Gitter in Rundkörper einfügen / Inventor
Bimberlle 20. Mrz. 2017, 01:46


VaseGitter.png


Vase.JPG


Gitter.JPG

 
Hallo Leute,

bei meinem Projekt handelt es sich um einen Blumentopf mit Wasserreservoir, der in einem Stück 3D gedruckt werden soll.

Blumentopf wurde erstellt und die Trennplatte für das Wasserreservoir eingefügt. Für diese Trennplatte brauch ich jetzt aber noch Stützmaterial. Dafür habe ich mir eine Gitterstruktur überlegt und würde diese nun gerne in den unteren Teil des Blumentopfs einfügen.

Nun: Wie kann ich das Gitter so anordnen, dass es immer bis zum Rand des Blumentopfs geht und genau den entsprechenden Durchmesser abdeckt? Also wie bekomme ich meine Gitterstruktur in die gleiche Form des Blumentopfs? Am besten mit Parametern: Wird die Höhe des Wasserreservoirs verringert, soll sich das Gitter natürlich entsprechend anpassen.

Viele Grüße

Manfred Gndchen 20. Mrz. 2017, 06:41

Moin.

Sag mal, ist es nicht einfacher, und resourcenschonender, wenn Du die Platte einzeln fertigst und anschließend einlegst?
Wenn das die Nennweiten des Halses und der Platte nicht zulassen, dann mit einer zweigeteilten, halbierten Platte.
Einfach noch einen Auflagering in der Wand vorsehen.

Konstruktive Fragen.

Ist die Platte ggf. etwas dünn, für die zu erwartenden Belastungen?

Wie willst Du das "Stütznetz" nach den Druck entfernen?

Manfred Gndchen 20. Mrz. 2017, 06:43

Uups, da wurde mein Beitrag tatsächlich zweimal gesendet. 

Edit
Gelöscht

[Diese Nachricht wurde von Manfred Gndchen am 20. Mrz. 2017 editiert.]

muellc 20. Mrz. 2017, 07:06

Hallo,

Wenn dein Gitter eine Baugruppe oder ein anderes Bauteil ist könntest du es eventuell als Abgeleitete Komponente in dein Modell als neuen Volumenkörper einladen.
Dann positionierst du es mit der Funktion Körper verschieben an der richtigen Stelle.
Jetzt kannst du eine neue Skizze erstellen, die Kontur deines Topfes projizieren und per drehung alles wegschneiden was übersteht.

Wenn du Parametrisch arbeiten willst, musst du dein Gitter direkt im Modell des Blumentopfs erstellen, wenn du dabei mit mehreren Volumenkörpern arbeitest, funktioniert das Wegschneiden wie oben beschrieben nur ohne die AK.
Die Höhe des Gitters kannst du hierbei ganz einfach mit projizierter Geometrie oder Maßen steuern.

Wie verhinderst du das sich die Wurzeln um das Gitter wickeln?


@Manfred:
So wie ich es verstanden habe bleibt das Stützmaterial drin und dient als Stütze für die gelochte Trennplatte.

Manfred Gndchen 20. Mrz. 2017, 07:31

Zitat:
Original erstellt von muellc:
...Wie verhinderst du das sich die Wurzeln um das Gitter wickeln?...
...So wie ich es verstanden habe bleibt das Stützmaterial drin und dient als Stütze für die gelochte Trennplatte...

Tja, wenn dem so ist, wie von Gandhi beschrieben, dann hat der Fredersteller sich eine Keimbrutanlage gebaut.
Die Form erinnert mich an Kunststoffeinsätze in Bio-Gaswäschern, bei der, durch die so vergrößerte Oberfläche, mehr Platz für Bakterienbesatz geschaffen wurde...

Kann ja so gewollt sein    .

Micha Knipp 20. Mrz. 2017, 10:01

Handelt es sich um Stützmaterial im drucktechnischen Sinn, empfehle ich den Topf auf einem Duo-Extruder Drucker auszudrucken. Vorteile: der Treiber kümmert sich selbstständig um die Generierung der Stützmaterialgeometrie, passt diese auch bei Änderung des Topfes an und sie ist (bei einigen Modellen)  wasserlöslich, also problemlos entfernbar.

