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Thema: Hochstrom-Kontaktstift richtig befestigen? (313 / mal gelesen)
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Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1265 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 10. Dez. 2025 19:38 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Hallo miteinander,ich habe einen Hochstrom-Kontaktstift, den ich gerne in ein POM-Bauteil einsetzen möchte. Allerdings bin ich mir unsicher, wie ich ihn korrekt befestigen soll. Der Hersteller gibt an, dass das Kabel mittels Kabelschuh und einer M6-Mutter unten am Gewinde befestigt werden soll. Die Auflagefläche am Kontaktstift oberhalb des M6-Gewindes ist jedoch nur etwa 0,8 mm größer im Durchmesser, was bedeutet, dass die tatsächliche Auflagefläche lediglich 0,4 mm pro Seite beträgt. Meine Frage ist nun: Reicht diese geringe Auflagefläche aus? Oder wie muss man einen Hochstrom-Kontaktstift normalerweise richtig befestigen, damit er mechanisch stabil sitzt und thermisch zuverlässig funktioniert? Gruß Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
 Beiträge: 5264 Registriert: 05.12.2005 WF 4
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erstellt am: 11. Dez. 2025 06:29 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Wenn die Bohrung des Kabelschuhs zentrisch auf dem Stift sitzt, fließt der Strom über die Mutter. Die sollte dann mindestens aus CuZn ( Messing ohne Pb ) sein. Auch der Stift sollte nicht aus Automaten-Messing sein, sondern mindestens CuZn ohne Pb. Der Strom sucht sich den kürzesten Weg und der erwämrt sich oder brennt durch. Es gibt da eindeutige Bilder. ------------------ Klaus Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
 Beiträge: 1265 Registriert: 23.07.2009 [Inventor Professional 2026] - [WIN 11]
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erstellt am: 11. Dez. 2025 06:59 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Auf dem Datenblatt des Stiftes steht zumindest, dass er aus Messing besteht. :-) An die Mutter, die auch aus Messing sein sollte, hatte ich noch gar nicht gedacht, doch das ist eine gute Idee. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Datenblatt des Stiftes online stellen kann/darf, denn der Hersteller gibt diese Informationen nur auf Nachfrage heraus. Die geringe Auflagefläche bereitet mir etwas Sorgen, denn du hast das schon richtig angesprochen: Es könnte warm werden und dann geht mir mein POM sonst so hin.
Ich überlege, ob ich für die Befestigung nicht eher auf PEEK setzen sollte, denn das hält, wenn ich es richtig im Kopf habe, deutlich mehr aus. Gruß Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
cadkaiser Mitglied Selbstständig
 
 Beiträge: 276 Registriert: 07.01.2002
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erstellt am: 11. Dez. 2025 08:20 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Hallo, aber POM ist dafür doch nicht richtig, das leitet meines Wissens sehr gut. Und das bei Hochstrom?? Ein PA6 iost je nach Type elektrisch gut isolierend, geht auch mit Glasfaser. PEEK ist natürlich auch eine Wahl, ist aber sehr spröde und teuer in Material und Verarbeitung. Alles andereErweichungstemperaturen, mech. Beanspruchungen, elektrischer Durchschlag etc. muss man auslegen. ------------------ "Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!" Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
 Beiträge: 5264 Registriert: 05.12.2005 WF 4
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erstellt am: 11. Dez. 2025 10:04 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
POM isoliert besser als PA 6 . PA kann Feuchtigkeit aufnehmen und isoliert dann schlechter. Man kann POM natürlich wie jeden Kunststoff leitfähig machen, aber das ist hier nicht das Thema. Ob das CuZn Pb enthält ist entscheidend, weil es die Leitfähigkeit ziemlich redziert. Für Hochstrom sollte die Oberfläche dann noch Silber Ag sein. ------------------ Klaus Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 11. Dez. 2025 17:30 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von N.Lesch: Wenn die Bohrung des Kabelschuhs zentrisch auf dem Stift sitzt, fließt der Strom über die Mutter. Die sollte dann mindestens aus CuZn ( Messing ohne Pb ) sein.
Das ist ein guter Hinweis. Da ich noch keine passende Mutter habe, muss ich 2 bis 10 Stück bestellen. Dabei achte ich genau auf das Material. Zitat: Original erstellt von N.Lesch: Auch der Stift sollte nicht aus Automaten-Messing sein, sondern mindestens CuZn ohne Pb.
