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 | KonTec Maschinenbau GmbH mit "uversa" auf der All About Automation, eine Pressemitteilung
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Thema: Suche Bremse für Rollen-Bremsenprüfstand für LKW (464 / mal gelesen)
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 18. Jan. 2026 11:27 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo zusammen, ich suche eine Bremse für einen Rollen-Bremsenprüfstand. Vorgesehen sind zwei Rollen, die im Boden eingelassen sind, auf die ein LKW mit seiner Achse fahren soll. Wenn dies jedoch die angetriebene Achse ist, wird es schwer, dass der LKW wieder herausfährt. Daher möchte ich die herausfahrende Rolle bremsen. Aber welche Bremse verbaut man dafür? Eine elektronische Bremse wäre mir ganz recht, da bisher noch kein Druckluftsystem an der Anlage geplant ist. Zur Größenabschätzung: Eine LKW-Achse kann bis zu 11,5 t wiegen. Der LKW muss beim Herausfahren einen Höhenunterschied von bis zu 8 cm überwinden, abhängig vom Reifendurchmesser. Ich schätze, dass ca. 22–27 kN Bremskraft erforderlich sind. Fragen:
- Wo bekommt man solche Bremsen her und wie viel Platz benötigen sie?
- Oder ist es einfacher, eine Scheibenbremse an der Rolle zu montieren und wie bei einer PKW-Bremse einfach zwei Bremsbacken dagegen zu pressen?
Gruß Mücke
------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
TBRG Mitglied Konstrukteur, CE-Koordinator

 Beiträge: 53 Registriert: 28.01.2025
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erstellt am: 18. Jan. 2026 18:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Hi Warum eine Bremse? Die Rollen werden angetrieben mit einem E-Motor. Die Drehzahl ist konstant. Das Übersetzungsverhältnis im Antrieb ist groß. Guck dir doch mal einen Rollenprüfstand in einer Werkstatt oder beim TÜV an. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 18. Jan. 2026 18:49 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Das ist richtig. Ich habe Angst um das Getriebe, denn als mir der Lieferant den Preis genannt hat, musste ich schlucken. Ich muss die Achse nicht wie im Bremsenprüfstand nur in eine Richtung antreiben und dann der Bremskraft widerstehen. Bei mir ist die Lkw-Achse auf Neutralstellung und ich bewege den Reifen immer wieder ein Stück vor und zurück. Ich möchte auch nur eine der beiden Rollen antreiben, die zweite Rolle wollte ich nicht antreiben, sondern einfach mitlaufen lassen und mit einem Encoder auslesen, um das Drehmoment, den Schlupf etc. vom Motor, Getriebe und Rolle/Reifen zu eliminieren. Wenn die eine Rolle jedoch nicht angetrieben ist und sich nur lose bewegen kann, gehe ich davon aus, dass der LKW aus eigener Kraft nicht wieder herauskommen wird. Bei einem Bremsenprüfstand werden beide Rollen zur selben Zeit synchron angetrieben. Die sind mit einer Kette verbunden. Das hatte ich bei mir nicht vorgesehen.
Daher dachte ich an eine Bremse, die ich anbringen kann. Klingt das plausibel? ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Charly Setter Ehrenmitglied V.I.P. h.c.

 Beiträge: 12007 Registriert: 28.05.2002
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erstellt am: 28. Jan. 2026 12:16 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
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rode.damode Mitglied Maschinenbauingenieur
  
