Wer so ein Modul bereit stellt, der muss entweder sehr ausgefeilte AGBs (alles ausschließen, für nichts verantwortlich) oder super gute Nerven haben. Eine Verzahnungsberechnung ist alles andere als trivial. Neben den rein geometrischen Randbedingungen des einzelnen Zahnrades sind noch erhebliche weitere Angaben erforderlich, die das CAD, und meist auch der ungeübte Anwender, gar nicht bereitstellen können:
* Anzahl und Lage der Zahneingriffe
* zeitliches Verhalten der Momente
* Art der Momentübertragung (Zwischenrad, Momentabnahme am Rad, etc.)
* Biegelinie der Ritzel- und Radwelle
* Angaben zum Schmierstoff
* Angaben zu Werkstoffen und Härteverfahren
* Angaben zur Betriebstemperatur
* ...
Das Ergebnis solcher Produkte sind meistens Festigkeitsangaben, die absolut nichts mit der Realität gemein haben.
Ich kann mich U_Suess nur anschließen:
Wer Verzahnungen berechnen will, muss wissen, was er tut. Für den qualifizierten Anwender sind daher die handelsüblichen Programme (z.B. KISSsoft, FVA, ...) auch kein Problem. Die anderen sollten lieber die Finger davon lassen oder zu Fuß nach DIN 3990 rechnen. Dann wissen sie wenigstens, welche Annahmen und Vereinfachungen sie gemacht haben.
PS: Ich kenne das Modul von IV nicht, aber was macht das denn z.B., wenn man einfach mal einen Kunststoff als Zahnradwerkstoff wählt?
- Gibt es dann eine "Zeit- oder Dauerfestigkeit" auf der Basis der Streckgrenze von dem Kunststoff?
- Wie wirkt sich in so einem Fall die Betriebstemperatur auf das Rechenergebnis aus?
- Gibt es einen Unterschied zwischen wälzgefrästen Zahnrädern (mit Unterschnitt, z.B: aus Stahl) oder formend hergestellten Zahnrädern (z.B. Spritzguss) ohne Unterschnitt?
- Haben die überhaupt eine exakte Zahnform?
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