Davon gehe ich aus, da die Firma viele solcher Stifte auch für Batterien und E-Autos herstellt und daher weiß, was sie tut. Zitat: Original erstellt von N.Lesch: Der Strom sucht sich den kürzesten Weg und der erwämrt sich oder brennt durch. Es gibt da eindeutige Bilder.
Davor habe ich gerade etwas Angst. Ich werde das in verschiedenen Dauertests (10 h +) testen und dokumentieren, was passiert und wie.
Zitat: Original erstellt von cadkaiser: Hallo, aber POM ist dafür doch nicht richtig, das leitet meines Wissens sehr gut. Und das bei Hochstrom??
Öhm, das kenne ich anders. Ich habe es auch nicht nachgegugelt. Mein Ergebnis: Kurzantwort: Nein, POM (Polyoxymethylen) ist in seiner Standardform nicht leitfähig. Es gehört zu den elektrisch isolierenden Kunststoffen. Details: * Elektrische Leitfähigkeit: Sehr gering → wirkt als guter Isolator. * Spezielle Varianten: Es gibt leitfähiges bzw. antistatisches POM, aber nur wenn es vom Hersteller mit ** Ruß (Carbon Black), ** leitfähigen Additiven oder ** Fasern modifiziert wurde. Diese Spezialtypen werden oft als POM-ESD, POM-CF (carbon filled) oder leitfähiges POM bezeichnet und sind klar gekennzeichnet. Zitat: Original erstellt von cadkaiser: PEEK ist natürlich auch eine Wahl,...
Das wurde mir vom Hersteller des Hochstrom-Kontaktstifts empfohlen. Er empfiehlt eine Wandstärke des Isolators von 0,7–1,0 mm oder mehr. Als Material für den Isolator eignen sich laut Hersteller PEEK und POM. Ich finde nur die geringe Auflagefläche über dem M6-Gewinde sehr klein. Zitat: Original erstellt von N.Lesch: ... Ob das CuZn Pb enthält ist entscheidend, weil es die Leitfähigkeit ziemlich redziert. Für Hochstrom sollte die Oberfläche dann noch Silber Ag sein.
So spontan, ohne dass ich schon danach gesucht habe: Ihr kennt zufällig einen Lieferanten für solche Muttern in M6? Gruß, Mücke
------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
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erstellt am: 11. Dez. 2025 21:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
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Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 11. Dez. 2025 22:20 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
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N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
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erstellt am: 12. Dez. 2025 06:05 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Die Mutter aus CuZn wäre schon gut, aber Ms60 ist keine technische Angabe. Da mußt Du nachfragen ob die Mutter RohS konform ist, aber da werden die Ausnahmen ständig verlängert. Einfach nachfragen ob die Mutter Pb frei ist. Bis zu 0,1 % Pb sind noch RohS konform. Es geht aber um den Pb Gehalt von 3 % , der hier die Leitfähigkeit reduziert und den Widerstand erhöht. ------------------ Klaus Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 12. Dez. 2025 07:05 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
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N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
 Beiträge: 5264 Registriert: 05.12.2005 WF 4
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erstellt am: 12. Dez. 2025 08:47 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Ja , genau das ist Kupfer-haltig. Edit: wg. Auto-intuitiv Funktion mußte ich das Material ausschreiben. Sonst hat es eine ganz andere Bedeutung. Klaus [Diese Nachricht wurde von N.Lesch am 16. Dez. 2025 editiert.] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 15. Dez. 2025 19:16 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
So, meine Zeichnung ist endlich fertig geworden. 🙂 Ich habe den Hochstromkontakt in eine 1 mm starke Umhüllung gepackt. Die Umhüllung selbst besitzt einen Fuß, der wiederum an mein Bauteil geschraubt ist, damit sie fixiert ist und nicht nach unten rutschen kann. Die Umhüllung (aus POM oder PEEK) kommt anschließend in einen Aluminiumblock. Auf den Hochstromkontakt wird bei vollem Hub – der nun passen sollte – laut Datenblatt eine Kraft von 12 N ausgeübt. Im Datenblatt sieht es in der Zeichnung so aus, als könnte man die Auflagefläche etwas größer gestalten und das M6-Gewinde eventuell direkt durch das POM bzw. PEEK führen. Was meint Ihr dazu? Würdet Ihr die Umhüllung unten nur mit einem Kernloch versehen und anschließend mit einem M6-Gewindeschneider ein Gewinde in POM bzw. PEEK schneiden? Dadurch hätte man eine etwas größere Auflagefläche. Wie würdet Ihr das interpretieren bzw. wie würdet Ihr vorgehen? Gruß Mücke ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