 Beiträge: 644 Registriert: 15.07.2011 Inventor 2025
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erstellt am: 28. Jan. 2026 13:09 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 28. Jan. 2026 17:49 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo @TBRG, ich habe mir bei einer Werkstatt einen Bremsenprüfstand angeschaut. Dort konnte man mir allerdings nicht sagen, ob die Rollen beim Ein- und Ausfahren gebremst sind. Leider war kein LKW vor Ort, sodass man das nicht testen konnte. :-( Eventuell weiß das jemand von euch: Sind die Rollen dabei gebremst, oder wird das Getriebe während des Ein- und Ausfahrens abgekoppelt? @Charly Setter: Danke, ich schaue mal. @rode.damode: Hmm, das wäre ein wenig zu groß. Weiß jemand, welche Bremskraft eine Kfz-PKW-Scheibenbremse hat? ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] [Diese Nachricht wurde von Muecke.1982 am 28. Jan. 2026 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 28. Jan. 2026 18:07 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Ich habe mir das noch einmal genauer mit der Bremmskraft angeschaut und folgende Werte als Grundlage gesetzt: Achslast LKW pro Rad: 5,75 t → Gewichtskraft F=m⋅g=5750⋅9,81≈56,4kN F=m⋅g=5750⋅9,81≈56,4kN Rollenradius: 0,125 m Die Rolle ist frei drehend auf Stahllagern, Noppen verhindern Durchrutschen des Reifens. Damit ergibt sich das Drehmoment auf die Rolle durch das Rad: M = F * r = 56,4 kN * 0,125 m ≈ 7,05 kNm Mit einem Sicherheitsfaktor von 1,5–2 komme ich auf: M_Sicherheitsfaktor ≈ 10–14 kNm Demnach sollte die Bremse ungefähr in dieser Größenordnung ausgelegt sein, um die Rolle zuverlässig gegen Verdrehung zu sichern, wenn das Rad darauf steht. Ich hoffe, ich habe das halbwegs richtig berechnet. Ich habe versucht, im Internet nachzulesen, wie man solche Berechnungen durchführt. ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
rode.damode Mitglied Maschinenbauingenieur
  
 Beiträge: 644 Registriert: 15.07.2011 Inventor 2025
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erstellt am: 28. Jan. 2026 18:47 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Mit der Gewichtskraft hat das überhaupt nichts zu tun. Das hat was mit der Beschleunigung zu tun. Da gilt dann F= m x a. m ist hierbei die Gesamtmasse und a die Beschleunigung. Die hängt davon ab, wie der Fahrer drauf ist. Da ist einiges an Sicherheit einzuplanen. Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 28. Jan. 2026 21:08 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
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Roland Schröder Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dr.-Ing. Maschinenbau, Entwicklung & Konstruktion von Spezialmaschinen

 Beiträge: 13740 Registriert: 02.04.2004 Entwicklung von Spezialmaschinen und Mechatronik Autodesk Inventor
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erstellt am: 28. Jan. 2026 21:22 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Zitat: Original erstellt von rode.damode: Mit der Gewichtskraft hat das überhaupt nichts zu tun.
Leider falsch. Es hat sehr viel mit der Gewichtskraft zu tun, aber auch mit der Geometrie, genauer gesagt dem Winkel, mit dem der LKW anfänglich sozusagen bergauf aus der Vorrichtung fahren soll. Sollte dabei eine zu hohe Beschleunigung versucht werden, ist es außerdem besser, dass die Bremse rutscht, als dass der LKW durch die Halle schießt. ------------------ Roland www.Das-Entwicklungsbuero.de It's not the hammer - it's the way you hit! Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 28. Jan. 2026 21:24 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
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Lucian Vaida Moderator Dipl.-Ing. / Konstruktion
       

 Beiträge: 3849 Registriert: 14.11.2002 Inventor 2024 Windows10 22H2 HP Z240
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erstellt am: 28. Jan. 2026 21:32 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Zitat: Original erstellt von rode.damode: Um damit auf seine geschätzte Bremskraft zu kommen sind dabei Bremsscheiben mit einem Durchmesser von über 1m nöti...
Oder man baut vor die Bremae ein billiges Planetengetriebe ein. ------------------ Gruß Lucian Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Torsten Niemeier Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Maschinenbau Ingenieur