Soll die Stützstruktur jedoch die Platte tatsächlich stützen, empfiehlt es sich, die Platte einfach dicker zu modellieren, sodass eine Stützung nicht mehr nötig ist.

Manfred Gndchen 20. Mrz. 2017, 14:55

Zitat:
Original erstellt von Micha Knipp:
...Soll die Stützstruktur jedoch die Platte tatsächlich stützen, empfiehlt es sich, die Platte einfach dicker zu modellieren, sodass eine Stützung nicht mehr nötig ist...

Vorrausgesetzt ist, dass meinereiner alles andere als ein 3D-Druckspezialist ist, aber egal welche Dicke die Platte hat, unter der ersten Lage beim Drucken ist erst mal nüscht.
Und wenn ich meine rudimentären Kenntnisse danach abfrage, soll die Stützstruktur das "Nichts" ausfüllen - damit das Nutzvolumen, hier die Platte, eine Stütze bekommt - oder?

Micha Knipp 20. Mrz. 2017, 15:27

Für das Drucken benötigt der 3D-Drucker sowieso eine Stützgeometrie, da er nicht "in der Luft" drucken kann. Diese ist jedoch - ein entsprechender Drucker vorausgesetzt - wasserlöslich und somit leicht zu entfernen. Obendrein wird sie vom Druckprogramm eigenständig erzeugt. Geometrieänderungen sind also kein Problem.

Soll das Gebilde aus dem ersten Post jedoch aus statischen Gründen im Topf verbleiben, empfehle ich eine stabilere Konstruktion der Platte. Somit wird die Stütze obsolet.

Bimberlle 20. Mrz. 2017, 23:29

Vielen Dank für die Beiträge!

Das komplette Ding zweiteilig zu drucken wäre sicher sparsamer und auch deutlich einfacher. Meine Vorgabe ist aber nur ein einziges Teil zu drucken...  Das Stütznetz soll nach dem Druck nicht entfernt werden.

Auch der Beitrag bezüglich der vergrößerten Oberfläche ist interessant, so hab ich das ganz noch nicht gesehen und werde das Konzept überdenken.

Und 'leider' habe ich nur die Möglichkeit auf einem Ultimaker 2 zu drucken -> wasserlösliches Stützmaterial kann nicht verwendet werden. Die Trennscheibe komplett ohne Stützmaterial zu drucken wird glaube ich zu keinem hübschen Ergebnis führen. Auch das von der Software generierte Stütz-gitter hilft mir nicht weiter, da das Wasser sich nicht frei bewegen kann.

muellc hat meine Frage beantwortet, vielen Dank dafür! 

Steffen595 21. Mrz. 2017, 00:04

einfach eine Stelze in die Mitte?

Bimberlle 21. Mrz. 2017, 00:29

Das wird nicht ausreichen. In einem anderen Modell hatte ich bereits mehrere runde Stützen mit einem Durchmesser von ca. 8 mm, die zur Trennscheibe einen Radius haben um die Stützfläche zu erhöhen. Ich finde das ist aber eher eine Pfusch-Lösung die gleichzeitig noch viel Material benötigt... Eine einzige Stütze würde dem Drucker kaum weiterhelfen...

Manfred Gndchen 21. Mrz. 2017, 06:54

Na komm schon, eine Stütze ist mE. nach keine Pfuschlösung.
Und das dadurch mehr Material gebraucht werden soll als durch das raumfüllende Stützmaterial... ?

Was hälst Du davon.
Immer noch eine Stütze, aber als Baum ausgeführt.
Der sich zur Platte hin, entsprechend den Anforderungen, verästelt.

CAD-Freakle 21. Mrz. 2017, 07:05

Hallo,

Zitat:
Immer noch eine Stütze, aber als Baum ausgeführt.
Der sich zur Platte hin, entsprechend den Anforderungen, verästelt.


Anzusehen:
- Sagrada Familia, Barcelona oder auch
- Flughafen Stuttgart

muellc 21. Mrz. 2017, 08:39

Und so wie ihr euch das vorstellt ist das mit einem einfachen 3D Drucker herzustellen, ohne das vom Drucker erzeugte Stützmaterial zu entfernen?

