt

 
Guten Morgen,

war schon klar, Roland, dass du da widersprechen musst, aber:

iParts können sehr wohl benutzerdefinierte Properties haben, die auch sehr einfach verwaltet werden können.
Das geschieht aber nicht in der abgeleiteten Komponente, sondern im Mutterteil.
Dort werden die unterschiedlichen Abmessungen definiert und auch die gewünschten iProps eingestellt.
Gerne mache ich das Variieren mit Excel. Dort kann man dann auch Excel-Formeln einfügen, um Tabellenwerte zu verknüpfen.
Im angehängten Beispiel habe ich einen ganzen Rutsch neuer Varianten durch Excel erzeugt. Das geht super fix und das finde ich persönlich sehr übersichtlich, da man die ganzen Varianten in der Tabelle alle in der  Übersicht hat.
Für Unmengen an Varianten bietet sich allerdings das ContentCenter an. Aber dazu später - bei Bedarf.

------------------
mit freundlichem Gruß
aus der Burggemeinde Brüggen
Lothar Boekels

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