Ungleichf├Ârmige Bewegung ausgleichen? / Mechanische Antriebstechnik
Manta-Hai 19. Mrz. 2014, 13:58

Ich hätte eine Frage bezüglich Kurbelgetrieben:

Nehmen wir eine Kurbelwelle mit dem Radius x, die die Kraft mit zwei Pleueln, zwei Zahnstangen, zwei Zahnrädern und zwei Freiläufen auf eine Welle überträgt. Die Welle dreht sich ja dann ungleichförmig (Geschindigkeitskurve wie eine Sinus-Kurve). Wenn man nun eine zur ersten Kurbel um 90 Grad versetzt drehende Kurbel (mit gleichem Radius) an die Welle anschließt, welche wieder die Kraft mit zwei Pleueln, zwei Zahnstangen, zwei Zahnrädern und zwei Freiläufen auf eine Welle überträgt, so müsste doch die Endgeschwindigkeit gleichmäßig sein oder?

GWS 19. Mrz. 2014, 14:05

Ohne große theoretische Betrachtungen zu machen, würde ich erwarten, dass du zum einen die Frequnz deiner "Sinus"-Kurve verdoppelst und zum anderen, dass dein Sinus keiner mehr ist. Ich denke an zwei um 90░ verschobene Sinuskurven, die zu einer Kurvenform addiert werden.

Grüße Günter

[Diese Nachricht wurde von GWS am 19. Mrz. 2014 editiert.]

Manta-Hai 19. Mrz. 2014, 14:24

Zitat:
Original erstellt von GWS:
Ohne große theoretische Betrachtungen zu machen, würde ich erwarten, dass du zum einen die Frequnz deiner "Sinus"-Kurve verdoppelst und zum anderen, dass dein Sinus keiner mehr ist. Ich denke an zwei um 90░ verschobene Sinuskurven, die zu einer Kurvenform addiert werden.

Grüße Günter


[Diese Nachricht wurde von GWS am 19. Mrz. 2014 editiert.]



Wenn die beiden Kurven um 90 Grade vesetzt laufen und sich adieren, dann dann gleichen sie sich ja aus ;-)

ulrix 19. Mrz. 2014, 15:45

Vielleicht habe ich Deine Beschreibung vollkommen falsch verstanden (um das zu vermeiden, wäre eine Handskizze hilfreich). Falls ich die Beschreibung aber doch richtig verstanden habe, dann bekommst Du mit dieser Anordnung nichts, das einer gleichförmigen Drehbewegung auch nur ähnlich ist.

Naheliegend wäre ja die Verwendung von 2 Kuppelstangen, die auf 90░ zueinander versetzten Kurbelzapfen laufen, wie bei einer Dampflok.

Wenn das nicht geht und tatsächlich Pleuelstangen ins Spiel kommen, dann hast Du schon mal keine sinusförmige, sondern nur eine sinus-ähnliche Bewegung, wegen der endlichen Länge der Pleuelstange. Der Freilauf schneidet dann noch eine Hälfte der Kurve ab. Da wäre dann wieder naheliegend, auf Zahnstangen, Ritzel und Freiläufe zu verzichten und die Ungleichförmigkeit auf genau dieselbe Weise zu beseitigen, wie sie entstanden ist, also mit noch einer Pleuelstange. (so wie man die Ungleichförmigkeiten, die ein Kreuzgelenk erzeugt, mit einem zweiten, passend angeordneten Kreuzgelenk eliminiert) Dies nur als Anregung, ohne Gewähr, dass man hieraus eine praktikable Lösung entwickeln kann.

Addition von 2 Sinuskurven soll eine Konstante ergeben? Wohl in Mathe gefehlt? (Abgesehen davon, dass 2 Freiläufe keine Addition bewirken, zumindest dann nicht, wenn sie so angeordnet sind, wie ich anhand der verbalen Beschreibung vermute.)

GWS 20. Mrz. 2014, 15:07

Die Addition zweier um 180░ versetzten Sinuskurven ergäbe tatsächlich eine Konstante: 0

SCNR

PS.: Eine Skizze wäre tatsächlich sehr hilfreich. Vielleicht habe ich es einfach nicht richtig verstanden.

Hohen÷cker 20. Mrz. 2014, 15:49

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