von acad 2000 auf acad 2004 adt / AutoCAD Architecture ACA (ADT)
tron700 10. Mrz. 2005, 19:30

hallo leute,

ich arbeite schon seit ein paar jahren mit acad2000.

mein arbeitgeber in spe arbeitet mit autocad 2004 adt. werde ich da stehn wie der berühmte ochse vor dem berg oder ist die verwandtschaft noch zu erkennen ?
muss ich vorher nen crashkurs machen oder sind die grundzüge gleich?

danke im voraus.

grüße

tron


sleepless 10. Mrz. 2005, 22:07

Hallo Tron,

ich habe seinerseits den Umstieg von R14 (oder wars noch 13?) auf ADT 3.0 gemacht. Zunächstmal sollte man dir sagen, dass es wirklich zwei verschiedene Welten sind. Mit Autocad zeichnet man im wesentlichen so, wie man füher mit Tusche auf Papier gekrizelt hat. (ich weiß, dass das gewaltig hinkt). ADT hingegen ist Objektorientiert.
Als Beispiel:
Im AutoCAD zeichnest du vier Linien und eine Schraffur für eine Wand.
Im ADT zeichnest du eine Wand - Linien und Schraffur ergeben sich aus der Stil- und Materialdefinition.
Somit wirst du um eine gewisse Einarbeitungszeit nicht herumkommen.

Die gute Seite der Sache liegt darin, dass man im ADT ein vollständiges AutoCAD zur Verfügung hat. Wenn du nicht auf ADT-Objekte zurückgreifen willst, oder kannst, ist es jederzeit möglich mit der "gewohnten" AutoCAD-Taktik weiter zu arbeiten. In wie weit dein neuer Arbeitgeber ADT einsetzt oder nur das AutoCAD darin nutzt, weiß eh noch keiner.

Das kann auch von Projekt zu Projekt verschieden sein. Ich bearbeite zur Zeit drei verschiedene Projekttypen: Der erste bassiert eigentlich auf AutoCAD-Technik mit ein paar ADT-Ergänzungen. Der Zweite ist objektorientiert, aber 2D, also Wand als Objekt, aber ohne Höheninformation. Der dritte ist vollständig als ADT-Modell erstellt.

Grüße
Tom

charlieBV 11. Mrz. 2005, 07:23

Hi,

also, alles was du im Acad machst kannst du auch im ADT gebrauchen, aber im ADT gibt es noch so ein paar (manchmal auch nette) Ergänzungen. Tom hat recht, dass es auf die Arbeitsweise der neuen Firma ankommt.
Unter normalen Umständen lässt ein Arbeitgeber seinen neuen Angestellten auch nicht hängen.

Bei uns gibt es z.B. ein Handbuch das unsere verwendeten ADT-Befehle erklärt, ausserdem habe ich mich z.B. mit unserem Studenten einen halben Tag hingesetzt, um ihn etwas einzuweisen, zumindest erst mal das, was er am Anfang braucht.

Nichts desto trotz, finde ich, dass das ADT relativ schwer zu verstehen ist, wenn man die Hintergründe nicht kennt. (und das kennen die meisten nicht, weil es in der Firma Einen gibt, der die Objekte schon so zusammenbastelt, dass andere sie einfach nur nutzen können).
Ich empfehle dir folgendes:
Lass es erst mal auf dich zukommen, sage aber von Anfang an, dass du kein ADT kannst, nur AutoCAD. Im ADT gibt es ein Lernprojekt. Sprich jemanden in der Firma an, welche Elemente ihr verwendet. Ich gehe mal von mindestens Wänden, Bemassung, Türen, Fenster und evtl Tragwerken aus. Diese Elemente solltest du dann evtl in der Mittagspause (oder am Anfang mal Initiative zeigen und unbezahlt ein paar Stunden dranhängen), und die dazugehörigen Übungen durchmachen. Vielleicht gibt es ja auch ein Bürohandbuch, und oder ein ADT Handbuch (wir haben jahrelang mit dem für 3.3 geübt und hatten nur 3.0). Und dann frag mal, ob jemand dir erklärt, ob Objekte für das Büro spezifisch umgearbeitet wurden (bei uns fast alle, und wir sind immer noch nciht fertig), und welche das sind.

Einfach nett sein und sich als ADT-Unwissender outen, einer wird dir schon die helfende Hand reichen...