Wie Bimberlle ja erwähnt handelt es sich hier um einen einfachen Ultimaker 2.

Zitat:
-> wasserlösliches Stützmaterial kann nicht verwendet werden

Dazu will er noch ein Modell, das sich bei Änderungen anpasst.

Karin-Luna 21. Mrz. 2017, 09:25


VasemitKnoten.png

 
Da bleiben immer ein paar Fragen...

Wenn nur Wasserspeicher warum ein Gitter? Gitter = Reduktion des Volumens! Soll doch ein Wasserspeicher sein! Je mehr je besser, oder?

Oder wird das eine Hydrokultur? Ja dann hätten wir ja gar keine Probleme mit Schimmelpilzen und erdverbundenen Schädlingen...

Ja und die Frage das die bösen Wurzeln durchwachsen und wie man dies verhindern stellt sich ja auch nicht, oder wozu sollte das Wasser denn dann sein, wenn die Pflanzen da nicht dran dürfen!?

Welche Aufgabe hat denn die Gitterstruktur? Soll ein Schwappen verhindert werden?

Ja und ganz ohne Stützmaterial, baumhafte Stützkonstruktionen, Säulen und andere Priemelchen?

Nun, da wir ja nicht wissen was die Vorgaben insgesamt sind, wie wäre es denn wenn mit dem bekannten Drucker die Zwischendecke leicht noch oben gewölbt ausgedruckt wird. Das kann der ganz gut dieser Drucker, der kann sogar Kugeln ohne Stützmaterial...

Oder einfach diese auf dem Bild zu sehende, ganz lustige Konstruktion mit angedruckten Knoten welche die Zwischendecke stützen?

EDIT: Vielleicht auch einmal darüber nachdenken, das man das Teilchen auch in mehreren Abschnitten drucken kann, erst die eine Hälfte, umdrehen, dann die andere Hälfte...

Karin

Micha Knipp 21. Mrz. 2017, 10:09

Hallo Karin,

der genannte 3D-Drucker arbeitet im Druckprozess zweidimensional (Fräser nannten das früher 2,5D), kann die von Dir gezeigte Geometrie also nicht ohne Stützstruktur herstellen. Genau wie 99,99% aller FDM-Drucker.

Roland Schrder 21. Mrz. 2017, 11:28

Moin!

Um auch mal auf die gestellte Frage zu antworten:

Wenn verschiedene Bauteile in dieser Art zusammen passen sollen, empfiehlt sich die Verwendung einer gemeinsamen Skizzen-Datei, in der man die Konstruktion als Ganzes zeichnet, und aus der man die jeweils nötigen Skizzen mit der Funktion "Abgeleitete Komponente" in die jeweiligen Bauteile holt. Oder man modelliert alles zusammen in einem ipt, entweder mit mehreren Volumenkörpern, oder hier, wo sowieso alles in einem Stück gefertigt werden soll, mit nur einem Volumenkörper.

Bei dieser Technik werden alle Bauteile von vorneherein an ihrem vorgesehenen festen Ort im Raum modelliert.

Im gezeigten Fall würde man das Gitter also gleich so modellieren, dass es in Bezug auf das Koordinatensystem unten in der Mitte des Gefäßes am Boden aufliegt, und anschließend würde man eine Rotation mit der Innenkontur des Gefäßes als Schnittmenge ausführen.

Bei diesem Vorgehen benötigt man in der Baugruppe - wenn man denn überhaupt noch eine machen will - kaum noch Abhägigkeiten, denn alle Bauteile kennen bereits über den Bezug zum Ursprung ihren korrekten Platz..

Alternativ, weil Du ja nun die Bauteile schon getrennt angefangen hast, kann man auch auf konventionelle Art die Bauteile in einer iam zusammenfügen und dann, ebenfalls mit der Funktion "Abgeleitete Komponente", in einem neuen ipt das Gitter als Positiv ableiten und das Gefäß als Abzugskörper benutzen. Überstehende Reste an den Ecken des Gitters dann mit "Fläche löschen, Option Stück/Hohlraum" entfernen.

