Forum:Allgemeines im Anlagenbau
Thema:Aufbewahrungsdauer Zeichnungserstellungen
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T H E M A     A N S E H E N
Olli-0510

Beiträge: 5 / 0

Hallo zusammen,

wie lange muss man Erstellungsunterlagen gesetzlich aufbewahren? Es geht bei uns im Allgemeinen um Vorgaben von Kunden wie welche Bauteile auszusehen haben. Git es da denn gesetzlich überhaupt irgendwelche Vorgaben? Die Thematik ist folgende. Wir haben diese Unterlagen alle digital abgelegt, jedoch stellt jetzt sich auf Grund eines Audits und der allgemeinen Sichtung der Verfahrens- und Arbeitsanweisungen die Frage ob hier nicht eine gewisse Dauer angegeben werden muss.

Wäre heilfroh wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

Danke schon mal vorab.

Gruß Olli

ibgross

Beiträge: 72 / 1

CAD 2D: Autocad
CAD 3D: Pro/E, Creo/Parametrics
FEM: Pro/M Structure, Creo/Simulate
MKS: Pro/M Motion, Creo/ASE

Hallo Olli;

da müsste man schon wissen worum es konkret geht - Joghurtbecher oder Druckbehälter?

Grundsätzlich würde ich dir empfehlen, dich mal mit der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG auseinanderzusetzen und alle hier angeführten Themenbereiche zu berücksichtigen.

Ist da ein CE-Kenzeichen drauf?
Dann gilt es, die Entwurfs- und Planungsunterlagen für die gesamte Betriebsdauer des Gerätes / der Anlage und evtl. auch darüber hinaus zur Verfügung zu halten.

Vielleicht kannst du das noch ein wenig konkretisieren, dann helfe ich dir mit genaueren Angeben gerne weiter.

Beste Grüße
Michael

Olli-0510

Beiträge: 5 / 0

Es geht um Werkzeuge wie Bohrer, Fräser usw.
ibgross

Beiträge: 72 / 1

CAD 2D: Autocad
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FEM: Pro/M Structure, Creo/Simulate
MKS: Pro/M Motion, Creo/ASE

Hallo Olli;

grundsätzlich ist es so, dass gem. Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) Unterlagen vom Hersteller 10 Jahre zugänglich aufbewahrt werden müssen.

Gesetzestext siehe unter nachfolgendem Link:
https://www.gesetze-im-internet.de/prodsg_2011/ProdSG.pdf

In deinem Fall (Werkzeuge) gibt es ja Normen:
Bsp. Bohrer: DIN 338, DIN 340, DIN 341, DIN 345, DIN 1897, DIN 1870, etc.
Bsp. Fräser: DIN 327, DIN 842, DIN 844, DIN 847, DIN 850, DIN 851, DIN 855, etc.

Solche Bauteile fallen nicht unter die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und erhalten i.d.R. auch kein CE-Kennzeichen.
Sollte doch ein CE-Kennzeichen erforderlich bzw. gewünscht sein, bestätigt der Hersteller lediglich u.a. oben genannte Normen berücksichtigt zu haben.

Ich empfehle in den Produktbeschreibungen die o.a. Normen anzugeben, soweit diese zutreffend sind.

Ausserdem empfehle ich für die weitere Firmen-Strategie Kontakt zu Verbänden (FWI, VDMA, VDI, TÜV, etc.) aufzunehmen.
I.d.R. ist man dort bei Erstgesprächen sehr aufgeschlossen und die Kosten halten sich in Grenzen.

Für deinen konkreten Fall inbes. von Bedeutung:
FWI: Fachverband Werkzeugindustrie
https://www.werkzeug.org/

Beste Grüße
Michael