Forum:Allgemeines im Maschinenbau
Thema:Passung auf Achskörper für ein Kugellager
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T H E M A     A N S E H E N
Roland Schröder

Beiträge: 12387 / 332

Entwicklung von Spezialmaschinen und Mechatronik
Autodesk Inventor

Keine Sorge, das hast Du schon richtig verstanden. Die Passung, also die Kombination zweier Toleranzfelder, beschreibt den Charakter der Paarung, ein Einzelteil kann dagegen nur eine Toleranz bekommen, also den jeweiligen Teil der Passung. Im Beispiel H7/m6 wäre das m6 für die Welle.

Nun ist eine Kugellabgerbohrung aber nach Norm nicht H7, sondern hat die Toleranzfeldlage K und eine eigene Toleranzfeldbreite, die keiner IT-Toleranzfeldbreite entspricht. Die genauen Werte stehen im Kugellagerkatalog.

Die Abmaße der Welle oder Achse wählt dann der Konstrukteur in Abhängigkeit von der Anwendung. Der klassische Standardfall ist das -> Stehlager. Da darf der Außenring lose sitzen, und der hat nach Norm ein Toleranzfeld in Lage h. Der Innenring muss in dem Fall aber fest sitzen, daher hat das Lager innen K, darin sitzt eine Welle mit h einigermaßen fest.

In Deinem Fall, typisch für Zweiradfahrzeuge, ist es aber umgekehrt. Da hast Du am Außenring Umfangslast, der muss daher fest sitzen, sonst kann er unter gewissen Umständen von der umlaufenden Last in seinem Sitz herumgemangelt werden, was zu Schäden führt. Daher sitzen meistens beide Lager in der Nabe fest, und die Abmaße der Lagersitz-Bohrung darin gewährleisten entsprechend ein Übermaß (mehr Material). Die nötige axiale Ausgleichsbeweglichkeit, für die eine Spielpassung erforderlich ist, zumindest an einem der beiden Lager, muss dann auf die Achse gelegt werden, so wie Du es auch beschrieben hast. Der Innenring hat Punktlast, d. h. es ist immer dieselbe Stelle belastet, und damit besteht dort keine Gefahr, dass er anfängt zu "wandern", und eine lose Passung ist ausreichend.

Und jetzt kommt es drauf an, was für ein "Bike" das ist. Bei einem Spaß-Fahrad für den Fastnachtsumzug ist es so gut wie egal, wie viel Spiel da ist, aber bei einem Hochgeschwindigkeitsmotorrad kann zu viel Spiel in den Lagern bzw. den Lagersitzen tödlich sein. Außerdem muss bekannt sein, wie die Achse "funktioniert", also ob und wie die Lagerinnenringe axial geführt oder begrenzt oder verspannt werden. Eine Zeichnung hilft da...

PS:
Die von Dir genannte Nummer bezeichnet, was ich jetzt erst sah, kein Kugellager sondern ein Kegelrollenlager. Das ist etwas Anderes! Einige Aspekte sind dabei gleich, andere aber nicht.

Bevor ich jetzt alles Geschriebene umändere, erkläre bitte was genau, was Sache ist! 

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Roland  
www.Das-Entwicklungsbuero.de

It's not the hammer - it's the way you hit!

[Diese Nachricht wurde von Roland Schröder am 21. Mai. 2020 editiert.]