Radien an Modell / Inventor
UP 9000 06. Jan. 2020, 22:47


Ab1..JPG


Mo1..ipt


Mo2..ipt

 
Guten Abend

Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr.

Gerne würde ich an einem Modell, bei welchen die Querschnitte der Skizze5 (Ebene Z/X) und Skizze6 (Ebene Z/Y) gegeben sind Übergangsradien anbringen.
-> Auf der Ebene Z/X R 6.5 oben und 9.5 unten und auf der Ebene ZY 3 oben und 4.5 unten.
Ähnlich dieser Zeichnung jedoch mit anderen Werten. http://www.zeno.org/Roell-1912/I/Ro080113


Ich versuchte das bereits mit dem Feature "Radius Variabel", habe da aber das Problem, dass dieses die "Falsche" (Für meinen Fall) Tangentiale Referenz verwendet.
Siehe Ab1. Rot meine vermutete IST Referenz, Blau die SOLL Referenz.

Gibt es eine Möglichkeit wie das erstellt werden kann?

Mo.1
-Ist meine 2. Version, bei welcher die Speichen (Feature Erhebung) gemäss Zeichnung stimmen, die Radien fehlen jedoch noch.
Das ganze müsste dann auch noch 9x kreisförmig Gemustert werden.

Mo.2
-Ist meine 1. Version, die Speichen (1xErhebung, danach Flächen Direkt bearbeitet) stimmen nicht gemäss Zeichnung.
Mir ist aufgefallen, dass die Verwendung des Feature Direkt einen Einfluss auf das ausgangs Feature hat.

Die Radien des Mo.1 sollten ähnlich wie die Radien des Mo.2 aussehen, halt nur wie es die Skizze5 (Ebene Z/X) und Skizze6 (Ebene Z/Y) vorgeben.

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand beim Erstellen der Radien helfen könnte.

Vielen Dank für jegliche Kritik/Hilfe

Freundliche Grüsse
Oliver


[Diese Nachricht wurde von UP 9000 am 07. Jan. 2020 editiert.]

freierfall 07. Jan. 2020, 05:29


Radien_01.JPG

 
Guten Morgen, mit 2020 geht folgendes. Nur Radien sind ein schwieriges Thema und IV hat da definitiv seine Grenzen. Wenn du so was öfters hast.

- dann schau Dir mal Inspire Studio an.
- oder nutze die Freiformklumen und form Diese entsprechende um.


herzlich

Nachtrag: ich habe mir nun die Zeichnung angeschaut, forme den Steg mittels eines Freiformklumpens. Teste es mal kurz in Fusion 360, dann weist du wie es geht, im Ivnentor ist es ein wenig umständlicher und funktioniert dennoch genau so.

[Diese Nachricht wurde von freierfall am 07. Jan. 2020 editiert.]

freierfall 07. Jan. 2020, 12:45

Klumpen, damit meine ich die Freiformumgebung im Bauteil.

Verbesserungen bei Freiformbauteilen

Einfach so einen Rechteckigen oder runden Freiform reinplatzieren und an die richtige Stelle schiebe und dann über die Teilflächen und Linien oder Ecken zurecht schieben. Anschliessend mit deinen Rotationen verschmelzen.

herzlich Sascha

Roland Schröder 07. Jan. 2020, 13:20


Rundung-an-Spline-Flaeche-2020-01-07-rs.png

 
Moin!

Rundung basiert zunächst ein mal immer nur auf den beiden Flächen, die sich an der gewählten Kante treffen. Der automatische Übergang auf eine andere Fläche ist softwaretechnisch ein bisschen anspruchsvoller; das wurde in Schritten verbessert und gelingt inzwischen öfter mal - hier leider nicht.

1. Maßnahme:
Über die drei Radien 1,0-16,5-1,0 in Skizze1 ein Spline ziehen, so dass mit Umdrehung1 bei der Speiche statt der drei gesonderten eine zusammenhängende Fläche (im Bild lila) entsteht.