 Beiträge: 3898 Registriert: 21.06.2001 "ZUSE I.36", 8 BIT, 32 Lämpchen, Service-Ölkännchen "ESSO-Super", Software: AO auf Kuhlmann-Parallelogramm-Plattform ** CSWP 04/2011 ** ** CSWE 08/2011 **
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erstellt am: 29. Jan. 2026 00:34 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Zitat: Original erstellt von Roland Schröder: Leider falsch.Es hat sehr viel mit der Gewichtskraft zu tun, aber auch mit der Geometrie, genauer gesagt dem Winkel, mit dem der LKW anfänglich sozusagen bergauf aus der Vorrichtung fahren soll. Sollte dabei eine zu hohe Beschleunigung versucht werden, ist es außerdem besser, dass die Bremse rutscht, als dass der LKW durch die Halle schießt.
Mmmh. Ich hätte jetzt gesagt, wenn das Haltemoment der Bremse größer ist als das größte Moment, welches die Antriebsachse auf die Rolle übertragen kann, dann hätte die Bremse ihre Aufgabe erfüllt. Wenn das Moped dann wegen seines Gewichts tatsächlich nicht aus der Kuhle rauskommt, werden eben die Räder auf der gebremsten Rolle durchdrehen. Aber sowas ließe sich wohl kaum durch die Auslegung des Bremsmomentes verhindern. Außer, man möchte erst mit etwas Drehzahl auf der ungebremsten Rolle Schwung holen und erst dann die Bremse ansteuern. Würde ich aber ziemlich merkwürdig finden. Und dann hätte man auch statt einer Haltebremse bereits eine Betriebsbremse.
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 29. Jan. 2026 07:05 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo zusammen, danke für die vielen Rückmeldungen, das hilft mir wirklich weiter 👍 Ich glaube, jetzt wird auch klarer, wofür die Bremse eigentlich da sein soll – und wofür nicht. Die Geometrie spielt dabei tatsächlich eine große Rolle (Danke @Roland): Der LKW fährt beim Herausfahren zunächst „bergauf“, da der Reifen aus der Mulde einen Höhenunterschied von ca. 8 cm überwinden muss. Genau in diesem Moment möchte ich das System beruhigen. Ich habe inzwischen auch eine Skizze erstellt, in der Reifen, Rolle, Höhenunterschied und Angriffspunkte eingezeichnet sind. Die hänge ich an – dann wird hoffentlich klarer, warum ich ursprünglich über Gewichtskraft, Geometrie und das resultierende Moment nachgedacht habe. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, das maximale Antriebsmoment der Achse „abzufangen“, sondern das System beim Ein- und Ausfahren kontrollierbar und gutmütig zu machen. Gruß Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
rode.damode Mitglied Maschinenbauingenieur
  
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erstellt am: 29. Jan. 2026 10:23 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Hallo Roland. Wenn im ersten Moment der Beschleunigung die Rollen nicht fest stehen, kommt der LKW nie aus der Kuhle raus. Da spielt die Gewichtskraft keine Rolle. Die kommt erst dann ins Spiel, wenn es bergauf geht. Da ist sie jedoch auch nur ein Teil der Kräfte.
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rode.damode Mitglied Maschinenbauingenieur
  
 Beiträge: 644 Registriert: 15.07.2011 Inventor 2025
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erstellt am: 29. Jan. 2026 11:56 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
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TBRG Mitglied Konstrukteur, CE-Koordinator