Karin-Luna 21. Mrz. 2017, 12:09

Zitat:
Original erstellt von Micha Knipp:
Hallo Karin,

der genannte 3D-Drucker arbeitet im Druckprozess zweidimensional (Fräser nannten das früher 2,5D), kann die von Dir gezeigte Geometrie also nicht ohne Stützstruktur herstellen. Genau wie 99,99% aller FDM-Drucker.


Hallo Micha, Fräser nennen das sogar heute noch so. Ja und mit 2,5 D kann man ja schon ohne umspannen eine Halbkugel erzeugen. Klar ist mir auch, das im Gegensatz zum 2,5D Fräsen für echtes 3D Fräsen z.B. eine 5-Achs CNC Fräsmaschine benötigt wird. Sodann das Fräswerkzeug in jedem beliebigen Winkel an beliebiges Werkstück herangeführt werden kann um dann vollständige Freiformflächen als auch 3D Konturen zu erzeugen.

Ja und somit wäre jeder Tintenstrahldrucker nichts anders, weil dieser sich ja auch nur auf X - u. Y Achse bewegt ;-))

Ich weis ja was du meinst und 3D Druck ist im Grunde irreführend, ist ja nicht anderes als ein aus mehreren Lagen Heißkleber erstelltes dreidimensionales 3D Gebilde :-))

Schau mal auf die Seite des Herstellers, wie der Drucker "ohne" Stützmaterial und Strukturen Überhänge bewältigt!

https://ultimaker.com/en/products/ultimaker-2-plus

oder hier

https://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_647351925&feature=iv&src_vid=TSZVx_RyFe4&v=_sXWwzFEqwQ

Karin

Micha Knipp 21. Mrz. 2017, 12:46

Hallo Karin,

ist schon erstaunlich, was Du als Bauzeichnerin alles über 3D-Druck weißt. Alle Achtung.

Allerdings würde ich die hier zur Diskussion stehende Platte eher als Auskragung verstehen, denn als Überhang. Überhänge bewältigen die meisten FDM-Drucker problemlos und in einer brauchbaren Genauigkeit bis irgendetwas um die 42 Neigung. Das korrespondiert mit Schichtdicke und Spurbreite. Hier reden wir jedoch von 90 - das bewältigt kein orthogonal arbeitender 3D-Drucker ohne Stützmaterial.

Torsten Niemeier 21. Mrz. 2017, 14:07

Auch das Bridging, welches ja auch bei 'Karins' Knoten immer noch in hohem Maße erforderlich wäre, kann der Ultimaker ganz gut.
Das ist von den Temperatur- und Lüftereinstellungen ziemlich schwierig, da der Kunststoff quasi beim Austritt aus der Düse sofort eine gewisse Festigkeit haben muss, manche sind da aber echte Künstler.
Ich habe keine Ahnung, wie groß dieses Topf ist, aber das könnte eventuell so gehen. Wenn es im Sichtbereich wäre, würde ich es aber ablehnen, weil immer ein paar Durchhänger übrigbleiben.
Viel günstiger wäre allerdings, wenn die Knoten bis in die Topfmitte gingen und sich nach oben verbreitern (Fase, Radius) würden. Einfach die 'frei schwebende' Fläche möglichst klein halten.
Persönlich würde ich aber auch zwei Teile machen.
Allein, um es mal reinigen zu können.


Edit: Etwas Literatur hinzu:

https://ultimaker.com/en/resources/19643-bridging

[Diese Nachricht wurde von Torsten Niemeier am 21. Mrz. 2017 editiert.]

Karin-Luna 21. Mrz. 2017, 15:59

Natürlich hat hier Torsten absolut recht, die Knoten oder auch Brücken müssen schon bis zur Mitte reichen, -wobei mein Vorschlag ja nur ein Denkanstoß für den Konstrukteur sein sollte (also nichts verbindliches)-, wobei noch nicht berücksichtigt ist, das die Freiflächen auch noch überbaut werden müssten. Mit dem 2+ und kleinster Düse (0,25) sollte es ohne Hänger gehen bei kleinster Fördermenge und ewigen Druckzeiten...

Alternativ könnte man jedoch die Thesen anderer Teilnehmer hier wieder aufgreifen und die Knoten schraubenförmig nach oben zur Zwischendecke führen, wobei die nach oben abschließenden Ebenen der einzelnen Schrauben zumindest rudimentär die Zwischendecke bilden könnten...