2. Maßnahme:
Auch die beiden Erhebungen 2 und 3 lassen neue Flächen entstehen, an deren Grenze dann auch schon der gewünschte R3 stolpert. Überdies sind Erhebung2 und 3 unnötiger Aufwand, denn die Verlängerung des Mittelstücks der Speiche bis zur Nabe und bis zur Felge kann auch anders und einfacher erfolgen, namlich mittels "Fläche löschen mit Korrektur". Inventor verlängert dann automatisch die bleibenden Flächen bis wieder ein rundum abgeschlossenes Volumen entsteht. Das muss aber in zwei Schritten erfolgen, also für jede der beiden Stirnflächen des Speichenmittelstücks einzeln.

Bei mir in IV 2019 konnte ich dann den gewünschten variablen Radius erstellen (s. Bild).

Roland Schröder 09. Jan. 2020, 01:03

Hallo Oliver,

Du schriebst (nur mir privat, was ich jetzt nicht ganz so praktisch finde), dass es jetzt bei Dir zwar mit dem Radius klappt, aber noch nicht vernünftig aussieht; und Du fragtest, ob ich Dir ein IV2017-Modell machen kann. Da ich dafür erst einige Einstellungen ändern und alle Aktionen noch ein mal machen muss (IV2019 einfach auf IV2017 speichern geht nämlich nicht, wie Du ja vielleicht weißt), und jetzt nicht ganz so viel Zeit übrig habe, schlage ich vor, dass Du nun auch mal Deinen neueren Versuch mit IV2017 hier hochlädst, dann muss ich 1. nicht die Änderungen noch mal machen, die Dir jetzt schon gelungen sind, und kann 2. vielleicht auch herausfinden, was bei Dir jetzt noch schief gelaufen ist.

UP 9000 12. Jan. 2020, 20:01


200-001-0001-01-Spline.ipt

 
Guten Abend

@Roland, ich dachte, dass du deine Version gespeichert hast und diese einfach an deinen alten Beitrag anhängen könntest.
Sorry für das Missverständnis.

In der Zwischenzeit habe ich das Modell nochmals neu aufgebaut.
Dabei habe ich deinen Hinweis die Geometrie als Spline zu zeichnen berücksichtigt.
Besten Dank!

Die unteren beiden Radien (R4.5 / R9.5) stimmen mit den Skizzen auf den Ebenen Z/X und Z/Y überein!
Der obere Radius R3 stimmt ebenfalls mit der Skizze auf der Ebenen Z/X überein!

Der obere Radius R6.5 lässt sich jedoch nicht erstellen. (Ebene Z/Y)
Sollte es wirklich nicht möglich sein, diesen auf R6.5 zu ändern bin ich mit dem Kompromiss R5.5 auch zufrieden.
(Rundung3 Punkt 2 und Punkt 4)

Nun habe ich aber das Problem, wenn ich die Basisspeiche (Erhebung1) und die Radien (Rundung2 und 3) rotativ 9x Mustern möchte, die Gemusterten Elemente nicht gleich aussehen wie die Basisspeiche. Dazu empfiehlt es sich die Darstellung auf Technische Illustration umzustellen.

Wie kann es verhindert werden, dass es die Radien bei der rotativen Musterung verändert? (Runde Anordnung 1)

Besten Dank für Eure Unterstützung

Freundliche Grüsse
Oliver

freierfall 13. Jan. 2020, 04:19


schnitt_01.JPG

 
Guten Morgen, ich muss gestehen, ich habe einen variablen Radius noch nie gedreht als Funktion. Ja es verändert den Radius und das nicht immer gleich. Anscheinend kann Inventor so was nicht drehen.

Wenn du nun deine Speiche raustrennst und nun als Körper drehst und dann verschmilzt, geht es sehr gut.

herzlich Sascha

Nachtrag: sehr gut Arbeit hast du hier gemacht. alle Achtung. 

[Diese Nachricht wurde von freierfall am 13. Jan. 2020 editiert.]

Roland Schröder 13. Jan. 2020, 16:31


200-001-0001-01-Spline-2-rs-2020-01-13-IV2017.ipt

 
Moin!