 Beiträge: 53 Registriert: 28.01.2025
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erstellt am: 29. Jan. 2026 14:35 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Zitat: Original erstellt von TBRG: Hab ich ihm doch schon mal gepostet: Hi Warum eine Bremse? Die Rollen werden angetrieben mit einem E-Motor. Die Drehzahl ist konstant. Das Übersetzungsverhältnis im Antrieb ist groß. Guck dir doch mal einen Rollenprüfstand in einer Werkstatt oder beim TÜV an.
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 29. Jan. 2026 18:16 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von rode.damode: @Mücke.1982 Warum versuchst du das Rad neu zu erfinden?
Das ist tatsächlich das Letzte, was ich möchte. Aber wenn man in einem Themengebiet noch nicht die nötige Erfahrung hat, bleibt einem aus meiner Sicht nur eines: fragen, diskutieren und dazulernen. Genau das versuche ich hier: [*] eigene Überlegungen offenlegen [*] Gegenargumente anhören [*] bestehende Lösungen verstehen [*] und meine Annahmen ggf. korrigieren Wenn mir dabei Denkfehler unterlaufen, bin ich dankbar für Hinweise – genau dafür ist die Diskussion ja da. Zitat: Original erstellt von rode.damode: die 2. Rolle um 50 mm absenken.
Das Prinzip ist mir bekannt und technisch absolut sinnvoll. In meinem Fall gibt es dafür allerdings eine Randbedingung, die das schwierig macht: Zwischen den beiden Rollen soll zusätzliche Prüftechnik entlanglaufen, die zentriert zum Reifen positioniert sein muss. Wenn eine Rolle deutlich abgesenkt ist, liegt der Reifen nicht mehr mittig zwischen den Rollen – die Prüftechnik passt dann geometrisch nicht mehr sauber an den Reifen bzw. kollidiert. Deshalb habe ich mich bisher bewusst für Rollen auf gleicher Höhe entschieden. Mir ist klar, dass ich mir damit den Ein- und Ausfahrvorgang erschwere – genau dieser Zielkonflikt ist der Kern meiner aktuellen Fragestellung. Zitat: Original erstellt von rode.damode: Der BMW VDX hat ein Drehmoment von 18.000 Nm.
Wenn ich das richtig einordne, handelt es sich dabei um das Radmoment, nicht um das Motormoment. Gerade im ersten Gang liegt das Moment am Rad durch die Gesamtübersetzung (Getriebe + Achse) ja deutlich höher als das reine Motormoment. Falls ich das hier falsch sehe, korrigiert mich bitte – Antriebsstrang-Auslegung ist nicht mein Kernthema. Zitat: Original erstellt von rode.damode: Aber selbst normale Radnabenmotoren haben locker 2000 Nm Drehmoment. Da noch ein Getriebe dazwischen und es ist keine zusätzliche Bremse nötig.
Hier stehe ich ehrlich gesagt noch etwas auf dem Schlauch. Meinst Du damit: [*] dass das Getriebe durch seine Übersetzung bereits ein ausreichendes Haltemoment bereitstellt? [*] oder dass die Rolle aktiv angetrieben werden sollte und damit keine separate Bremse notwendig ist? Zitat: Original erstellt von TBRG: Warum eine Bremse?
Der Hintergrund ist folgender: [*] Das LKW-Rad soll nicht wie beim klassischen Bremsenprüfstand auf Drehzahl gebracht werden [*] Es soll im Millimeterbereich vor- und zurück positioniert werden können [*] Die LKW-Achse steht dabei im Leerlauf Ursprünglich war geplant: [*] eine Rolle aktiv anzutreiben [*] die zweite Rolle frei mitlaufen zu lassen Die frei mitlaufende Rolle sollte mit einem Encoder ausgestattet werden, um: [*] Schlupf zu erkennen [*] Einflüsse von Reifen und Rolle vom Antrieb zu entkoppeln [*] und die Position möglichst exakt zu erfassen Meine Sorge betrifft dabei weniger den Motor als das Getriebe: Beim Ein- und Ausfahren sowie bei äußeren Einwirkungen auf die Rolle könnten unerwünschte Rückdrehmomente ins Getriebe eingeleitet werden. Der Getriebehersteller hat mir dazu geraten, eine Bremse vorzusehen, und zwar vor dem Getriebe, nicht am Motor. Begründung: Wenn von außen zu stark an der Rolle gedreht wird, könnte das Getriebe Schaden nehmen – eine Bremse würde das System beruhigen und entlasten. Abschließende Frage an euch: Wie ist das bei einem klassischen LKW-Bremsenprüfstand gelöst? [*] Werden die Rollen beim Ein- und Ausfahren aktiv angetrieben? [*] Oder ist der Antrieb entkoppelt und die Rollen laufen frei? [*] Gibt es in diesem Zustand eine definierte Brems- oder Haltefunktion? Genau dieses Detail versuche ich aktuell zu verstehen. Gruß Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
TBRG Mitglied Konstrukteur, CE-Koordinator