Oder aber wie in den Beispielvideos (Flugzeugrumpf) des Herstellers gezeigt, mit der 0.4 Düse, den Zwischenboden etwas gewölbt ausführen...

Na egal wie es auch wird, pflegeleicht wird es nicht werden...

Karin


Bimberlle 21. Mrz. 2017, 17:11

Die Scheibe hat einen Durchmesser von ca. 88 mm. Das Bridging ist sehr interessant, vor allem weil man die untere Fläche der Trennscheibe ja nicht sehen kann. Bei einer Druckgeschwindigkeit von 30 mm/s bin ich dann aber bei etwa 55 Stunden Druckzeit...

Glaubt ihr die Löcher in der Trennscheibe von 3 oder 4 mm Durchmesser machen bei dem Bridging Probleme?

Torsten Niemeier 21. Mrz. 2017, 17:30

Zitat:
Original erstellt von Bimberlle:
Glaubt ihr die Löcher in der Trennscheibe von 3 oder 4 mm Durchmesser machen bei dem Bridging Probleme?

Vermutlich ja, denn sie stellen einen Rand dar, der bei jeder Schicht zuerst gedruckt wird. Und wenn dann links und rechts eines Loches kein Knoten drunter ist, dann kriegst Du kein Bridging, sondern echten Luftdruck.
Allerdings beruht meine Erfahrung da auf relativ alten Cura-Versionen. Vielleicht ist da das aktuelle besser.

Jetzt aber nochmal gefragt:
Warum nicht zweiteilig?

Bimberlle 22. Mrz. 2017, 09:51

Weil das ein Nebenprojekt meiner Werkstudentenstelle ist und mir eben vorgegeben wurde den Topf aus einem Teil zu drucken, da es ansonsten keine Herausforderung wäre 

Manfred Gndchen 22. Mrz. 2017, 11:13

Zitat:
Original erstellt von Bimberlle:
...da es ansonsten keine Herausforderung wäre...

Etwa so wie: Spring ins Wasser aber werd nicht nass dabei?     

BW Manfred

Karin-Luna 22. Mrz. 2017, 18:53

Somit wäre die Fragestellung schon einmal komplett falsch...

Wenn aus einem Teil, warum dann ein Gitter einfügen?

Dann doch die Vorschläge von Herrn Gündchen und anderen Teilnehmern annehmen und einfach die Unterkonstruktion entsprechend ausführen, eine Wabenstruktur erstellen, Extrusion, runde Anordnung und fertig ist das Teil.

Und beim Drucken bitte das Teil auf die Seite legen, dann geht das bestens mit dem Zwischenboden, dem Boden selbst und die dicken Wandungen haben genug Material um die nächste Schicht aufzunehmen und abzukühlen zu lassen.

Und wenn du ganz pfiffig bist, führst du die Wandungen als Hohlprofil mit Stegen aus, dann kann da noch Druckzeit und Material gespart werden und macht ganz fetten Eindruck...

Karin

Torsten Niemeier 22. Mrz. 2017, 19:14

1. Wegen der Aussenstruktur würde wohl niemand, der schon mal FDM gedruckt hat, dieses Ding auf der Seite liegend drucken.

2. Es ist auf keinen Fall ratsam, die Wandungen nicht massiv zu drucken.
Es ist schon schwierig genug, etwas wasserdicht zu bekommen. Das jetzt noch durch möglichst dünne Wände und Hohlräume dazwischen weiter zu erschweren, ist bei einem Blumentopf sicher nicht der richtige Weg.

Karin-Luna 22. Mrz. 2017, 19:57

Hallo Herr Niemeier,

da ich noch nicht mit dieser drucktechnischen Variante in Berührung gekommen bin, lege ich Ihre fachliche Kompetenz zu Grunde und nehme Ihren Einwand an, was die Lage des Werkstücks während des Druckvorgangs angeht.

Was die Ausführung der Doppelwandigkeit angeht, sehe ich da sehr viele Vorteile, eben jene die Konstrukteure im Tank- u. Schiffsbau sehen, oder auch im Entwurf von Funktionsmaterialien, DICHT!