Der Grund für die Veränderung bei der runden Anordnung ist IMHO, dass die "Rotation" der beiden Splines keine echte Rotation ist. Darauf deutet hin, dass diese beiden Flächen bei 360°-Rotation an Skizze 1 eine "Naht" haben, anders als die anderen, also die aus geraden Linien und reinen Kreisbögen rotierten Flächen. Die aus Splines entstandenen "Rotations"-Flächen werden stattdessen vermutlich, zumindest in diesem Beispiel, auch in Rotationsrichtung als Spline gerechnet (NURBS heißt das dann, glaub ich.) Dadurch liegen bei den anderen 8 Speichen die beiden NURBS-Flächen nicht genau so wie bei der ersten Speiche und die Rundungen sehen dort folglich anders aus. Es war übrigens in früheren Versionen gar nicht möglich, Rundungen anzuordnen, variable Rundungen schon gar nicht, u. a. um solche Probleme auszuschließen. Dass die anderen 8 variablen Rundungen hier dann untereinander wieder gleich aussehen, lässt vermuten, dass im Hintergrund der Anordnung der Rundung dann wieder irgendwelche Vereinfachungen angewendet werden.

Abhilfe schafft, was ich ohnehin bevorzuge, die Rotation nur über ein Grund-Winkelsegment, hier also 40° auszuführen und erst nach dem Erzeugen der rundum gleich zu wiederholenden Details das Volumen rund anzuordnen. Die Passfedernut darf dann natürlich erst danach kommen. Volumenanordnung ist meistens auch unkritischer als Elementanordnung, weil dabei die einzelnen Geometrieelemete nicht alle neu gerechnet werden müssen, sondern einfach nur auf weitere Plätze im Raum vervielfältigt werden. Beim Anordnen des Volumens entstehen dann hier, ebenfalls aufgrund der nur scheinbaren Rotation der Splines, auch nur an diesen beiden Flächen jeweils neun "Nähte", aber dafür sind die Rundungen alle identisch, und es rechnet auch schneller.

Dass die beiden variablen Rundungen die Extremwerte R6,5 und R9,5 nicht akzeptieren, liegt daran, dass der Verlauf des Radiuswertes über die Länge der Kante bei der variablen Rundung auch als Spline gerechnet wird und daher jeder einzelne Punkt und jeder einzelne Radiuswert den gesamten Verlauf beeinflusst. Das eigentliche Problem tritt hier auch gar nicht an den Scheitelpunkten mit dem größten Radius auf, sondern "mehr so an den Ecken", wo sich ein größerer Radius ergibt, als dort möglich wäre. Durch Einfügen zusätzlicher Stüztpunkte und feinfühliges Einstellen  der Radiuswerte an diesen Stellen lässt sich das verhindern, und an den Scheitelpunkten sind dann die vorgesehenen Extremwerte R6,5 und R9,5 möglich.

Die dunkle Farbe macht durch die schlechten Kontraste das Arbeiten unnötig schwierig. Ich hab das mal mit Grau überschrieben.

Eine Anordnung mit Ausnahmen, wie hier für die M3-Gewindebohrung, lässt sich etwas einfacher durch Anordnung mit Ausnahmen      herstellen: Mit Rechtsmausklick im Browser kann man einzelne Exemplare unterdrücken. Im speziellen Fall hier geht noch einfacher Anordnung von 5 Stück über 4x 80°.

UP 9000 13. Jan. 2020, 19:57


200-001-0001-01-ModellRolandSchrodercad.de.ipt


200-001-0001-02-ModellSaschacad.de.ipt

 
Guten Abend

Besten Dank für eure beiden Beiträge.

"Ich" habe nun beide Lösungen bei mir modelliert.

Beide Varianten sind für mich zufriedenstellen.
Im Anhang habe ich beide fertigen Modelle angehängt.

Es ist immer wieder spannend zu sehen wie "andere" Ihre Modelle aufbauen!
Nochmals herzlichen Dank für alle Eure Hinweise!

Freundliche Grüsse
Oliver