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erstellt am: 16. Dez. 2025 16:10 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
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Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 16. Dez. 2025 17:24 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Ok, danke für den Hinweis – jetzt verstehe ich, was Du mit dem Ø 0,7 meinst. Zur Klarstellung: An dem Ø 0,7-Stift wird kein Kabelschuh befestigt und dort wird auch keine Mutter angezogen. An dieser Stelle soll lediglich ein Messkabel angelötet werden, über das anschließend ein Schrumpfschlauch gezogen wird – sowohl zur Isolation als auch zur leichten mechanischen Entlastung. Die eigentliche mechanische und elektrische Hochstrom-Anbindung erfolgt ausschließlich über das M6-Gewinde mit Kabelschuh und Mutter. Mir ging es in meiner Frage primär um die Auflagefläche oberhalb des M6-Gewindes (roter Pfeil in der Zeichnung) und die Überlegung, dort statt eines 6-mm-Durchgangslochs ein 5-mm-Kernloch mit geschnittenem M6-Gewinde im POM/PEEK vorzusehen, um die Auflagefläche zu vergrößern. Leider kann ich die Gefahr einer Verbiegung des Ø 0,7 beim Anziehen noch nicht ganz nachvollziehen bzw. verstehe ich sie noch nicht richtig. Wie meinst du das mit dem konisch werden? Meinst du, dass ich beim Anziehen der Mutter aufpassen muss? Sorry, ich steige da nicht so richtig dahinter. Ich möchte es auch nicht wegdiskutieren, im Gegenteil, ich möchte gerade verstehen, was du meintest. ------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
N.Lesch Ehrenmitglied V.I.P. h.c. Dipl. Ing.
     
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erstellt am: 18. Dez. 2025 09:25 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:          Nur für Muecke.1982
Das mit dem Gewinde in der Kunstoffhülse ist ziemlich egal. Der Bolzen hat schon einen Freistisch und das Gewinde benötigt auch noch eine Fase. Dann ist da fast kein Gewinde mehr. Das hat nur den Nachteil, daß Du den Bolzen da umständlich durchschrauben mußt. Der Stift mit Ø 0,7 ist ist sehr lang und der wird nicht so gerade bleiben. Entweder verzieht er sich schon beim Drehen oder danach beim Handling. Wenn Du schon Ø 0,7 benötigst , dann so kurz wie nötig. Den Rest kannst Du ja dicker machen. ------------------ Klaus Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |
Muecke.1982 Mitglied
   
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erstellt am: 18. Dez. 2025 18:28 <-- editieren / zitieren --> Unities abgeben:         
Zitat: Original erstellt von N.Lesch: Das mit dem Gewinde in der Kunstoffhülse ist ziemlich egal. Der Bolzen hat schon einen Freistisch und das Gewinde benötigt auch noch eine Fase. Dann ist da fast kein Gewinde mehr. Das hat nur den Nachteil, daß Du den Bolzen da umständlich durchschrauben mußt.
Hm, okay, also das 6-mm-Loch anstelle eines etwas kleineren, um die Auflagefläche zu vergrößern.
Zitat: Original erstellt von N.Lesch: Der Stift mit Ø 0,7 ist ist sehr lang und der wird nicht so gerade bleiben. Entweder verzieht er sich schon beim Drehen oder danach beim Handling. Wenn Du schon Ø 0,7 benötigst , dann so kurz wie nötig. Den Rest kannst Du ja dicker machen.
Der Stift mit einem Durchmesser von 0,7 mm dürfte für mich zu dünn sein, doch der Hersteller des Stiftes (Hochstromkontaktes) bietet ihn nur so an. Den fertige ich nicht selbst, sondern kaufe ihn so zu. Das ist die Unterseite. Über das M6-Gewinde können bis zu 100 A Dauerbelastung übertragen werden. An den Stift mit 0,7 mm Durchmesser kann man eine Messleitung löten, sodass eine 4-Leiter-Messung auf kleinem Raum installiert werden kann. Das ist ein 4-Leiter-Hochstromkontakt aus dieser Bauserie. https://www.fixtest.de/de/loesungen/hochstrom-kontaktierungen------------------ [Inventor Professional 2026] - [WIN 11] Eine Antwort auf diesen Beitrag verfassen (mit Zitat/Zitat des Beitrags) IP |