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Autor Thema:   Unterschiedliche Eigenschaften (Oberfläche) Drehteil / Spritzgußteil aus PE300 (294 mal gelesen)
Morten
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erstellt am: 16. Apr. 2019 08:58    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Guten Morgen,
ich benötige mal wieder etwas Schwarmwissen...
Wir haben bislang einen unserer - auf chem. Prinzip funktionierenden - Sensor aus mechan. gefertigten Teilen aus PE300 hergestellt. Diese waren vom ursprünglichen Lieferanten günstig, in einer TOP-Qualität(!) und auch immer kurzfristig lieferbar. Der daraus gefertigte Sensor funktionierte sehr gut. Selbst hauseigene Montage-/Fertigungstoleranzen führten zu einer vernachlässigbaren Ausschußquote! Der neue Lieferant (alter existiert leider nicht mehr...) lieferte ebenfalls bis vor kurzem Drehteile, welche aber extrem teuer waren und auch in der Maßhaltigkeit doch sehr zu wünschen ließen. Aber auch aus dem teilweise "mechanischem Schrott" konnten immernoch funktionierende Sensoren hergestellt werden, welche unsere Spezifikationen "relativ locker" einhielten und somit den Ausschuß zwar etwas erhöhten, aber tolerabel war!
Da ja der Preisdruck (auch konzernseitig) uns zwang hier eine Alternative zu finden, sind wir zum Spritzguß gewechselt. Die neuen Muster aus PE300 waren zwar sehr günstig, aber leider war die Maßhaltigkeit mehr als ernüchternd. Verzogen, Oval, ... Nach Rücksprache mit dem Spritzgießer gab es Vorschläge mit "Antischrumpfmittel", Talg, Glasfasern und -glaskugeln.
Der Aufbau der Muster aus den Erstmustern ging trotzdem, auch wenn nun unsere Reserve für die hauseigenen Montage-und Fertigungstoleranzen aufgebraucht sind und teilweise die Sensoren Schrott sind! Zur Verständlichkeit muß ich sagen, daß wir IMMER bei jedem Musteraufbau parallel auch Sensoren aus den Rückstellmustern (Drehteile) aufbauen, um evtl. Fertigungs- und Meßtechnikeinflüsse auszuschließen. Ergebnis: Referenzsensoren: TOP, Sensoren aus Sprizgußmaterial: Schwanken von Top bis Flop (Schrott) und das sehr ausgewogen. Wir haben die Teile auch schon gewaschen, chemisch gereinigt (mit einem lt. unserer Chemikerin recht agressiiven Zeuch), aber alles hilft irgendwie nicht!
Ich als "Verantwortlicher aus der Schrauben- und Mutternfraktion", sprich Kontruktion schließe hier die Maßhaltigkeit eigentlich aus, da die Spritzgußteile - so schlecht man sie auch reden will - konstant maßhaltig abweichend sind! Dies widerspricht der Auschußmenge!
Meine Vermutung ist nun, daß man andere - ich nenne es mal - Oberflächeneinschaften hat zwischen Dreh- und Spritzgußteil und es ein xxx-phobe Oberflächeneigenschaft ist die dem chem. Prozeß in unserem Sensor dazwischenfunkt. Ergänzung: Die Oberflächengüte der Drehteile ist ebenfalls sehr gut!
Gibt es Eurerseits Anregungen / Ideen, was man hier noch machen kann, evtl. die Teile mechan. Reinigen/Aufrauhen durch eine Bestrahlung mittels "pulverförmigen" Material? Ich will nicht von Glaskugel sprechen....
Entschuldigt, daß ich soweit ausgeholt habe, aber die Randbedingen mußte ich erwähnen.
Gruß Morten

[Diese Nachricht wurde von Morten am 16. Apr. 2019 editiert.]

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N.Lesch
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erstellt am: 16. Apr. 2019 16:36    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Morten 10 Unities + Antwort hilfreich

Hallo, das ist ein umfangreiches Thema.
Es ist fast unmöglich von spanend hergestellten Teilen direkt 1 : 1 in den Spritzguss überzugehen.  PE 300 ist das HD PE mit der höchsten Dichte, der höchsten Kristalinität und damit auch mit dem höchsten Schwund.  Weil der Schwund ( ca. 2 % ) hier alles andere als gleichmäßig ist, gibt es besonders bei Anfängern große Verzugsprobleme.  Wobei das Halbzeug extrudiert ist und das Material nicht einfach gespritzt werden kann. Wenn der Anguß Ø  und die Wanddicke groß genug sind , kann das Spritzgießen hier noch funktionieren. 
Mit Füll- oder Verstärkungsmitteln veringert sich zwar der Verzug, aber auch der Schwund. Das Teil wird also größer.
Wenn das Teil in natur ( ungefärbt -weiß ) ist, kannst Du vor die Türe gehen und sie ins Licht halten.  Amorphe Bereiche sind opak bis transparent, die kristalinen undurchsichtig.
Ganz übel wären schwarze oder braune Punkte.
Falls Du auch noch elektirsche Probleme hast, kann ich da später drauf eingehen.
Bei der Chemie mußt Du unterscheiden zwischen Verträglichkeit ( Lößlichkeit ) und der Oberflächenhaftung zum Kleben ( oder Bedrucken und Lackieren ).

------------------
Klaus

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Morten
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erstellt am: 17. Apr. 2019 07:24    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities

Moin.
Danke für die schnelle Antwort!
Das mit dem Verzug war uns schon klar, insbesondere bei unserem Design mit extremen Wandstärkenunterschieden. Glücklicher Weise wird der Sensor von uns immer in eine Übergehäuse verbaut, da noch Elektronik drauf/dran muß! Somit sieht es weder der Kunde noch hat es Einfluß auf die Funktion!
Da wir Siegeln, stört uns die eine geringe Oberflächenhaftung "eigentlich" nicht! Da ich chemisch recht wenig dazu etwas sagen kann, weiß ich eben hier nicht was unseren chemischen Prozeß stören könnte: das Herauslösen von "Irgendwas" aus dem Teil (mit Füllstoffen)oder hat die Oberflächenspannung/Benetzungsunterschiede zu den Drehteilen?!?! Heute bekomme ich Muster aus reinem gespritztem PE300 und werde mal schauen, ob dies was bringt.

Gruß Morten

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N.Lesch
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WF 4

erstellt am: 18. Apr. 2019 15:02    Editieren oder löschen Sie diesen Beitrag!  <-- editieren / zitieren -->   Antwort mit Zitat in Fett Antwort mit kursivem Zitat    Unities abgeben: 1 Unity (wenig hilfreich, aber dennoch)2 Unities3 Unities4 Unities5 Unities6 Unities7 Unities8 Unities9 Unities10 Unities Nur für Morten 10 Unities + Antwort hilfreich

Wenn das Siegeln ohne Zusatzstofe erfolgt, dann ist es verschweißen.
Da sind Brandstellen oder Lufteinschlüsse sehr hinderlich.  Die können da auch sein wenn sie visuell nicht zu erkennen sind.  Die enstehen besonders an erhabenen Stellen , wenn die Entlüftung im Spritzgußwerkzeug fehlt. 

------------------
Klaus

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