Karin


Bimberlle 22. Mrz. 2017, 20:29


Topf.JPG

 
Hallo Karin-Luna,

ich muss hier wohl doch noch ein paar Dinge klarstellen.

1. Die Fragestellung ist nicht falsch.
2. Die Trennscheibe muss für den Druck gestützt werden und das Gitter war eine Idee das umzusetzen. Der Topf kann immer noch als ein Teil gedruckt werden.
3. Eine Wabenstruktur aus dem Boden zu extrudieren und diese rund anzuordnen macht auch wenig Sinn, da das Wasser sich dann nicht verteilen kann. Außerdem könnte der Drucker diese Wabenstruktur auch selbst generieren.
4. Ich verstehe nicht warum ich diesen Topf beim Drucken auf die Seite legen soll. Wie soll das funktionieren? Der Topf ist, wie auf dem Bild zu sehen, nicht einfach ein Topf...
5. Die Wände sind nur 2mm dick. Da kann nicht mehr viel eingespart werden.

Meine Frage wurde bereits beantwortet. Vielen Dank an alle Beteiligten!!!   

Torsten Niemeier 22. Mrz. 2017, 20:39

Sag hinterher mal Bescheid, ob er das Wasser hält. 

ROLF 2 23. Mrz. 2017, 09:45

Hallo Bimberle,

würdest Du, oder kannst Du Deine Datei, bzw. komplette
Baugruppen Datei mit Bauteilen hier im Forum mal hochladen?

Mich persönlich interessiert einfach die Bauweise und mein Sohn besitzt einen 3D Drucker mit dem ich mich gerade auch beschäftige, weil ich auf dieses Hobby einsteigen
möchte.

Gruß

Rolf

Max Michalski 26. Mrz. 2017, 19:55

Hallo,

ist schon sehr schade, daß ein Forenmitglied nach etwas fragt und bekommt keine Antwort mehr darauf!

Es wäre schön gewesen wenn das Mitglied Bimberlle hier seine Lösung präsentiert hätte, als nur auf hohem Niveau zu jammern. Leider passiert das in vielen anderen Foren auch immer öfters, man meldet sich kurz an, hat dann eine Lösung, teilt sie, warum auch immer, aber mit anderen nicht und verschwindet dann wieder im Hintergrund.

Ist schon widerlich! 

Nebenbei, so eine Vase, selbst auf einem Ultimaker 3D Drucker zu drucken, der bekanntlich mit Filament arbeitet und sehr gut ist, ist im Grunde unsinnig.
Das dauert, wenn man halbwegs eine gute Qualität und ein wasserdichtes Gefäß möchte, selbst bei einer Druckdüse mit 0,5mm, einer Layerhöhe von 0,25mm und 40mm/S Druckgeschwindigkeit mehrere Tage, am Stück versteht sich und ohne Pause!

So was sollte man auf einem Lasersinterdrucker drucken lassen der wesentlich schneller ist. Zu dem muß man sich keine große Gedanken um so eine Stützstruktur machen wie sich das das Forenmitglied Bimberlle so vorstellt! Ich denke, daß man hier die Funktionsweise eines Lasersinterdruckers nicht nähers beschreiben muß und das die bessere Wahl zum 3D Drucken wäre, zumindest bei so einer Vase, daß kann man explizit in Google nachlesen!

3D Druck ist schon eine schöne Sache, aber man darf sich von der Werbung nicht blenden lassen. Und bei bestimmten Bauteilen dauert es nun mal eine Ewigkeit bis sie fertig sind!

freierfall 26. Mrz. 2017, 20:01

Zitat:
Original erstellt von Max Michalski:
...ist schon sehr schade, daß ein Forenmitglied nach etwas fragt und bekommt keine Antwort mehr darauf!...

Wie war dein Nick hier vorher? herzliche Grüsse Sascha

Bimberlle 26. Mrz. 2017, 20:51

Also: Mein Arbeitgeber hat mir dieses Projekt zum Start in meine Werkstudentenstelle gegeben. Dabei ist es egal wie viel Material verbraucht wird und wie lange der Druck dauert, kann allen Beteiligten hier auch eigentlich egal sein! Meine Frage hat sich lediglich auf Inventor bezogen, nicht um die Ausgestaltung des Topfes.