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erstellt am: 30. Jan. 2026 08:02 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Zitat: Wie ist das bei einem klassischen LKW-Bremsenprüfstand gelöst? [*] Werden die Rollen beim Ein- und Ausfahren aktiv angetrieben? Beim Einfahren wird der Antrieb eingeschaltet. Nach dem Ausfahren bleibt der Antrieb nach einer geringen Nachlaufzeit stehen [*] Oder ist der Antrieb entkoppelt und die Rollen laufen frei? Weder noch. Ist die Bremskraft der Betriebs-/Feststellbremse groß genug und die Reibung zwischen Reifen und Rollen auch, so blockieren die Räder und der Antrieb der Rollen wird kurz abgeschaltet [*] Gibt es in diesem Zustand eine definierte Brems- oder Haltefunktion? Was soll das sein? Diese Deine Fragen beantworten sich selbst, wenn Du Dir mal in einer LKW- Werkstatt oder bei einer HU-Stelle einen Rollenprüfstand angesehen hast, wie ich Dir schon mal geraten habe. Jetzt noch eine Frage meinerseits an Dich: was ist der Verwendungszweck deiner Entwicklung, wenn fertig gebaut? Werkstattmäßig wirst Du das nie einsetzen dürfen, weil es diverse Abnahmevoraussetzungen gibt. An solche Prüfstände werden heute ganz andere Anforderungen gestellt. Die Zeiten sind vorbei, wo die Bremskraft auf zwei Anzeigen erscheint und die Werte anschließend in den Prüfbericht eingetragen werden. In meinem früheren Berufsleben als Kfz.- und Panzermechaniker (ist jetzt mehr als 45 Jahre her) habe ich auch mit Bremsenprüfständen gearbeitet.
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1316 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 31. Jan. 2026 13:14 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo zusammen, vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen und die fachlichen Hinweise. Ich hoffe, dass ich in der kommenden Woche die Möglichkeit habe, mich mit einem örtlichen Werkstattmeister auszutauschen, um mir einen klassischen Rollenprüfstand nochmals im Betrieb anzusehen und gezielt Fragen zu klären. Zur Einordnung meiner Entwicklung möchte ich noch etwas klarstellen: Ich baue keinen Bremsenprüfstand im klassischen Sinne. Die Anlage ähnelt äußerlich zwar einem Rollenprüfstand, der eigentliche Zweck ist jedoch ein anderer. Zwischen den Rollen soll Prüftechnik von unten an den Reifen heranfahren können – entweder kontaktierend oder optisch messend. Dafür ist es notwendig, dass der Reifen sehr langsam bewegt wird (max. ca. 5 rpm), da ansonsten die optische Erfassung nicht mehr zuverlässig funktioniert. Aus diesem Grund beschäftige ich mich intensiv mit folgenden Fragen: Wie verhält sich Motor und Getriebe beim Ein- und Ausfahren des LKW? Welche Rückdrehmomente können über Reifen und Rolle ins Getriebe eingeleitet werden? Besteht die Gefahr, dass das Getriebe dabei Schaden nimmt? Und kommt der LKW bei dieser Geometrie zuverlässig wieder aus der Mulde heraus? Genau solche Punkte möchte ich vor dem Bau verstehen und sauber auslegen – nicht erst dann, wenn die Anlage bereits steht. Da ich in diesem speziellen Themenfeld noch nicht über viel praktische Erfahrung verfüge und aktuell auch keinen Konstrukteur für einen direkten Austausch habe, versuche ich, mir das notwendige Verständnis durch Fragen, Diskussionen und eigene Überlegungen zu erarbeiten. Wenn sich dabei Denkfehler einschleichen, bin ich dankbar für Hinweise – genau dafür ist der Austausch hier aus meiner Sicht gedacht. Mein Ziel ist ausdrücklich nicht, bestehende Lösungen neu zu erfinden, sondern sie zu verstehen und zu prüfen, ob und wie sich bewährte Konzepte unter meinen Randbedingungen sinnvoll adaptieren lassen. Die Diskussion hat sich aus meiner Sicht technisch sehr spannend entwickelt, und ich werde die angesprochenen Punkte in Ruhe durchdenken. Sobald sich daraus neue Erkenntnisse oder konkrete Lösungsansätze ergeben, melde ich mich gerne wieder mit einem aktualisierten Stand. Viele Grüße Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |