REB 21.003 mittels 3d-Profilkörper-Mengenermittlung / AutoCAD Civil 3D
Malcom78 19. Mrz. 2017, 22:17


QP_.jpg

 
Hallo Civilisten,

habe folgende Problemstellung. Füge ein Foto hinzu.

Kurz zum dem Bild:

Grün -> Meeresboden
Gelb -> Grabenherstellung_Soll ( So muss es seitens der Baggerfirma hergestellt werden )
Rot -> Grabenherstellung Kunde (Bestandsaufnahme)

Aus dem Schnitt geht hervor das die Baggerfirma ordnungsgemäße herstellung des Grabens nicht erfüllt hat. D.h. das Volumen zwischen den Linien(DGMs) grün, rot und gelb ist für Abrechnung relevant.

Habe folgende Aufgabenstellung:

1. Berechnung der Querschnittsfläche zw. der grünen(Meereboden),der roten Linie(Bestandaufnahme) und der gelben Linie.
2. Das Verfahren soll gem. REB 21.003 aus Querprofilen (3D-Profilkörper) erfolgen. Ganz wichtig nicht aus Querschnittlinien (REB 21.013)

Welche Ansatzmöglichkeiten kann ich effektiv nutzen?
Wie geht man da am Besten vor?

LG
Malcom

[Diese Nachricht wurde von Malcom78 am 19. Mrz. 2017 editiert.]

RL13 20. Mrz. 2017, 09:18


170320-AutoCADCivil3DExtension-Elling.jpg

 
Hallo Malcom

ich gehe mal davon aus, dass:

1. der Meeresboden als DGM vorliegt
2. Der Graben "Soll" als 3d-Profilkörper konstruiert wurden
3. die Grabenherstellung "Ist" (Bestandsaufnahme) wieder als DGM vorliegt
4. Die DACH-Extension installiert sind

Dann kannst du mit dem Befehl "REB-VB 21.003 Massenberechnung aus Querprofilen (Elling)" aus den DACH-Extension lediglich für deinen Graben "Soll" direkt Querschnittsflächen aus deinem Profilkörper für die Berechnung angeben (Siehe auch Bild).
Alle anderen QS-Flächen werden in der Berechnung wieder nur zwischen Linienhorizonten (DGM-IST und DGM-Meeresboden) berechnet.
Und das ist auch völlig normal, weil ein DGM nunmal im Querprofil nur eine Linie ist.

Suche mal bitte auf deinem Rechner die Hilfsdateien zu den DACH-Extension, da ist das Vorgehen eigentlich ganz gut beschrieben

"DACH Extension for AutoCAD Civil 3D Help.pdf" oder "AutoCAD Civil 3D Extension.chm"

Was ich aber auch noch zu Bedenken geben möchte: Das Verfahren stammt noch aus grauen Vorzeiten und die Genauigkeit bei der Berechnung lässt zu wünschen übrig wenn die Achse zwischen den einzelnen Querprofilen viele Krümmungen enthält. Weil immer begradigt gerechnet wird.

Genauer finde ich dass Berechnungsverfahren "REB VB 22.013: Massen und Oberflächen aus Prismen" hier erfolgt die Massenberechnung direkt aus DGM-Meeresboden, DGM-Ist und DGM-Soll.

Malcom78 20. Mrz. 2017, 09:48

Moin Roman,

Punkt 2 liegt auch als DGM vor. Es sind gar keine 3d-Profilkörper vorhanden.

Mfg
Malcom

RL13 20. Mrz. 2017, 10:22

Code:
Punkt 2 liegt auch als DGM vor

Ok, wie habt ihr denn dann der Baggerfirma die Aushubkubatur vorgegeben/konstruiert?
Gibst da Böschungsneigungen, Sohlbreiten welche eingehalten werden sollen/müssen? oder liegen die Soll-Profile vielleicht sogar schon als Datenartdateien

DA 50 Werte des Kurvenbandes
DA 51 Kontrollwerte und Konstanten
DA 53 Positionsangaben
DA 54 Koordinaten der Profilpunkte

vor? (das würde es ungemein vereinfachen)

Habt Ihr eine Achse, Höhenpläne mit Geländeschnitten und Gradiente, Querprofilpläne konstruiert? Oder ist dein Bild nur eine Schemadarstellung

Fragen über Fragen

Malcom78 20. Mrz. 2017, 22:07

Zitat:
Ok, wie habt ihr denn dann der Baggerfirma die Aushubkubatur vorgegeben/konstruiert?

Der Achsenverlauf (Unterseekabel) ist vorgegeben. Wir haben der Baggerfirma ein DGM konstruiert welche sie für Ausführung/Aushub benötigt. Das DGM ist ein Grabenverlauf entlang der Achse.
Zitat:
Gibst da Böschungsneigungen, Sohlbreiten welche eingehalten werden sollen/müssen? oder liegen die Soll-Profile vielleicht sogar schon als Datenartdateien

Die Soll-Profile, haben wir erstellt. Wir haben sohlbreite und Böschungsneigungen.

Zitat:
DA 50 Werte des Kurvenbandes
DA 51 Kontrollwerte und Konstanten
DA 53 Positionsangaben
DA 54 Koordinaten der Profilpunkte

vor? (das würde es ungemein vereinfachen)



Es sollen keine Datenartdateien erzeugt werden.

Letzendlich, durch weitere Recherschen meinerseits gestaltete sich Berechnung, nicht so kompliziert wie ich es mir gedacht hatte.

Die Methode der Begrenzungslinien (REB21.013) kam Schlußendlich zum Einsatz. Die Erstellung der 3d-Profilkörper war nicht maßgebend.

Manchmal steht man auf dem Schlauch und Stress, dass man krampfhaft sich nur in eine Richtung denkt. Obwohl es mehrere Ansätze geben kann. Ich habe die mit Begrenzungslinien gewählt und siehe da, die war auch die Richtige.

Kurz Zusammengefasst:

Zu Berechnnung hatte ich zur Verfügung: Meeresboden (Urgelände), Soll-Profile (danach soll ausgeführt werden) und der IST-Zustand (Ausführung der Baggerfirma als .PTS-Datei). Aus diesen Grundlagendateien erstellte ich die genannten DGMs und arbeitete mit den Begrenzungslinien um eine Volumenmenge zu bekommen.

So war meine Vorgehensweise.

Gruß
Malcom