Ich werde die Daten nicht online stellen, Entschuldigung dafür.Das liegt nicht daran, dass ich nur zum "jammern" hier bin. Ich glaube einfach, dass mein Arbeitgeber das überhaupt nicht gut finden würde, auch wenn es nur um einen Blumentopf geht.

Der Topf wurde noch nicht gedruckt, deswegen konnte ich auch noch keine Aussage machen ob er dicht ist oder nicht.

Max Michalski 26. Mrz. 2017, 23:52

@Bimberlle, trotzdem wäre es schön gewesen, wenn Du Deine Lösung wenigstens hier beschrieben hättest!
So hat die Sache jetzt doch ein wenig ein Geschmäckle!

Ich hätte nämlich ein Lösung gehabt wie Du das ganze Gittergedöns und viel Zeit
beim Drucken hättest sparen können.

Aber nun gut, dann scheint das Thema ja erledigt zu sein und ist nicht weiter der Verfolgung wert! Am besten wäre es dann wenn dieser Thread geschloßen werde würde! 

Torsten Niemeier 27. Mrz. 2017, 00:46

Zitat:
Original erstellt von Max Michalski:
Am besten wäre es dann wenn dieser Thread geschloßen werde würde!

Ah ok.
Ab jetzt gehen wir hier also dazu über, Threads zu schliessen, wenn Du diese nicht mehr verfolgungswürdig findest.
Guter Plan!

freierfall 27. Mrz. 2017, 06:53

Zitat:
Original erstellt von Max Michalski:
[i...Aber nun gut, dann scheint das Thema ja erledigt zu sein und ist nicht weiter der Verfolgung wert! Am besten wäre es dann wenn dieser Thread geschloßen werde würde! 
...[/i]

Dein Löschaktion vom Beitrag und diese Art und Weise klingt sehr nach Herrmann. 

nightsta1k3r 27. Mrz. 2017, 10:05

Zitat:
Original erstellt von freierfall:
Art und Weise klingt sehr nach Herrmann.

Auch was anderes lässt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vermuten.

Einen Nick mehr in der AgP-Liste 



Max Michalski 06. Apr. 2017, 08:57


Vase.zip

 
Ich hatte etwas Zeit über und habe diese mal dem Blumentopf gewidmet.
Anbei ein 3D Druck reifer Entwurf. 126 Stunden Druckzeit, bei 40mm/s, 0,25mm Layerhöhe bei einer Druckdüse 0,5mm. Die Druckzeit ist natürlich ohne Unterbrechung, also an einem Stück durch! 

W. Holzwarth 06. Apr. 2017, 23:56

Gar nicht schlecht, Herman Santos.
Werden die beiden Teile denn gemeinsam hochgezogen? Anderenfalls gibt's wohl Montageprobleme.

Irgendwie erinnert mich das an meine Fussbodenheizung, die inzwischen schon 30 Jahre drin ist. Wenn's da mal Ärger gibt, dann hab' ich die A-Karte ...

Max Michalski 07. Apr. 2017, 10:44

Es gibt im Grunde keine zwei Teile beim 3D Druck, da ich,
wenn ich das wirklich drucken wollte, 126 Stunden sind ja auch
kein Pappenstiel, aus der Baugruppe ein einziges Bauteil
mache und anschließend eine STL daraus erstellen würde.

Ich hab schon ein Weilchen überlegt wie man das machen könnte,
letzt endlich bin ich aber über Autodesk Print Studio auf die Lösung
gekommen. Da wird Stützmaterial in ähnlicher Weise verwendet, halt
nur umgekehrt wie ich das gemacht habe. Und so ist dann die Innerei
im Blumenhafen entstanden. Aber auch praktische Erfahrung mit einem
3D Drucker sollte man bei so etwas aufwendigem schon haben, daß hilft
dann auch beim Konstruieren. Denn nicht alles was einem die Werbung
über 3D Drucker vorgaukelt kann man so wie man es konstruiert hat
auch so problemlos in 3D drucken! Mein Motto, das was man zeichnet
muß man auch herstellen können!

Mein erster Versuch mit diesem Netzgitter, das ging da gar nicht weil
das viel zu rechenintensiv war.