Forum:Blechbauteile und -konstruktion
Thema:Blechteile entschärfen
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T H E M A     A N S E H E N
Hofe

Beiträge: 433 / 474

Computer: Aldi
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Software:
1967-2014, viele Updates und SP's, aber sicher nicht alle, deswegen immer wieder Sicherheitslücken

Hallo,

da hast Du natürlich völlig Recht, wenn es viele Ecken betrifft reicht natürlich ein zentraler Hinweis auf der Zeichnung, ähnlich wie "alle unbemaßten Radien = R5", das macht es auch übersichtlicher.

Von den Radienstempeln gibt es verschiedene Formen, die beiden gängigsten hab ich mal angehängt. Der kreuzförmige hat bei rechteckigen Teilen, die an allen Ecken Radien erhalten sollen den Vorteil, dass damit vier Radien in einem Hub gestanzt werden können. Das könnte man zwar von einem Quadratstempel auch denken, aber man hat in den seltensten Fällen einen parat, der an vier Ecken gleichzeitig die geforderte Kantenlänge hat, also muss er vier Einzelhübe machen. Das ist bei der Schnelligkeit moderner Stanzmaschinen zwar nicht nennenswert, aber es sind bei optimalen Teilen eben doch viermal mehr Hübe als bei besagtem Radienstmpel. Bei Einzelstücken oder Kleinserien ist das alles nicht interessant, aber wenn's um Stückzahlen und Kampfpreise geht...

Deine Sorge um die Übergänge verstehe ich noch immer nicht.
Natürlich sieht man am Übergang vom Radius zur angrenzenden Geometrie die sogenannte "Nibbelkante", aber an der Schnittfläche darf da kein Absatz sein.
Wenn so etwas durch Ungenauigkeiten der Maschine entsteht, muss man sich doch fragen, wie es denn bei Lochabständen und sonstigen Durchbrüchen aussieht. Sind die dann noch maßhaltig?

Meine Aussagen über die Radienstempel sind natürlich auf unsere Firma bezogen, Du kannst Deinem Lieferant ja nicht vorschreiben, dass er welche zu kaufen hat. Vor allem wird er dies nicht wegen eines Auftrags über drei Teile tun. Und man sollte ihn auch nicht verärgern, indem man heute Teile mit 4er-Radien bestellt, morgen mit 5er und nächste Woche noch zwei weitere.
Am besten intern auf einige wenige beschränken.
Hängt natürlich auch von der Blechdicke ab, ab 3mm wird heutzutage sowieso meistens gelasert, genauso wie bei Sichtteilen oder filigranen Konturen. Oder wenn der Lieferant gar keine Stanzmaschine hat, sondern nur lasert.
Der Vorteil des Stanzens liegt heute in der Möglichkeit, umformen zu können. Also Gewinde, Durchzüge, Brücken, Laschen, Sicken zu formen, Senkungen einzubringen, kleine Abkantungen etc.
Das sinnvollste ist, wenn Ihr Euch auf einen oder wenige Blechlieferanten beschränkt habt, Euch einfach mit Ihnen abzusprechen und Euch ein Bild davon zu machen, welche Methoden und Verfahren sie zu bieten haben. Macht übrigens 'nen guten Eindruck, ich lerne immer wieder Konstrukteure kennen, bei denen es scheint, dass sie sich um nix in der Welt "in die Suppe spucken" lassen wollen, obwohl die Aufgabe oft einfacher und billiger zu lösen wäre.

War jetzt ein bisschen ausschweifend, ich hoffe, es hat trotzdem geholfen.

Grüße

Hofe

@ Andreas Gawin: Meine Anerkennung, dass Du Dich bis zum eigenen Forum durchgekämpft hast. Das bestätigt mal wieder: Wer warten kann, wird belohnt werden.

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So ungenau wie möglich und so genau wie nötig